King of Devil’s Island

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Filmdaten
Deutscher Titel King of Devil's Island
Der König von Bastøy
Originaltitel Kongen av Bastøy
Produktionsland Norwegen, Frankreich, Schweden, Polen
Originalsprache Norwegisch
Erscheinungsjahr 2010
Länge 116 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Marius Holst
Drehbuch Dennis Magnusson
Eric Schmid
Produktion Karin Julsrud
Musik Johan Söderqvist
Kamera John Andreas Andersen
Schnitt Michal Leszczylowski
Besetzung

King of Devil's Island (Alternativ: Der König von Bastøy, Originaltitel: Kongen av Bastøy) ist ein norwegischer Spielfilm von Marius Holst aus dem Jahre 2010. Der Film feierte in Norwegen seine Premiere. Die Geschichte des Films basiert auf den wahren Begebenheiten der Haftanstalt Bastøy in Norwegen.

Handlung[Bearbeiten]

Im Jahr 1915 lebt auf der Gefängnisinsel Bastøy im Oslofjord eine Gruppe straffälliger Jungen unter dem strengen Regime des Anstaltsleiters Hakon. Die inhumanen Umstände, unter denen sie hier heranwachsen, prägen die Jungen, machen sie hart. Zugleich schweißt das eintönige Leben auf Bastøy die Heranwachsenden zusammen – sie werden zu einer verschworenen Einheit. Eines Tages werden die beiden Jugendlichen Erling „C19“ und Ivar „C5“ auf die norwegische Insel Bastøy gebracht. Erling, der wegen Mordes verurteilt wurde, beugt sich dem brutalen Regime nicht. Er fällt mehrmals durch Auflehnung gegen die Willkür der Bewacher und durch einen gescheiterten Fluchtversuch auf. Er wird dafür unter anderem mit Schlägen, Schlafentzug und Isolationshaft bestraft. Erling freundet sich mit Olav an, der schon seit einigen Jahren in der Besserungsanstalt ist und sich zum Blockleiter hoch gearbeitet hat. Olav steht kurz vor seiner Entlassung. Da Ivar für die Arbeiten im Wald oder auf dem Acker nicht körperlich stark genug ist, soll er in der Wäscherei aushelfen, wo er der Aufsicht von „Hausvater“ Bråthen unterstellt ist. Es stellt sich heraus, dass der „Hausvater“ Bråthen sich an Ivar vergreift und ihn sexuell missbraucht. Olav berichtet dem Direktor davon. Nachdem Ivar am Strand Selbstmord begeht, entsteht eine Revolte. Der Direktor vertuscht diesen Vorfall und stellt es so dar, als ob Ivar von den anderen Insassen gemobbt wurde. Zunächst scheint es, dass Bråthen gezwungenermaßen die Insel verlassen muss. Doch nach einiger Zeit arbeitet er wieder als Hausvater. Die Insassen zetteln eine blutige Revolte an, die das gesamte Personal die Flucht ergreifen lässt. Während der Direktor verschont wird, wird der Hausvater Bråthen von den Jugendlichen körperlich schwer verletzt. Als das Militär zur Insel kommt, um die Revolte in den Griff zu bekommen, versuchen Erling und Olav, über das gefrorene Eis zum Festland zu flüchten. Dabei bricht Erling ins Eis ein und stirbt. Olav gelingt die Flucht, er fährt zur See.

Kritik[Bearbeiten]

„Das norwegische Drama ist ein Plädoyer für Freundschaft und das Recht auf Widerstand. Inszenatorisch verstärkt wird der Kampf durch die kraftvollen Bilder der norwegischen Winterlandschaft“, schreibt Stefan Huhn bei filmreporter.de.[1]

„Ein Blick zurück in eine düstere Zeit. Der Film liefert kaum Hinweise auf das Vorleben und die Taten der Jugendlichen, sondern beschreibt den Ist-Zustand. Die dichte Inszenierung wird von exzellenten Darstellern getragen und meidet die Klischees des Gefängnisfilms.“

Lexikon des Internationalen Films[2]

„Holst hat eine bewährte Geschichte auf bewährte Weise fürs breite Publikum inszeniert. Nimmt man diese nicht besonders hohen Ansprüche, die der Regisseur damit an sich selbst stellt, ist ihm durchaus ein schöner, in sich stimmiger Film gelungen: ein Coming-of-Age-Melodram vor historischem Setting, mit großen Emotionen und einem kämpferischen Aufruf zur Zivilcourage.“

critic.de – die Filmseite[3]

Preise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.filmreporter.de/kino/45330;King-of-Devils-Island
  2. King of Devil’s Island im Lexikon des Internationalen Films
  3. Michael Kienzl: King of Devil's Island. critic.de - die Filmseite, 16. November 2011, abgerufen am 25. Februar 2013.