Kirchberg (Oberbayern)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Kirchberg
Kirchberg (Oberbayern)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kirchberg hervorgehoben
48.40527777777812.048611111111516Koordinaten: 48° 24′ N, 12° 3′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Erding
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Steinkirchen
Höhe: 516 m ü. NHN
Fläche: 17,09 km²
Einwohner: 939 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 55 Einwohner je km²
Postleitzahl: 84434
Vorwahlen: 08762, 08706
Kfz-Kennzeichen: ED
Gemeindeschlüssel: 09 1 77 124
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Kirchberg 2
84439 Steinkirchen
Webpräsenz: www.gemeinde-kirchberg.de
Bürgermeister: Johann Grandinger (UWK und AWK)
Lage der Gemeinde Kirchberg im Landkreis Erding
Oberding Eitting Berglern Langenpreising Moosinning Erding Bockhorn (Oberbayern) Taufkirchen (Vils) Dorfen Sankt Wolfgang (Oberbayern) Lengdorf Wartenberg (Oberbayern) Kirchberg (Oberbayern) Hohenpolding Steinkirchen (Oberbayern) Inning am Holz Fraunberg Isen Finsing Walpertskirchen Forstern Neuching Ottenhofen Pastetten Buch am Buchrain Wörth (Landkreis Erding) Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Ebersberg München Landkreis München Landkreis Landshut Landkreis FreisingKarte
Über dieses Bild

Kirchberg ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Erding und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Steinkirchen.

Geografie[Bearbeiten]

Kirchberg liegt in der Region München, die kleine Gemeinde befindet sich im hügeligen, waldreichen Erdinger Holzland etwa 14 km südlich von Moosburg an der Isar, jeweils 21 km von Landshut und Dorfen sowie 19 km von der Kreisstadt Erding und 24 km vom Flughafen München entfernt. In die Landeshauptstadt München sind es 56 km.

Es existiert nur die Gemarkung Kirchberg.

Gemeindeteile[Bearbeiten]

Die Gemeinde Kirchberg hat folgende 24 Gemeindeteile: Die Pfarrdörfer Burgharting und Schröding; das Kirchdorf Kirchberg; die Dörfer Arndorf, Baustarring und Hammerlbach; die Weiler Froschbach, Halberstätt, Hölding, Inholzen, Irlach, Itzling, Schelchenvils, Schleibing, Sinnering, Stockach, Thal und Ziegelberg und die Einöden Adlkirchen, Aschbach, Giglberg, Lehenanger, Neulehen und Perzau.

Geschichte[Bearbeiten]

Kirchberg wurde am 29. Januar 818, als der Freisinger Bischof Hitto ein Pontifikalamt in der Kirche von Cozoltesdorf abgehalten hat, erstmals erwähnt. Im Laufe des ausgehendem Spätmittelalter und der beginnenden (frühen) Neuzeit veränderte sich der Ortsname zu Kirchbergk. Kirchberg gehörte zum Rentamt Straubing und zum Landgericht Regen des Kurfürstentums Bayern und war Sitz einer Obmannschaft. 1818 entstand die heutige Gemeinde. Bei den Gebietsreformen in den 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts blieb die Gemeinde unangetastet.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden im Jahr 1939 780, im Jahr 1950 979, im Jahr 1961 733, im Jahr 1970 769, im Jahr 1987 732 und im Jahr 2000 863 Einwohner gezählt.

Die 780 Einwohner im Jahr 1978 verteilten sich auf die Orte folgendermaßen: Baustarring 91, Schröding 85, Burgharting 74, Arndorf 66, Hammerlbach 63, Kirchberg 53, Irlbach 37, Inholzen 32 und Zieglberg 31.

Wappen und Flagge[Bearbeiten]

Kirchbergs Kirchberg

Das Wappen der Gemeinde Kirchberg wurde am 28. September 1982 festgelegt: „In Blau rechts ein wachsender silberner Kirchturm mit goldener Zwiebelhaube, links schräg gekreuzt ein goldener Schlüssel und ein gestürztes silbernes Schwert mit goldenem Griff.“

Neben dem Wappen führt die Gemeinde eine Flagge mit den Farben Weiß-Blau-Gelb.

Kirche in Schröding
Schröding, Luftbild

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Johann Grandinger, der auf der gemeinsamen Liste „UWK und AWK“ gewählt wurde. Die Liste besetzt auch alle acht Gemeinderäte.

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 396.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 139.000 €.

Die Gemeinde beteiligt sich am Ostbündnis.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Pfarrkirche Sankt Vitus Burgharting, spätbarocker Bau von Anton Kogler 1724 vollendet.
  • Filialkirche St. Peter und Paul Kirchberg, 1729 durch Anton Kogler und Johann Baptist Lethner errichteter Frührokobau.
  • Pfarrkirche St. Urban und Nikolaus Schröding, spätgotisch um 1450, Langhaus und Turmoberteil von Anton Kogler um 1702/03 barockisiert, Mitte des 20. Jahrhunderts verlängert.
  • Dorfkapelle Baustarring, Bau von 1892 (im Kern älter)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 78 und im Bereich Handel und Verkehr 25 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 259. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 2 Betriebe, im Bauhauptgewerbe 3 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 60 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1135 ha, davon waren 880 ha Ackerfläche und 254 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten]

Im Jahr 1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • Volksschulen: 1 (in Schröding) mit 9 Lehrern und 194 Schülern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kirchberg (Oberbayern) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien