Kinel

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Kinel (Begriffsklärung) aufgeführt.
Stadt
Kinel
Кинель
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Wolga
Oblast Samara
Stadtkreis Kinel
Bürgermeister Juri Saweljew
Gegründet 1837
Stadt seit 16. März 1944
Fläche 37 km²
Bevölkerung 34.491 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 932 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 40 m
Zeitzone UTC+4
Telefonvorwahl (+7) 84663
Postleitzahl 446430–446436
Kfz-Kennzeichen 63, 163
OKATO 36 408
Website www.kinelgorod.ru
Geographische Lage
Koordinaten 53° 14′ N, 50° 37′ O53.23333333333350.61666666666740Koordinaten: 53° 14′ 0″ N, 50° 37′ 0″ O
Kinel (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Kinel (Oblast Samara)
Red pog.svg
Lage in der Oblast Samara
Liste der Städte in Russland

Kinel (russisch Кинель) ist eine Stadt in der Oblast Samara (Russland) mit 34.491 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geografie[Bearbeiten]

Die Stadt liegt etwa 40 km östlich der Oblasthauptstadt Samara bei der Mündung des Großen Kinel (Bolschoi Kinel) in die Samara, einen linken Nebenfluss der Wolga.

Kinel ist der Oblast administrativ direkt unterstellt und zugleich Verwaltungszentrum des gleichnamigen Rajons. Von der Stadt werden die Siedlungen städtischen Typs Alexejewka (9.923 Einwohner) und Ust-Kinelski (10.033 Einwohner) verwaltet, sodass die Gesamteinwohnerzahl der administrativen Einheit Stadt Kinel 50.886 beträgt (Berechnung 2009).

Die Stadt liegt am südlichen Zweig der Transsibirischen Eisenbahn Moskau–Samara–TscheljabinskOmsk (Streckenkilometer 1139 ab Moskau), von der hier die Strecke Richtung OrenburgTaschkent abzweigt. In Kinel befindet sich auch der östliche Endpunkt der 1970 eröffneten Güterumgehungsstrecke um Samara.

Geschichte[Bearbeiten]

In der Nähe der heutigen Stadt wurde 1837 ein erstes Dorf gegründet. 1877 wurde die Eisenbahnstrecke Samara–Orenburg hier entlanggeführt; eine Stationssiedlung entstand, benannt nach dem unweit in die Samara mündenden Fluss. 1892 wurde Kinel als Ausgangspunkt einer Strecke zunächst bis Slatoust (Samara-Slatouster Eisenbahn) gewählt, die wenig später bis Tscheljabinsk verlängert wurde und die Grundlage für die ursprüngliche Streckenführung der Transsibirischen Eisenbahn bildete.

Stationssiedlung und umliegende Dörfer verschmolzen allmählich miteinander; am 30. Januar 1930 erhielt Kinel den Status einer Siedlung städtischen Typs und am 16. März 1944 das Stadtrecht.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1897 1.700
1939 17.034
1959 32.447
1970 39.373
1979 42.051
1989 33.412
2002 34.385
2010 34.491

Anmerkung: Volkszählungsdaten (1897 gerundet)

Kultur, Bildung und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der zur Stadt gehörenden Siedlung Ust-Kinelski befindet sich die 1903 gegründete Staatliche Samaraer Landwirtschaftsakademie (Hochschule und Forschungsinstitut).

Wirtschaft[Bearbeiten]

Kinel ist ein bedeutender Eisenbahnknotenpunkt (Depot, Werkstätten usw.). Daneben gibt es Betriebe der Textil-, Möbel-, Baumaterialien- und Lebensmittelindustrie. Kinel ist Zentrum eines Landwirtschaftsgebietes.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kinel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien