Kinoshita Junji

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Kinoshita Junji (jap. 木下 順二; * 2. August 1914, in Tokyo; † 30. Oktober 2006) war ein japanischer Dramatiker und Übersetzer.

Kinoshita studierte englische Literatur mit dem Schwerpunkt des elisabethanischen Zeitalters an der Universität Tokio. Sein erstes Drama (Fūrō) verfasste er nach dem Abschluss des Studium 1936, es wurde aber erst elf Jahre später veröffentlicht. Nach dem Krieg unterrichtete er an der Meiji-Universität.

Sein erfolgreichstes Drama war Yūzuru (夕鶴). Es wurde 1949 von der von ihm 1947 gegründeten Theatergruppe Budoo no Kai aufgeführt, gefolgt von seinem Erstwerk Fūrō (風浪, 1953). In den 1950er und 1960er Jahren war er einer der bedeutendsten Vertreter des modernen Dramas in Japan und galt als japanischer Henry Miller. 1978 wurde er mit dem Yomiuri-Literaturpreis ausgezeichnet. Er legte zudem eine Übersetzung des dramatischen Gesamtwerkes von William Shakespeare vor und verfasste mehrere literaturtheoretische Schriften. Für Dorama no sekai (Die Welt des Dramas) erhielt er 1959 den Mainichi-Kulturpreis und sein Werk Shigosen no matsuri (子午線の祀り) wurde 1979 mit dem Mainichi-Kunstpreis ausgezeichnet. 1966 erschien sein einziger Roman Mugen kidō (Straße ohne Ende).

Werke[Bearbeiten]

  • Fūrō, 1934
  • Yūzuru, 1949
  • Tsuru Nyōbō, 1943
  • Yamanami, 1949
  • Kurai hibana, 1950
  • Kaeru shōten, 1951
  • Onnyoro seisuiki, 1957
  • Okinawa, 1961
  • Ottō to yobareru Nihonjin, 1962
  • Fuju no jidai, 1964 (über Richard Sorge)
  • Shimpan, 1970

Quellen[Bearbeiten]

Japanische Namensreihenfolge Japanischer Name: Wie in Japan üblich steht in diesem Artikel der Familienname vor dem Vornamen. Somit ist Kinoshita der Familienname, Junji der Vorname.