Kinderbetreuung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Die Artikel Kinderbetreuung und Kindertagesbetreuung überschneiden sich thematisch. Hilf mit, die Artikel besser voneinander abzugrenzen oder zusammenzuführen (→ Anleitung). Beteilige dich dazu an der betreffenden Redundanzdiskussion. Bitte entferne diesen Baustein erst nach vollständiger Abarbeitung der Redundanz und vergiss nicht, den betreffenden Eintrag auf der Redundanzdiskussionsseite mit {{Erledigt|1=~~~~}} zu markieren. Naremus (Diskussion) 21:16, 13. Okt. 2013 (CEST)
Krippenkinder beim Essen

Kinderbetreuung ist als zusammenfassender Begriff für die pflegende, beaufsichtigende Tätigkeit Erwachsener gegenüber Kindern zu verstehen. Kind ist nach deutschem Recht in der Regel jeder junge Mensch, der das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet hat (§ 7 Abs. 1 SGB VIII). Kinderbetreuung erfolgt zuerst und zumeist in der Familie, in der Vergangenheit und in reicheren Familien auch durch Kindermädchen.

Heute ist neben der Betreuung in der Familie, durch Großeltern oder Tagesmütter die Form der öffentlich oder privat organisierten Kindertagesbetreuung in Kindertagesstätten, Kinderkrippen und Kindertagespflege vorherrschend. In Österreich und der Schweiz wird hierfür ebenfalls der Begriff "Kinderbetreuung" oder auch "familienexternen Tagesbetreuung" verwendet. Auch gibt es vereinzelt den Begriff "fremdbetreut", der jedoch häufig in negativem Zusammenhang genutzt wird. Die Sicherung der Kitas als Schutzzonen, in denen sich Kinder frei von ernsthaften Gefahren bewegen können. Die Sicherung der Versorgung der leiblichen Bedürfnissen wie Essen, Trinken sowie Schlaf und Erholung. Betreuung ist die Voraussetzung für Bildung und Erziehung.

Kontroversen[Bearbeiten]

Die Kontroverse zur öffentlichen Kinderbetreuung wird politisch, ideologisch und fachlich geführt. Die Einstellungen zur Betreuung von Kindern variieren erheblich von Staat zu Staat. Eine außerfamiliale frühkindliche Erziehung wird beispielsweise in Spanien vor allem als Lern- und Entwicklungschance für Kinder betrachtet.[1]

Während die Betreuung im Kindergarten ab dem 3. Lebensjahr in Deutschland allgemein akzeptiert ist, gibt es über die Vor- und Nachteile der Betreuung von Kleinkindern in Kinderkrippen und Tagesstätten für Kinder unter 3 Jahren Uneinigkeit. Kritiker von Krippen und Tagesstätten, wie das Familiennetzwerk, argumentieren, dass in der Regel die Eltern, zu denen eine sehr lange und vertrauensvolle Bindung aufgebaut werden konnte, die emotionale, geistige und soziale Entwicklung des Kindes am besten gefördert werden kann.

Siehe auch: Bindungstheorie

Kinderbetreuungskosten[Bearbeiten]

Deutschlandlastige Artikel Dieser Artikel oder Absatz stellt die Situation in Deutschland dar. Hilf mit, die Situation in anderen Staaten zu schildern.

Die Kosten für die Benutzung einer Kinderbetreuungseinrichtung sind sehr uneinheitlich. Sie unterliegen den Trägern der Einrichtung, oder den Gebührensatzungen der jeweiligen Kommune. Es gibt einkommensunabhängige Kinderbetreuungskosten und so genannte „sozial“ gestaffelte Kinderbetreuungskosten. Letztere orientieren sich vorwiegend am zu versteuernden Einkommen der Eltern. Die Gebührensatzungen variieren in der Anzahl der Einkommensgruppen, der Staffelung nach Einkommen, der Betreuungsstunden, sowie der Zusatzleistungen (Früh- und Spätdienst, Essengeld) oder der Ermäßigungen (Geschwisterkinder). Bezüglich der Ausgestaltung dieser Gebührensatzungen gibt es keine Standards, was einer Vergleichsbetrachtung schwierig macht. Eine regelmäßige bundesweite Vergleichsbetrachtung ist der INSM-Kindergartenmonitor, der jährlich für eine große Anzahl an Städten die Vergleichswerte für vier Modellfälle umrechnet und vergleichend darstellt. Kinderbetreuungskosten sind steuerlich in weiten Teilen absetzbar.

Literatur[Bearbeiten]

  • Steve Biddulph: Wer erzieht Ihr Kind?. Wilhelm Heyne, München 2005, ISBN 3-453-67000-0.
  • Anne Salle: Frankreich auf dem Weg zur Reprivatisierung der Kinderbetreuung?. 2006.[2]
  • Birgit Pfau-Effinger: Wandel der Geschlechterkultur und Geschlechterpolitiken in konservativen Wohlfahrtsstaaten – Deutschland, Österreich und Schweiz. 2005.[3]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Deutschland
Schweiz

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatCornelia Giebeler: Kleinstkinder in der Tagesstätte und was Erzieherinnen davon halten. Erste Ergebnisse einer Feldforschung als Beitrag zur Qualitätsentwicklung öffentlicher Kinderbetreuung. In: SGB VIII - Online-Handbuch. Ingeborg Becker-Textor und Martin R. Textor, abgerufen am 18. Juli 2009.
  2. Frankreich auf dem Weg zur Reprivatisierung der Kinderbetreuung? auf web.fu-berlin.de
  3. Wandel der Geschlechterkultur und Geschlechterpolitiken in konservativen Wohlfahrtsstaaten – Deutschland, Österreich und Schweiz. auf web.fu-berlin.de