Kinzigtalsperre

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Kinzigtalsperre
An der Südseite
An der Südseite
Lage: Main-Kinzig-Kreis
Zuflüsse: Kinzig
Größere Orte in der Nähe: Bad Soden-Salmünster, Steinau
Kinzigtalsperre (Hessen)
Kinzigtalsperre
Koordinaten 50° 18′ 18″ N, 9° 24′ 36″ O50.3059.41Koordinaten: 50° 18′ 18″ N, 9° 24′ 36″ O
Daten zum Bauwerk
Bauzeit: 1976 – 1981
Höhe über Talsohle: 14 m
Höhe über Gründungssohle: 24 m
Höhe der Bauwerkskrone: 171,00 m
Bauwerksvolumen: 220.000 m³
Kronenlänge: 550 m
Kronenbreite: 5 m
Böschungsneigung luftseitig: 1:1,9
Böschungsneigung wasserseitig: 1:2,0
Daten zum Stausee
Höhenlage (bei Stauziel) 164,50 m
Wasseroberfläche 82,62 ha[1]dep1
Speicherraum 4,98 Mio. m³
Gesamtstauraum: 7,2 Mio. m³
Einzugsgebiet 236 km²
Bemessungshochwasser: 270 m³/s

Die zwischen 1976 und 1982 erbaute Kinzigtalsperre staut die hessische Kinzig zwischen Bad Soden-Salmünster und Steinau beim Ort Ahl. Sie dient dem Zwecke des Hochwasserschutzes, Niedrigwasseraufhöhung und der Stromerzeugung. Das Einzugsgebiet der Talsperre umfasst 231 Quadratkilometer.

Beschreibung[Bearbeiten]

Herbst an der Kinzigtalsperre

Der Damm hat eine Höhe von 14 m und eine Kronenlänge von 550 m. Er ist ein Erddamm mit einer Asphaltbeton-Außendichtung. Die höchste gemessene Wassertiefe beträgt 12 m, im Sommer jedoch nur durchschnittlich 7,50 m, im Winter durchschnittlich 5,50 m. Die aufgestaute Wasserfläche beträgt maximal 125 ha bei einer Seelänge von 3,6 km. Die Kinzigtalsperre fasst hierbei bis zu 7,2 Millionen Kubikmeter Wasser.

Die Hochwasserentlastungsanlage ist so bemessen, dass auch bei einem 1000-jährigen Hochwasser der Staudamm nicht überflutet werden würde. Die Anlage ist ein Stahlbetonbauwerk, bestehend aus 3 Wehrfeldern mit 3 Stahlstauklappen, Steuerkanzel, Betriebsgebäude, Turbine, Grundablass, Fischpass, sowie ein Ein- und Auslaufpasswerk. Die Nennleistung der Turbine beträgt 315 kW.

Für Naturliebhaber gibt es einen 6,5 km langen Rundweg um den Stausee. Durch eine Unterführung erreicht man das Restaurant „Rimbach-Farm“. Von Mai bis September haben ein Kiosk und Tretbootverleih geöffnet. An seinem nördlichen Ufer verläuft der Hessischen Radfernweg R3 (Rhein-Main-Kinzig-Radweg). Er führt unter dem Motto Auf den Spuren des Spätlesereiters. entlang von Rhein, Main und Kinzig über Fulda nach Tann in der Rhön.

Die Talsperre wurde von August bis November 2002 entleert und einer Sicherheitsprüfung unterzogen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Peter Franke, Wolfgang Frey: Talsperren in der Bundesrepublik Deutschland. DNK - DVWK 1987, ISBN 3-926520-00-0

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hessisches Landesamt

Weblinks[Bearbeiten]