Kinugasa Teinosuke

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Kinugasa Teinosuke

Kinugasa Teinosuke (jap. 衣笠 貞之助; * 1. Januar 1896 in der Präfektur Mie; † 26. Februar 1982 in Kyōto) war ein japanischer Filmregisseur. Er gehört zu den Pionieren des japanischen Films und gilt als stilistischer Wegbereiter für Akira Kurosawa und andere.

Kinugasa begann als Darsteller von Frauenrollen, bevor er 1922 sein Regiedebüt hatte. Zu seinen bekanntesten frühen Filmen gehört der 1926 entstandene Stummfilm Kurutta Ippēji, der gemeinsam mit seinem Film Jūjiro (1928) zu den wenigen noch erhaltenen japanischen Filmen der 1920er Jahre gehört. Kinugasa selbst fand den zuvor als verschollen geltenden Film 1971 in seinem Haus. In expressiven Bildfolgen und ohne Zwischentitel schildert Kinugasa die subjektive Wahrnehmung der Insassen eines Irrenhauses und die dort spielende Geschichte.

Sein Film Das Höllentor (Jigokumon) aus dem Jahre 1953 wurde mit dem Grand Prix bei den Filmfestspielen von Cannes 1954 ausgezeichnet und erhielt bei der Oscarverleihung 1955 u. a. den Ehrenpreis für den besten fremdsprachigen Film.

Literatur[Bearbeiten]

  • Mariann Lewinsky: Eine verrückte Seite. Stummfilm und filmische Avantgarde in Japan. Chronos Verlag, 1997 ISBN 390531228X

Weblinks[Bearbeiten]

Japanische Namensreihenfolge Japanischer Name: Wie in Japan üblich steht in diesem Artikel der Familienname vor dem Vornamen. Somit ist Kinugasa der Familienname, Teinosuke der Vorname.