Kirat

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Der Kirat war ein Diamantengewicht in Ägypten, Syrien, Algerien und anderen Ländern Nordafrikas.[1]

Einheit[Bearbeiten]

Die Bezeichnung entspricht dem Karat. Habbe war das Gewicht eines Gerstenkornes. 24 Habbe (Körner) ergaben einen Kirat.[2]

  • 1 Kirat = 4 Grän = 16 Quart = 0,207 Gramm

In Marokko gab es Münzen aus Kupfer, die mit Fels (Plural: F’lus) bezeichnet wurden. Der Fels wurde zu 4 Kirat gerechnet. Somit war Kirat die kleinste Kupfermünze.[3][4] Der Tschelci als Gold-, Silber- und Juwelengewicht mit 320,2314 Gramm hatte 1600 Kirat. Für Gold und Silber gab es Abweichungen. Grundlage des Probiergewichte für Gold waren 24 Kirat und für Silber 100 Kirat zu je 4 Grän.[5]

Weitere Bedeutung[Bearbeiten]

Als kleinstes Maß des Feddan in Ägypten wird Kirat zur Flächeneinheit und teilt in 24 Einheiten zu je 175 Quadratmeter.[6]

Literatur[Bearbeiten]

  • Eduard Döring: Handbuch der Münz-, Wechsel-, Maß- und Gewichtskunde. Verlag J. Hölscher, Koblenz 1854, S. 78
  • Christian Noback, Friedrich Noback: Vollständiges Taschenbuch der Münz-, Maß- und Gewichts Verhältnisse, der Staatspapiere, des Wechsel- und Bankwesens und der Usanzen aller Länder und Handelsplätze. Band 2, F. A. Brockhaus, Leipzig 1851, S. 244

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Leopold Zunz: Zur Geschichte und Literatur, Verlag Veit und Comp., 1845, Seite 547
  2. Jahrbücher der Literatur. Band 37, Verlag Carl Gerold, Wien 1827, S. 176
  3. Eduard Döring: Handbuch der Münz-, Wechsel-, Maß- und Gewichtskunde. Verlag J. Hölscher, Koblenz 1854, S. 338
  4. Alexander Lachmann: Handels-Geographie: Zum Gebrauch für den Handels- und Gewerbestand, Verlag Schäfer, 1863, S. 375/397
  5. Alexander Lachmann: Handels-Geografie: Zum Gebrauch für den Handels- und Gewerbestand. Verlag Ernst Schäfer, Leipzig 1863, S. 375
  6. August Schiebe: Universal-Lexikon der Handelswissenschaften: Enthaltend: die Münz-, Maß- und Gewichtskunde, die Wechsel-, Staatspapier-, Bank- und Börsenwesen; das Wichtigste der höhern Arithmetik. Band 3, Friedrich Fleischer und Gebrüder Schumann, Leipzig/Zwickau 1839, S. 383