Bahnstrecke Gårdsjö–Håkantorp

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Kinnekullebanan)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Gårdsjö–Håkantorp
Gårdsjö–Mariestad[1]
Mariestad–Forshem[2]
Forshem–Lidköping[3]
Lidköping–Håkantorp[4]
Strecke nördlich von Lyrestad
Strecke nördlich von Lyrestad
Kursbuchstrecke: [1] (PDF; 536 kB) 63
Streckennummer: 75
Streckenlänge: 121 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Höchstgeschwindigkeit: 70[5] km/h
Strecke – geradeaus
Västra stambanan von Hallsberg
Bahnhof, Station
0,000 Gårdsjö
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
Västra stambanan nach Herrljunga
   
3,600 Nockerud
Bahnhof, Station
8,730 Hova
   
12,092 Fagerlid
   
Bahnstrecke Torved–Gullspång von Gullspång
Haltepunkt, Haltestelle
16,845 Torved (früher Bhf.)
Bahnhof, Station
21,024 Lyrestad
   
Göta-Kanal
   
27,70 Tjos
Haltepunkt, Haltestelle
30,640 Hasslerör (früher Bhf.)
   
33,30 Hassle-Säby
   
Mariestad hamnspåret[6]
BSicon .svgBSicon BHF.svgBSicon .svg
39,045 Mariestad (1874)
BSicon .svgBSicon ABZlf.svgBSicon STRlg.svg
BSicon .svgBSicon STR.svgBSicon xABZrf.svg
Katrinefors Pappersbruk
BSicon .svgBSicon STR.svgBSicon exSTRlf.svg
Mariestad–Moholms Järnväg nach (1874) Moholm
   
42,5 Leksberg
   
47,7 Prästkvarn (1892)
Haltepunkt, Haltestelle
50,252 Lugnås (ehem. Bahnhof)[7]
   
52,051 Svaneberg
Haltepunkt, Haltestelle
56,250 Äskekärr (ehem. Bahnhof)[7]
   
57,4 Kvarntorp
Haltepunkt, Haltestelle
59,400 Österäng (ehem. Bahnhof)[7]
Bahnhof, Station
63,774 Forshem[7]
   
Bahnstrecke Mariestad–Gössäter nach Gössäter
   
nach Hönsäters hamn
   
Bahnstrecke Skara–Hönsäters hamn[8] nach Gössäter
Haltepunkt, Haltestelle
67,510 Hällekis (ehem. Bahnhof)[7]
   
70,1 Hällekis egendom
Haltepunkt, Haltestelle
71,620 Råbäck (ehem. Bahnhof)[7]
Haltepunkt, Haltestelle
74,087 Trolmen
   
75,6 Hjälmsäter
Haltepunkt, Haltestelle
80,399 Blomberg (ehem. Bahnhof)[7]
   
Anst. Järneklev
   
Bahnstrecke Källby–Kinne-Kleva von Kinne-Kleva
Haltepunkt, Haltestelle
83,974 Källby (ehem. Bahnhof)[7]
   
86,4 Svanvik
   
87,1 Truve
Haltepunkt, Haltestelle
88,000 Filsbäck
   
Lidköping-Skara-Stenstorps Järnväg von Skara
Bahnhof, Station
27,9 Lidköping
Brücke über Wasserlauf (mittel)
Lidan
   
Lidköpings hamnbana
   
93,7 Lidköping V (1877–1893)
   
Bahnstrecke Lidköping–Tun nach Tun
Haltepunkt, Haltestelle
94,160 Framnäs city (seit 1993)
   
94,751 Lidköping-Esplanaden (bis 1993)
   
97,0 Tomtehagen
   
98,044 Risa
   
99,7 Axtorp
Haltepunkt, Haltestelle
103,790 Lovene (ehem. Bahnhof)[7]
   
104,8 Russelbacka
   
108,9 Bryne
Haltepunkt, Haltestelle
111,937 Järpås (Hjerpås, ehem. Bahnhof)[7]
   
113,9 Järpås-Akron[9] (bis 2007)
   
115,310 Smedtofta
Haltepunkt, Haltestelle
118,435 Stora Levene (Håkantorps anhalt, ehem. Bahnhof)[7][10]
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
Älvsborgsbanan[11] von Uddevalla
Bahnhof, Station
121,021 Håkantorp
   
Bahnstrecke Tumleberg–Håkantorp nach Tumleberg
Strecke – geradeaus
Älvsborgsbanan nach Vara

Die Bahnstrecke Gårdsjö–Håkantorp ist eine eingleisige, 121 Kilometer lange, heute normalspurige, nicht elektrifizierte Eisenbahnstrecke in Västra Götalands län in Schweden. Sie führt von Gårdsjö nach Håkantorp. Die Strecke ist nach dem Tafelberg Kinnekulle, der an der Strecke liegt, benannt.

Seit der Namensgebung durch Banverket im Jahre 1990 wird die Strecke als Kinnekullebanan bezeichnet. Dies ist ein Kunstbegriff, der erst lange nach dem Bau der einzelnen Streckenteile unter anderen Bezeichnungen geprägt wurde. Heute wird die Strecke von Regionalzügen, dem Kinnekulletåget, befahren, die zwischen Hallsberg, 50 Kilometer nördlich von Gårdsjö, und Herrljunga, 27 Kilometer südlich von Håkantorp, verkehren.

Geschichte[Bearbeiten]

Als die Västra stambana (westliche Stammbahn) von Stockholm nach Göteborg gebaut wurde, entstand in Skaraborgs län ein dichtes Netz von Schmalspurbahnen mit der Spurweite 891 mm, die Städte wie Mariestad, Skara und Lidköping mit der Hauptstrecke verbanden und Verbindungen untereinander schufen. Um 1900 entstanden Västergötland–Göteborgs järnvägsaktiebolag (VGJ) und Lidköpings järnvägar (LJ).

VGJ wurde gegründet, um die schmalspurigen Netze in Västergötland und Göteborgs och Bohus län zu verbinden, um das gesamte Netz aufzuwerten und das Hinterland der Stadt Göteborg zu erschließen. Die Gesellschaft baute einige Eisenbahnstrecken selbst und verband zahlreiche schmalspurige Inselnetze durch Anmietung oder Kauf.

LJ war ein Konsortium, das für die gemeinsame Verwaltung von Eisenbahngesellschaften in Skaraborgs län, die ganz oder teilweise im Besitz der Stadt Lidköping waren, gegründet wurde.

VGJ und die durch LJ verwalteten selbstständigen Gesellschaften wurde 1948 im Rahmen der allgemeinen Eisenbahnverstaatlichung von Statens Järnvägar (SJ) übernommen. Große Teile des Schmalspurnetzes wurden stillgelegt. Die Strecken, die heute die Kinnekullebana bilden, wurden in den 1950er und 1960er Jahren auf Normalspur umgebaut.

Die historischen Streckenteile für die jetzt Kinnekullebanan genannte Bahnstrecke Gårdsjö–Håkantorp waren:

Details über die Verstaatlichung der einzelnen Bahngesellschaften sowie den Umbau auf Normalspur sind in den Streckenartikeln zu finden.

Streckenbeschreibung[Bearbeiten]

Die Strecke zweigt bei Gårsdsjö von der Västra stambana nach Westen ab. Sie führt durch die Wälder Tivedens bis Hova, kreuzt bei Lyrestad den Götakanal und erreicht kurz vor Mariestad den Vänern. Zwischen Mariestad und Lidköping folgt die Bahn dem Ufer des Sees, wobei die Strecke von Hällekis bis Källby am Fuß des Tafelbergs Kinnekulle verläuft. Diese Strecke gilt als der landschaftlich schönste Teil der Bahnstrecke. Entlang der Bucht des Kinneviken erreicht sie die Lidköping. Von dort verläuft die Strecke über die Västgötaebene bis Håkantorp, wo die Bahn an die Älvsborgsbana anschließt.

Betrieb[Bearbeiten]

Der Personenverkehr wird durch den regionalen Verkehrsverbund Västtrafik organisiert, der mit der Betriebsabwicklung von 2000 bis 2003 BK Tåg AB und ab 2003 bis zum 13. Juni 2009 Veolia Transport beauftragte, ehe zum 14. Juni 2009 bis zunächst 2016 Arriva Sverige die Leistungen übernahm[12][13]. Güterverkehr wird nur auf dem Abschnitt Hallsberg–Mariestad betrieben.

Seit 2005 wird der Personenverkehr mit Dieseltriebwagen der Typen Y31/Y32 durchgeführt. Nur noch bei einzelnen Zügen wird der Triebwagen Y1 eingesetzt.

Am Wochenende herrscht stark eingeschränkter Verkehr. Mehrere Züge fahren über Håkantorp weiter bis Herrljunga und Göteborg, ebenso über Gårdsjö nach Hallsberg und Örebro. Die Strecke hat keinen Taktverkehr, sondern ist nach Bedarf ausgerichtet. So verkehren in den Morgen- und Abendstunden die Züge entsprechend der Pendlerströme in die größeren Städte, vormittags und am frühen Nachmittag fahren zeitweise keine Züge.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mariestad–Torved–Gårdsjö. Bandel 424, SJ-distrikt 36 bs. In: banvakt.se. Abgerufen am 12. Oktober 2013 (schwedisch).
  2. Gössäter–Forshem–Mariestad. Bandel 423, SJ-distrikt 36 bs. In: banvakt.se. Abgerufen am 12. Oktober 2013 (schwedisch).
  3. Lidköping–Källby–Forshem. Bandel 429. In: banvakt.se. Abgerufen am 12. Oktober 2013 (schwedisch).
  4. Tumleberg–Håkantorp–Lidköping. Bandel 426, SJ-distrikt 36 bs. In: banvakt.se. Abgerufen am 12. Oktober 2013 (schwedisch).
  5. Bilaga 3.5 JNB 2014 STH och Mh per sträcka. Bandel 552 Kinnekullebanan får tillfälligt sänkt sth under 2014. www.trafikverket.se, 19. Dezember 2013, abgerufen am 29. Januar 2014 (xls, schwedisch).
  6. Stationskarten nach Stig Lundin
  7. a b c d e f g h i j k Stationsverzeichnis nach Dr. Koch, 1939
  8. Nordisk familjebok 1911 Kinnekulle-Lidköpings järnväg
  9. Järnvägshistoriskt Forum - Bahnhöfe und Haltestellen
  10. Alte Ansichtskarte des Bahnhofes
  11. Gamla Järnvägshistoriskt Forum - Bahnhofsbeschreibung (schwed.)
  12. Arriva Tåg på nya spår (schwedisch, pdf) Abgerufen am 13. Januar 2013.
  13. Banguide: Kinnekullebanan Gårdsjö-Mariestad-Lidköping-Håkantorp (schwedisch) Abgerufen am 13. Januar 2013.

Weblinks[Bearbeiten]