Kira Kirillowna Romanowa

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Kira Kirillowna Romanowa als Großfürstin um 1930

Kira Kirillowna Romanowa, auch Kira Prinzessin von Preußen, ehemalige Großfürstin von Russland (* 9. Mai 1909 in Paris; † 8. September 1967 in St. Briac-sur-mer), war eine Urenkelin des russischen Zaren Alexanders II., Großnichte Zar Alexanders III. und Urenkelin der britischen Königin Victoria.

Biografie[Bearbeiten]

Kira war die Tochter des Großfürsten Kyrill Wladimirowitsch Romanow (1876–1938) und dessen Ehefrau Prinzessin Victoria Melita von Sachsen-Coburg und Gotha (1876–1936), der Tochter des Herzogs Alfred Sachsen-Coburg und Gotha und dessen Gattin Großfürstin Maria Alexandrowna Romanowa.

Nach der Oktoberrevolution floh ihr Vater Kyrill mit seiner Familie erst nach Finnland und dann nach Coburg; zuletzt gingen sie nach Frankreich.

Am 4. Mai 1938 heiratete Kira in Potsdam Louis Ferdinand von Preußen (1907–1994), Sohn des früheren Kronprinzen Wilhelm von Preußen und seiner Gemahlin Cecilie von Mecklenburg-Schwerin. Louis Ferdinand von Preußen bewirtschaftete von 1940 bis 1945 das Privatgut Cadinen in Ostpreußen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kam die Familie zunächst nach Bad Kissingen, bis sie 1947 nach Bremen zog, wo sie ab 1950 den Wümmehof in Borgfeld bewohnte.

Die Urnen Prinzessin Kiras, Prinz Louis Ferdinand und einiger ihrer Kinder sind in der russisch-orthodoxen Auferstehungskapelle der Burg Hohenzollern beigesetzt.

Nachkommen[Bearbeiten]

Aus der Ehe gingen sieben Kinder hervor:

  1. ∞ 1967–1975 Waltraud Freydag
  2. ∞ 1976–2003 Ehrengard von Reden
  3. ∞ 2004 Sibylle Kretschmer
  1. ∞ 1966–1982 Jutta Jörn
  2. ∞ 1982 Brigitte Dallwitz-Wegner
  • Marie-Cécilie (* 1942)
  1. ∞ 1965–1989 Friedrich August Herzog von Oldenburg
  • Kira (1943–2004)
  1. ∞ 1973–1984 Thomas Liepsner
  1. ∞ Donata Gräfin zu Castell-Rüdenhausen
  • Christian-Sigismund (* 1946)
  1. ∞ Nina Gräfin zu Reventlow
  • Xenia (1949–1992)
  1. ∞ 1973–1978 Per Edvard Lithander

Ehrungen[Bearbeiten]

  • Der Kira-von-Preußen-Weg in Bremen-Borgfeld, der Wümmehof war seit 1950 Wohnsitz der Familie, wurde nach ihr benannt.
  • Die Prinzessin Kira-von-Preußen-Stiftung zur Förderung von sozial benachteiligten Berliner Kindern erhielt 1954 ihren Namen.

Bilder[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Louis Ferdinand Prinz von Preußen, "Im Strom der Geschichte", ?. Auflage, München 1989, neuste 1994 [ursprünglicher Titel: "als Kaiserenkel durch die Welt", 1. Auflage, Berlin (Argon) 1952]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kira Kirillovna Romanova – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien