Kip Hanrahan

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Kip Hanrahan (* 9. Dezember 1954 in der Bronx, New York City) ist ein US-amerikanischer Musikproduzent und Perkussionist.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Hanrahan, der zunächst als Assistent von Carla Bley mit dem zeitgenössischen Jazz in Berührung kam, spielt bei den meisten Platten, die er produziert, eine unübliche Rolle, die er selbst zu der eines Filmregisseurs in Analogie setzt. Er versammelt Musiker und Konzepte, die er insofern dirigiert, als er ins musikalische Geschehen eingreift (z. B. bewirkt, dass die Perkussionisten mit einer Solopassage beginnen oder der Pianist den Übergang zu einem anderen Stück spielt). Er kombiniert Solisten des Avantgarde Jazz (wie Don Pullen, David Murray, Jamaaladeen Tacuma, Carmen Lundy oder Steve Swallow) mit Funkmusikern aus New Orleans wie Allen Toussaint, Leo Nocentelli (The Meters) oder Charles Neville (Neville Brothers), mit Rockmusikern wie Sting oder Jack Bruce und Perkussionisten der Latin Jazz-Szene wie Andy Gonzalez, Milton Cardona, Robby Ameen und Horacio „El Negro“ Hernandez. Teilweise hat er dabei mit Poeten wie Ishmael Reed und auch Paul Haines (dem Texter von Escalator over the Hill) zusammengearbeitet.

Hanrahan hat daneben aber auch bemerkenswerte Alben mit dem Tango Nuevo-Komponisten Astor Piazzolla und mit Musikern aus Hanrahans Umkreis wie Arto Lindsay oder Alfredo Triff produziert und auf seinem Label „American Clavé“ vorgelegt.

Sein Album Desire Develops an Edge wurde 1998 in die Liste “100 Records That Set the World on Fire (While No One Was Listening)” von The Wire aufgenommen.

Weblinks[Bearbeiten]