Kinderkreuzzug

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Der Kinderkreuzzug, romantisierende Illustration von Gustave Doré, 19. Jahrhundert

Der Kinderkreuzzug (lateinisch peregrinatio puerorum) war ein Ereignis, bei dem im Frühsommer des Jahres 1212 Tausende von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aus Deutschland und aus Frankreich unter der Leitung visionärer Knaben zu einem unbewaffneten Kreuzzug ins Heilige Land aufbrachen. Der Zug scheint sich bereits an den Ufern des italienischen Mittelmeers aufgelöst zu haben.

Begrifflichkeit: peregrinatio puerorum[Bearbeiten]

Der Name Kinderkreuzzug ist eine Übersetzung des in den Quellen oft verwendeten Begriffes peregrinatio puerorum. Sowohl peregrinatio (Kreuzzug) wie auch puer (Kind) lassen jedoch mehrere Deutungsmöglichkeiten zu.

Die für ihre Zeit (12. Jahrhundert) charakteristische Darstellung der Hirten während der Geburt Jesu am Westportal der Kathedrale von Chartres. Zur selben Zeit soll der Hirte Stefan in Cloyes seine Vision erhalten haben.

puer[Bearbeiten]

Die Teilnehmer des Kinderkreuzzugs waren nicht, wie der Name impliziert, ausschließlich Kinder, sondern zu einem großen Teil Jugendliche und andere Gruppen von Erwachsenen.[1] Es handelte sich bei ihnen überwiegend um Angehörige niederer sozialer Schichten.

Eventuell beruht die Vorstellung eines Kinderkreuzzuges auf einem sprachlichen Missverständnis. Das lateinische Wort „puer“ muss nicht nur „Kind“ oder „Knabe“ bedeuten, sondern auch „Knecht“. Damit waren vor allem jüngste Kinder von Bauernfamilien bezeichnet, die oft höchstens eine Arbeit als Hirten oder Taglöhner fanden und so eine arme ländliche Unterschicht bildeten.[2][3] Diese Interpretation des Namens ist von mehreren neueren Forschungen zum Teil bestätigt worden.[4][5][6][7]

Andere Forscher weisen auf eine Bedeutungsverschiebung des Begriffes puer hin, die im 13. Jahrhundert eingesetzt hatte und in Beziehung zu der neuentstandenen freiwilligen Armutsbewegung steht.[8]

peregrinatio[Bearbeiten]

Weniger umstritten als der Begriff Kind ist die Bezeichnung Kreuzzug. Der Begriff Kreuzzug wird im Deutschen erst ab dem 17. Jahrhundert verwendet. In den Quellen zum Kinderkreuzzug werden die Begriffe peregrinatio (Pilgerfahrt), iter (Weg) und expeditio (Feldzug) verwendet. Diese Begriffe mit der Angabe des Zieles Jerusalem und dem Hinweis auf das Tragen des Kreuzzeichens (crucisignati) ist durchaus die gängige zeitgenössische Bezeichnung für Kreuzzug. Obwohl die Teilnehmer des Kinderkreuzzuges unbewaffnet waren und kein päpstlicher Kreuzzugsaufruf vorhergegangen war, wird die Bezeichnung Kreuzzug in der Forschung als zutreffend betrachtet.[9]

(Vergleiche auch den Deutungswandel des Begriffes peregrinatio von der ursprünglichen Bezeichnung einer Lebensform (Leben in der Fremde) zur Bezeichnung der christlichen Wallfahrt. Siehe Lemma Peregrinatio.)

Wenn in der Folge weiterhin von Kinderkreuzzug die Rede ist, muss dies immer in der erweiterten Bedeutung von „puer“ und „peregrinatio“ verstanden werden.

Quellenlage[Bearbeiten]

Selbstporträt des Chronisten Matthäus Paris (1200–1259) in seiner Chronica Majora

Die Quellenlage zu den Kinderkreuzzügen ist insofern dürftig, als kein einziger Augenzeugenbericht eines Teilnehmers erhalten geblieben ist. An die 50 zeitgenössische Quellen, vornehmlich Einträge in Kloster-Annalen, sind zu finden. Gemäß Peter Raedts können von diesen allerdings nur die 20 als relevant betrachtet werden, die vor 1220 entstanden sind.[5][10] Die Autoren der Quellen, die zwischen 1220 und 1250 entstanden sind, können immerhin noch als Zeitgenossen betrachtet werden. Die Quellen, die nach 1250 entstanden sind, stammen jedoch vorwiegend aus zweiter oder dritter Hand.[11]

Manche Historiker nahmen an, dass die Pastorellen-, die Flagellantenbewegung und die Kinderwallfahrten nach Mont-Saint-Michel mit dem Kinderkreuzzug in Verbindung stehen; aufgrund anderer Entstehungsbedingungen und abweichender Jahreszahlen gelten diese Zusammenhänge aber als wenig plausibel, auch weil diese Bewegungen nie die Befreiung Jerusalems zum Ziel hatten.[12]

Die Sage vom Rattenfänger von Hameln gehört in den Kontext der Ostkolonisation und hat vermutlich mit dem Kinderkreuzzug nichts zu tun (vgl. Interpretation der Rattenfängersage).

Die Sagen- und Legendenbildung zum Kinderkreuzzug hat schon sehr früh eingesetzt. In dieser Hinsicht sind vor allem drei Chronisten aus dem dreizehnten Jahrhundert von Bedeutung. Es handelt sich um Alberich von Trois-Fontaines,[13] Matthäus Paris[14] und Vinzenz von Beauvais.[15] Ihre Berichte zum Kinderkreuzzug sind sehr mythenumwoben und wurden in der späteren Historiographie stark rezipiert. Da sie als "Zeitzeugen" gelten, wurden ihre Einträge bis weit ins 19. Jahrhundert als glaubwürdig betrachtet und oft unbesehen kopiert.[16]

Anhand der als glaubwürdig eingestuften Quellen kann die Chronologie und der Weg des Kinderkreuzzuges annähernd rekonstruiert werden. Gleichzeitig deutet das Fehlen von Quellen auf unplausible Interpretationen hin. So wurde für den französischen Zug, der laut Alberich von Trois-Fontaines von der Île-de-France nach Marseille geführt hatte, südlich der Loire kein einziger Chronikeintrag gefunden.[5][17][18]

Kontext[Bearbeiten]

Saladin erobert das Wahre Kreuz. Darstellung in der Chronica majora von Matthäus Paris, 13. Jahrhundert.
Krise der Kreuzzugsbewegung

Im Jahr 1187 erlitten die Kreuzfahrer bei der Schlacht von Hattin eine massive Niederlage. Saladin eroberte das Königreich Jerusalem zurück und es gelang ihm, das Wahre Kreuz Christi zu erbeuten. Im darauf folgenden Dritten Kreuzzug (1189–1192) wurde zwar die Stadt Akkon zurückerobert, eine Rückgewinnung Jerusalems war jedoch misslungen. Der Vierte Kreuzzug von 1204 wurde zu einem völligen Misserfolg, da er nach dem christlichen Konstantinopel umgeleitet wurde und mit der Eroberung und Plünderung der Stadt endete. In dieser Krise des Kreuzzuges entstand im Norden Frankreichs eine Bewegung der freiwilligen Armut. Prediger wie Petrus von Blois, Alain de Lille, Fulko von Neuilly und andere vertraten die Ansicht, dass nur eine Bewegung von Unschuldigen und Armen fähig sein werde, das Grab Christi zurückzuerobern.[5]

Kreuzzug gegen die Albigenser

In der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts war die Laienbewegung der Katharer entstanden, die besonders in Okzitanien (Südfrankreich) große Verbreitung fand. Als alle Gegenmaßnahmen der Kirche gegen die Ketzer wenig fruchteten, rief der Papst Innozenz III. 1208 nach der Ermordung von Pierre de Castelnau zum Kreuzzug gegen die Albigenser auf. Eine große Anzahl adliger und nichtadliger Leute aus dem Gebiet der Île-de-France folgte dem Aufruf und schloss sich unter dem Bischof von Chartres 1210 dem Kreuzzugsheer an.

Schlacht bei Las Navas de Tolosa

1211 überquerte ein Almohaden-Heer unter Sultan Muhammad an-Nasir die Straße von Gibraltar und eroberte christliche Gebiete Spaniens zurück, so unter anderem die Ordensburg des Ordens von Calatrava in Salvatierra (eine mittelalterliche Burg in der Provinz Ciudad Real in Spanien, um 1199–1211 Sitz des Ordens). Daraufhin rief der Papst Innozenz III. zu einem Kreuzzug auf. Gleichzeitig forderte der Papst die ganze Christenheit auf, in Prozessionen für den Sieg gegen die inimicos Christianitatis (Feinde der Christenheit) zu beten. Das Unternehmen endete schließlich am 16. Juli 1212 mit dem Sieg der Christen über die Muslime in der Schlacht bei Las Navas de Tolosa.[19]

Entstehung: Stefan von Cloyes[Bearbeiten]

Kathedrale von Chartres. Bauzeit von 1194 bis 1260.

Als in der Oktave nach Pfingsten 1212 der Papst Innozenz III. auch Prozessionen im Raume von Chartres angeordnet hatte, schienen einige dieser Prozessionen sich der Kontrolle des Klerus entzogen und verselbstständigt zu haben. Mit Fahnen, Kreuzen, Kerzen und Weihrauchfässern seien diese Prozessionen durch verschiedene Städte des Pariser Beckens gezogen und hätten gesungen: Domine deus, exalta Christianitatem et redde nobis veram crucem (Herr Gott, erhöhe das Christentum und gib uns das wahre Kreuz zurück).[20] Ein Chronist aus Laon berichtet, dass fast gleichzeitig ein junger Hirte, namens Stefan in Cloyes, einem Dorf in der Nähe von Vendôme, aufgetreten sei, der behauptet habe, Jesus sei ihm in der Gestalt eines armen Pilgers erschienen und habe ihm einen Brief für den französischen König gegeben. Von ganz Frankreich seien ihm Anhänger zugeströmt. Die Schar, die bis auf 30.000 Personen angewachsen war, sei Stefan nach St. Denis gefolgt, wo dieser etliche Wunder gewirkt habe und als Anführer anerkannt wurde. Doch der König Philippe Auguste habe die Bewegung aufgelöst, nachdem er die Magister von Paris befragt habe. Stefan von Cloyes habe ihm gehorcht und die große Menge habe sich zerstreut.[21]

Das ist die letzte Nachricht von Stefan von Cloyes. Doch nicht alle Teilnehmer scheinen nach Hause gegangen zu sein. Ende Juni, Anfang Juli 1212 ist eine Gruppe von pueri in Rocourt nahe bei Saint-Quentin anzutreffen. Sie waren dort an sozialen Unruhen beteiligt oder waren sogar deren Auslöser (occasione puerorum). Es ging in dieser Auseinandersetzung zwischen dem Klerus und den Laien offenbar um die Verteilung der Almosen.[22] Danach verlieren sich die Spuren der pueri. Möglicherweise sind sie weitergezogen nach Liège. Darauf deutet der Eintrag von Renier von Lüttich, vermutlich ein Zeitgenosse, in den Annalen seines Klosters. Er erwähnt eine erstaunliche Bewegung von pueri aus Frankreich und Deutschland (de Romano quam Teutonico regno), in der Mehrheit Schäfer, die die Absicht zeigten, das Meer zu überqueren, um das zu erreichen, was den Mächtigen und Königen nicht gelungen war, nämlich das Heilige Grab zurückzugewinnen.[23] Renier fixiert das Ereignis auf Anfang Juli 1212. Von Liège zogen die jungen Kreuzfahrer weiter, vermutlich über Aachen, nach Köln, wo sie sich mit dem deutschen Zug vereinigten.

Deutscher Zug: Nikolaus von Köln[Bearbeiten]

Der Kölner Hildebold-Dom (bis 1248). Nachzeichnung aus dem Hillinus-Codex (11. Jahrhundert).

Zwischen Ostern und dem Weißen Sonntag des Jahres 1212 sammelten sich in den Rheinlanden und in Niederlothringen Scharen von „pueri“, um sich auf den Weg nach Jerusalem zu begeben. Aus den Quellen ist kein äußerer Anlass ersichtlich. In einigen Quellen wird ein gewisser Nikolaus, ein Junge aus Köln, als Anführer genannt. Diesem sei ein Engel erschienen, der ihn aufgefordert habe, das heilige Grab von den Sarazenen zu befreien. Gott werde den Zug unterstützen und das Meer teilen, so dass sie wie die Israeliten trockenen Fußes in das Heilige Land gelangen würden.[24] Die Chronik von Trier berichtet, dass Nikolaus ein Kreuzzeichen in der Form eines Tau als Zeichen seiner Auserwählung auf sich getragen habe.[25]

Anhand der Einträge in verschiedenen Chroniken kann der Zug ungefähr rekonstruiert werden. Von Köln zog die Gruppe über Trier nach Speyer und von da weiter Richtung Süden. Die Reise wird ziemlich erschöpfend gewesen sein. Eine Chronik aus Köln berichtet, dass bereits vor der Überquerung der Alpen viele der Teilnehmer vor Hunger und Durst gestorben seien.[26] Wo genau die Alpen überquert worden sind, ist aus den Quellen schwer ersichtlich. Die Häufung von Einträgen in bayerischen und österreichischen Chroniken lässt die Vermutung zu, dass der Zug über den Brenner in die Lombardei gelangte.[5]

Über Cremona und Piacenza kamen die Kreuzzugsteilnehmer schließlich am 25. August in Genua an. Der Stadtchronist von Genua vermerkte, dass an die 7.000 Männer, Frauen und Kinder („pueros et puellas“) in die Stadt gelangt seien. Einige hätten die Stadt bereits anderntags verlassen, offensichtlich enttäuscht darüber, dass das Wunder der Meeresteilung ausgeblieben war.[27]

Nach dem „Debakel von Genua“[5] scheint sich der Zug aufgeteilt zu haben. Ein Teil zog weiter nach Marseille, ein anderer Teil zog Richtung Rom. Dort sollen sie gemäß den Annalen von Marbach Papst Innozenz III. aufgesucht haben, damit sie von dem Kreuzzugsgelübde entbunden würden.[28] Eine größere Gruppe soll versucht haben, in Pisa und Brindisi Schiffe nach Palästina zu besteigen. Die wenigen, denen dies gelang, seien schließlich als Sklaven an die Sarazenen verkauft worden.[24]

Keiner der Kreuzzugsteilnehmer scheint das Heilige Land je erreicht zu haben. Einige sind wohl in Italien geblieben, wo sie sich als Knechte und Mägde verdingten. Alle Quellen sind sich einig, dass von den Tausenden, die die Alpen überquert hatten, nur wenige den Weg zurückfanden. Auf dem Heimweg wurden sie nicht selten hämisch empfangen. Der Marbacher Annalist vermerkt nicht ohne Hohn, dass diejenigen, die auf der Hinfahrt singend in Scharen gegen Süden gezogen seien, nun kleinlaut, barfüßig, hungrig und von allen verlacht nach Hause gekommen seien.[29]

Französischer Zug nach Alberich von Trois-Fontaines[Bearbeiten]

Der Kreuzzug der Kinder, Phantasie-Darstellung von J. Kirchhoff, 1843.

Von Alberich, einem Mönch aus dem Kloster Trois-Fontaines, stammt eine Erzählung über den Kinderkreuzzug, die wegen fehlender Vergleichsquellen von den meisten Forschern heute als unplausibel bezeichnet, aber teilweise immer noch kolportiert wird.[30] Die Erzählung, die neben Mythen auch viel Geschichtliches enthält, fand große Verbreitung und ist Grundlage für den sog. „französischen Zug“.[13]

Nach Alberich zog der Kreuzzug der kleinen Kinder (expeditio infantium) von Vendôme nach Paris. Als sie zu 30'000 zusammen waren, zogen sie nach Marseille, um das Meer zu überqueren und gegen die Sarazenen zu kämpfen. Die Kinder seien von zwei schlechtgesinnten Kaufleuten und Kapitänen, Hugo Ferreus („der Eiserne“) und Wilhelm Porcus („das Schwein“), auf sieben große Schiffe gelockt worden. Nach zwei Tagen seien sie in einen Sturm geraten und zwei der Schiffe seien vor Sardinien gesunken. Papst Gregor IX. (1227–1241) hätte später diesen Kindern zu Ehren eine Kirche der Neuen Unschuldigen auf der Insel San Pietro gestiftet. Die restlichen fünf Schiffe seien nach Bejaia und Alexandria weitergefahren, wo die Kinder den Sarazenen als Sklaven verkauft worden seien. Unter diesen Sklaven hätten sich auch vierhundert Kleriker befunden. Nicht genug, noch im selben Jahr seien die Kinder weiter nach Bagdad verkauft worden, wo achtzehn von ihnen als Märtyrer gestorben seien. Achtzehn Jahre nach dem Kinderkreuzzug (1230) hätten sich immer noch siebenhundert Kinder, jetzt im Mannesalter, als Sklaven in Alexandria befunden.

Literatur[Bearbeiten]

Wissenschaftliche Literatur[Bearbeiten]

  • Gary Dickson: The Children's Crusade. Medieval history, modern mythistory. Palgrave Macmillan, Basingstoke u. a. 2008, ISBN 978-1-4039-9989-4.
  • Michael Menzel: Die Kinderkreuzzüge in geistes- und sozialgeschichtlicher Sicht. In: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 55, 1999, ISSN 0012-1223, S. 117–156.
  • Franco Cardini: La crociata dei fanciulli. Giunti, Florenz 1999, ISBN 88-09-21770-5.
  • Gary Dickson: La Genese de la Croisade des Enfants (1212). In: Bibliothèque de l'Ecole des Chartes. Revue d'Érudition 153, Nr. I, 1995, ISSN 0373-6237, S. 53–103.
  • Corinna Roeder: Der Kinderkreuzzug von 1212 in Deutschland in der Sicht der Zeitgenossen. In: Geschichte in Köln 34, 1993, ISSN 0720-3659, S. 5–44.
  • Ulrich Gäbler: Der „Kinderkreuzzug“ vom Jahre 1212. In: Schweizerische Zeitschrift für Geschichte Nr. 28, 1978, ISSN 0036-7834, S. 1–14 (Digitalisat).
  • Peter Raedts: The Children's Crusade of 1212. In: Journal of Medieval History 3, 1977, ISSN 0304-4181, S. 279–324.
  • G. Miccoli: La Crociata dei Fanciulli del 1212. In: Studi Medievali 3. Ser., 2, 1961, ISSN 0391-8467, S. 407–443.
  • George Zabriskie Gray: The Children's Crusade. An episode of the thirteenth century. Hurd and Houghton, New York NY 1872 (Digitalisat).
  • Reinhold Röhricht: Der Kinderkreuzzug 1212. In: Historische Zeitschrift 36, 1876, ISSN 0018-2613, S. 1–8.
  • Klaus Arnold: Kinderkreuzzug. In: Lexikon des Mittelalters. Band 5. 1991, S. 1150–1151.
  • Jonathan Riley-Smith: Kreuzzüge. In: Theologische Realenzyklopädie (TRE). Band 20, 1990 (S. 1–10, zum Kinderkreuzzug; S. 2, 13–15 zum allgemeinen Hintergrund große Teile des Artikels).
  • Gabriela Signori: Das 13. Jahrhundert: eine Einführung in die Geschichte des spätmittelalterlichen Europas. W. Kohlhammer Verlag, Stuttgart 2007, ISBN 3-17-019096-2

Belletristik[Bearbeiten]

Film[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „…multa milia puerorum a 6 annis et supra usque ad virilem etatem,…“ in: Chronica Regia Coloniensis continuatio IIa in: Georg Waitz (Hrsg.): Scriptores rerum Germanicarum in usum scholarum separatim editi 18: Chronica regia Coloniensis (Annales maximi Colonienses). Hannover 1880, S. 171–196 (Monumenta Germaniae Historica, Digitalisat). Auf Deutsch: …viele Tausend Kinder, im Alter von sechs Jahren bis zum Mannesalter…
  2. Vgl. Georges Duby: Les pauvres des campagnes dans l’occident médiéval jusqu'au XIIIe siècle. In: Revue d’histoire de l’eglise de France, 1968 S. 23-32.
  3. Philippe Ariès: Geschichte der Kindheit, München 1975.
  4. Miccoli (1961)
  5. a b c d e f Raedts (1977)
  6. Roeder (1993)
  7. Dickson (1995)
  8. Vgl. Menzel (1999), S. 154f.
  9. Vgl. Raedts (1977), besonders den Abschnitt The "Crusade", S. 300–310.
  10. Ulrich Gäbler will die Zahl der zuverlässigen Quellen sogar auf fünf beschränkt sehen. Gäbler (1978)
  11. Die ausführlichste Darlegung der Quellenlage bei Peter Raedts (1977).
  12. Vgl. Menzel (1999), S. 149f.
  13. a b Albrici monachi Trium-Fontium Chronicon, ed. P. Scheffer-Boichorst. In: Georg Heinrich Pertz u. a. (Hrsg.): Scriptores (in Folio) 23: Chronica aevi Suevici. Hannover 1874, S. 631–950 (Monumenta Germaniae Historica, Digitalisat)
  14. Matthaei Parisiensis Chronica Majora, ed. H.R. Luard 1874. RS London.
  15. Vincentii Bellovacensis Speculum Historiale. Douai 1624, repr. Graz 1964–5.
  16. Vgl. dazu Dickson (2008), besonders das Kapitel Mythistory: The Shape of a Story, S. 131–157.
  17. Munro (1913)
  18. Dickson (2008)
  19. Zum Kontext vgl. Dickson (2008), besonders das Kapitel Birthpangs of the Children's Crusade, S. 36–58.
  20. Auctarium Mortui Maris, ed. L. Bethmann. In: Georg Heinrich Pertz u. a. (Hrsg.): Scriptores (in Folio) 6: Chronica et annales aevi Salici. Hannover 1844, S. 463–469 (Monumenta Germaniae Historica, Digitalisat).
  21. Chronicon universale anonymi Laudunensis, ed. A. Cartellieri und W. Stechele, in: Georg Waitz (Hrsg.): Scriptores (in Folio) 26: Ex rerum Francogallicarum scriptoribus. Ex historiis auctorum Flandrensium Francogallica lingua scriptis. Hannover 1882, S. 442–443 (Monumenta Germaniae Historica, Digitalisat)
  22. Vgl. Dickson (2008), Abschnitt Violence at Saint-Quentin, S. 77–82.
  23. Erat autem eorum intentio mare se velle transire, et quod potentes et reges non fecerant, sepulcrum Christi recuperare. Reineri Annales S. Jacobi Leodiensis, ed. G. H. Pertz. In: Georg Heinrich Pertz u. a. (Hrsg.): Scriptores (in Folio) 16: Annales aevi Suevici. Hannover 1859, S. 632–83 (Monumenta Germaniae Historica, Digitalisat)
  24. a b Chronicon Ebersheimense, ed. L. Weiland. In: Georg Heinrich Pertz u. a. (Hrsg.): Scriptores (in Folio) 23: Chronica aevi Suevici. Hannover 1874, S. 427–53 (Monumenta Germaniae Historica, Digitalisat)
  25. Gestorum Treverorum continuatio IVa. In: Georg Waitz u. a. (Hrsg.): Scriptores (in Folio) 24: Annales aevi Suevici (Supplementa tomorum XVI et XVII) Gesta saec. XII. XIII. (Supplementa tomorum XX-XXIII). Hannover 1879, S. 368–399 (Monumenta Germaniae Historica, Digitalisat)
  26. Chronica Regia Coloniensis continuatio IIIa. In: Georg Waitz (Hrsg.): Scriptores rerum Germanicarum in usum scholarum separatim editi 18: Chronica regia Coloniensis (Annales maximi Colonienses). Hannover 1880, S. 199–256 (Monumenta Germaniae Historica, Digitalisat)
  27. Annales Ianuenses, ed. K. Pertz. In: Georg Heinrich Pertz u. a. (Hrsg.): Scriptores (in Folio) 18: Annales aevi Suevici. Hannover 1863, S. 1–356 (Monumenta Germaniae Historica, Digitalisat)
  28. Annales Marbacenses, ed. H. Bloch. In: Hermann Bloch (Hrsg.): Scriptores rerum Germanicarum in usum scholarum separatim editi 9: Annales Marbacenses qui dicuntur Anhang: Annales Alsatici breviores. Hannover 1907, S. 1–103 (Monumenta Germaniae Historica, Digitalisat)
  29. zitiert bei Roeder (1993), S. 30.
  30. Siehe etwa: Gabriela Signori: Das 13. Jahrhundert (2007), S. 40f.