Kim Ki-taek

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Kim Ki-taek
Hangeul 김기택
Revidierte Romanisierung Gim Gi-taek
McCune-Reischauer Kim Kit’aek
siehe auch: Koreanischer Name

Kim Ki-taek[1] (* 6. November 1957 in Anyang, Gyeonggi-do) ist ein südkoreanischer Lyriker.[2]

Werk[Bearbeiten]

In seiner Lyrik konzentrierte sich Kim auf die physischen Eigenschaften des Menschen, insbesondere die Themen Körperlichkeit und Gewalt. Seine Texte beschreiben Angst und Zwang als grundlegende Bestandteile des menschlichen Körpers und wie materielle und psychische Gewalt am menschlichen Körper Spuren hinterlassen. Diese Spuren beschreibt er als verschiedene Gewohnheiten, die weiterhin die eigene Selbstwahrnehmung mit Informationen versorgen. Er untersucht in seinen Gedichten diesen Prozess. Aus diesem Grund wird er oft als ein 'Beobachter von mikroskopisch kleinen Details' bezeichnet.

Eine seiner Serien von Gedichten - Ratte (쥐), Tiger (호랑이), Schlange (뱀), Ochse (소) - die alle durch ein gemeinsames Motiv verbunden sind, konzentriert sich auf den Überlebensinstinkt: Die Anspannung, die aus der Gewalt und dem Schmerz entspringt, die dem Überlebenskampf innewohnen, werden direkt und ohne Sentimentalität dargestellt. Die Logik des Überlebens, die Kims Poesie mit Farben versieht, ist durchdrungen von der Präsenz neuen Lebens. In dem Werdegang von Gewalt und Schmerz, der über Generationen in unseren Körper eingeätzt ist, entdeckt der Dichter einen flüchtigen Blick einer wundersamen neuen Welt mit all ihrer Reinheit, ihrer Unschuld und ihrem Mysterium. Diese neue Welt zwingt uns dazu, über die Gewalt im Leben nachzudenken.

Einer seiner Kritiker sagte, dass Kim sowohl den Intellekt wie auch die Sensibilität besitze, die nötig dafür sind, den Problemen in der gegenwärtigen Lyrik zu begegnen. Auch wenn seiner Poesie vielleicht eine gewisse lyrische Qualität fehle, so offenbare sie doch sowohl Tiefgründigkeit, wie auch Scharfsinnigkeit in seinen Beobachtungen, mit denen er die konventionellen Gedanken und Empfindungen durchdringt, die unsere Sicht trüben.[3]

Arbeiten[Bearbeiten]

Koreanisch[Bearbeiten]

Gedichtsammlungen[Bearbeiten]

  • 태아의 잠 Schlaf des Embryos (1992)
  • 바늘구멍 속의 폭풍 Sturm im Nadelöhr (1994)
  • 사무원 Der Büroangestellte (1999) ISBN 89-364-2185-9
  • Ochse (2005) ISBN 89-320-1567-8
  • Kaugummi (2009)
  • 갈라진다 갈라진다 Splitter, splitter (2012)

Werke als Übersetzer[Bearbeiten]

  • The pied piper of Hamlin 하멜른의 피리 부는 사나이 (1995)
  • The Mousehole cat 고양이 폭풍 (2003)
  • Michael Rosen's sad book 내가 가장 슬플 때 (2004)
  • Astro Bunnies 로켓을 타고 간 토끼 (2004)
  • The Forest 숲 속에서 (2004)
  • Hans im Glück 행복한 한스 (2004)
  • Clever Cat 똑똑한 고양이 (2005)

Übersetzungen[Bearbeiten]

Spanisch[Bearbeiten]

  • El Chicle (껌), Bonobos (2013)

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1995: 김수영문학상 (Kim Su-yŏng Literaturpreis)
  • 2001: 현대문학상 (Hyŏndae Literaturpreis)
  • 2004: 미당문학상 (Midang Literaturpreis)
  • 2004: 이수문학상 (Isu Literaturpreis)
  • 2006: 지훈문학상 (Chihun Literaturpreis)
  • 2009: 경희문학상 (Kyŏnghŭi Literaturpreis)
  • 2009: 상화시인상 (Sanghwa Newcomer Preis)
  • 2013: 편운문학상 (Pyŏnun Literaturpreis)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Korean Literature Authors Name Authority Database: 김기택, abgerufen am 7. Februar 2014 (englisch)
  2. 다음 백과사전: 김기택 Abgerufen am 7. Februar 2014 (koreanisch)
  3. Author Database des LTI Korea: Kim Ki-taek, abgerufen am 7. Februar 2014 (englisch)
Koreanischer Name Anmerkung: Bei diesem Artikel wird der Familienname vor den Vornamen der Person gesetzt. Dies ist die übliche Reihenfolge im Koreanischen. Kim ist hier somit der Familienname, Ki-taek ist der Vorname.