Kim Kwang-kyu

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Kim Kwang-kyu
Koreanische Schreibweise
Hangeul 김광규
Hanja 金光圭
Revidierte Romanisierung Gim Gwang-gyu
McCune-Reischauer Kim Kwangkyu
siehe auch: Koreanischer Name

Kim Kwang-kyu (* 1. Januar 1941 in Seoul) ist ein südkoreanischer Dichter und Übersetzer.[1]

Leben[Bearbeiten]

Kim Kwang-kyu wurde 1941 in Seoul geboren. Er erlebte den Koreakrieg, der seine Kindheit und Jugend überschattete, sowie die schwierige Nachkriegszeit. 1960, während seines Germanistikstudiums, nahm er an der Aprilrevolution teil, um Widerstand gegen die Diktatur zu leisten. Von 1972 bis 1974 setzte er sein Germanistikstudium in Deutschland fort. Nach Korea zurückgekehrt, promovierte er an der Seoul National University mit einer Arbeit über Günter Eich. 1974 wurde er als Germanistikprofessor an die Universität Busan berufen. Heute lehrt er an der Hanyang Universität in Seoul.[2]

Neben seiner Lehrtätigkeit debütierte er 1975 auch als Lyriker. Seine ersten Gedichte wurden in der angesehenen Literaturzeitschrift „Munhak Kwa Jisung Sa“ (Literatur und Geist) veröffentlicht. Seit seinem ersten erfolgreichen Lyrikband von 1979, der mehrfach ausgezeichnet wurde, erschienen bis 2013 insgesamt 8 Lyrikbände.[3] Kim Kwang-kyu ist ein einflussreicher Lyriker der modernen koreanischen Literaturszene, der von einem breiten Publikum gelesen wird. Er erhielt zahlreiche Literaturpreise, darunter 1981 den Preis für Autoren von heute, 1984 den Kim-Soo-young-Preis für seinen Lyrikband Nein, es ist nicht so und 2003 den renommierten Daesan-Literaturpreis für seinen Lyrikband Bei der ersten Begegnung.

Neben seiner Tätigkeit als Lyriker und Germanistikprofessor hat sich Kim Kwang-kyu auch einen Namen als Übersetzer deutscher Literatur gemacht. So übersetzte er u.a. Gedichte von Heinrich Heine und Bertolt Brecht sowie Lyrik und Hörspiele von Günter Eich ins Koreanische.[4]

Werke[Bearbeiten]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Deutsch[Bearbeiten]

  • Die Tiefe der Muschel (Pendragon, 1999) ISBN 9783-9290-9663-7
  • Bei der ersten Begegnung (bereits übersetzt)
  • Grabschrift/Herbsthimmen/Eine kleine Quelle/Die kleine Blumen/Schnee in der Nacht (Die Horen, Zeitschrift für Literatur, Kunst und Kritik, 41. Jg., 4/96)
  • Wer ruft und ruft.../Nutzlose Freunde/Aniri 8/Schneckenliebe/Vogelzucht (Drehpunkt, Die Schweizer Literaturzeitschrift, Ausgabe 106)
  • Botschaften vom grünen Planeten (Wallstein Verlag, 2010) ISBN 978-3-8353-0747-6

Englisch[Bearbeiten]

Spanisch[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Isan Literaturpreis (2007)[5]
  • Taesan Literaturpreis (2003)
  • Pyŏnun Literaturpreis (1994)
  • Kim Su-yŏng Literaturpreis (1984)
  • Onŭl-ŭi Autorenpreis (1981)
  • Nokwŏn Literaturpreis (1981)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Naver Personen Datenbank: 네이버인물검색: 김광규, abgerufen am 19. Januar 2014 (koreanisch).
  2. LTI Korea: 문인DB: Kim Kwang-kyu, abgerufen am 2. Juli 2013 (koreanisch).
  3. Perlentaucher: Kim Kwang-kyu, abgerufen am 7. August 2013 (deutsch).
  4. LTI Korea: Author Database: Kim Kwang-kyu, abgerufen am 2. Juli 2013 (englisch).
  5. moonji.com
Koreanischer Name Anmerkung: Bei diesem Artikel wird der Familienname vor den Vornamen der Person gesetzt. Dies ist die übliche Reihenfolge im Koreanischen. Kim ist hier somit der Familienname, Kwang-kyu ist der Vorname.