Kinderbetreuung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Lückenhaft In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen wichtige Informationen. Du kannst Wikipedia helfen, indem du sie recherchierst und einfügst.
Deutschlandlastige Artikel Dieser Artikel oder Absatz stellt die Situation in Deutschland dar. Hilf mit, die Situation in anderen Ländern zu schildern.
Krippenkinder beim Essen

Kinderbetreuung ist als zusammenfassender Begriff für die pflegende, beaufsichtigende, erziehende Tätigkeit Erwachsener gegenüber Kindern zu verstehen. Kind ist nach deutschem Recht in der Regel jeder junge Mensch, der das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet hat (§ 7 Abs. 1 SGB VIII). Kinderbetreuung erfolgt zuerst und zumeist in der Familie, in der Vergangenheit und in reicheren Familien auch durch Kindermädchen. Heute ist neben der Erziehung in der Familie die Form der öffentlich oder privat organisierten Kindertagesbetreuung in Kindertagesstätten, Kinderkrippen und Kindertagespflege vorherrschend. In Österreich und der Schweiz wird hierfür ebenfalls der Begriff "Kinderbetreuung" oder auch "familienexternen Tagesbetreuung" verwendet. Auch gibt es vereinzelt den Begriff "fremdbetreut", der jedoch häufig in negativem Zusammenhang genutzt wird.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Kontroversen

Die Kontroverse zur öffentlichen Kinderbetreuung wird politisch, ideologisch und fachlich geführt. Während die Betreuung im Kindergarten ab dem 3. Lebensjahr in Deutschland allgemein akzeptiert ist, gibt es über die Vor- und Nachteile der Betreuung von Kleinkindern in Kinderkrippen und Tagesstätten für Kinder unter 3 Jahren Uneinigkeit. Kritiker von Krippen und Tagesstätten, z.B. das Familiennetzwerk, argumentieren, dass in der Regel die Eltern, zu denen eine sehr lange und vertrauensvolle Bindung aufgebaut werden konnte, die emotionale, geistige und soziale Entwicklung des Kindes am besten gefördert werden kann (siehe auch Bindungstheorie).

Andererseits kann eine frühe Betreuung durch professionelle, pädagogisch ausgebildete Fachkräfte vermeiden, dass sich Defizite der Primärsozialisation zu einer massiven Bildungsbenachteiligung verfestigen. Diese Aussage ist nicht im Sinne einer Schuldzuweisung an Eltern zu verstehen (Migranten als Eltern sind z.B. für ihre möglicherweise unvollkommenen deutschen Sprachkenntnisse nur bedingt verantwortlich zu machen).

[Bearbeiten] Einzelnachweise


[Bearbeiten] Literatur

  • Steve Biddulph: Wer erzieht Ihr Kind? München: Wilhelm Heyne, 2005. ISBN 3-453-67000-0
  • Anne Salle, Frankreich auf dem Weg zur Reprivatisierung der Kinderbetreuung?, 2006. [1]
  • Birgit Pfau-Effinger, Wandel der Geschlechterkultur und Geschlechterpolitiken in konservativen Wohlfahrtsstaaten – Deutschland, Österreich und Schweiz, 2005. [2]

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Deutschland

[Bearbeiten] Schweiz

Persönliche Werkzeuge
Buch erstellen