Kirchdorf (Poel)

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53.99638888888911.438611111111Koordinaten: 53° 59′ 47″ N, 11° 26′ 19″ O

Kirchdorf
Gemeinde Insel Poel
Postleitzahl: 23999
Vorwahl: 038425
Die Dorfkirche auf Poel

Der Hafenort Kirchdorf ist mit fast 2000 Einwohnern der größte Ort der Gemeinde Insel Poel.

Lage[Bearbeiten]

Kirchdorf liegt etwa elf Kilometer nördlich von Wismar am Nordufer des Kirchsees, einer weit in die Insel Poel einschneidenden Bucht der Ostsee.

Geschichte[Bearbeiten]

Die ehemalige Festung wurde um 1620 nach Plänen von Ghert Evert Piloot errichtet. Sie war mit einem Schloss sowie einer Dorfkirche ausgestattet und war von einem Außenwerk umgeben. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Anlage stark beschädigt und verfiel im 17. Jahrhundert zum großen Teil. Die Gebäude wurden im 19. Jahrhundert und 1934 durch Grabungen belegt. Es sind einige Erdwälle und Gräben erhalten.[1]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die im Süden des Dorfes gelegene und in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts errichtete Dorfkirche ist eine historisch bedeutsame Sehenswürdigkeit. Der 47 Meter hohe Turm stellte über Jahrhunderte hinweg eine Landmarke für die in die Wismarer Bucht einfahrenden Schiffe dar. Die Kirche ist teilweise noch von Resten der Wallanlagen der ehemaligen Festung Poel umgeben, die gemeinsam mit der Insel Walfisch die Wismarer Bucht und die Hafeneinfahrt nach Wismar beherrschte und sicherte.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Da die Insel Poel über einen Damm mit dem Festland verbunden ist, kann sie mit dem PKW oder dem Linienbus erreicht werden. Zudem bestehen insbesondere in den Sommermonaten regelmäßige Fährverbindungen nach Wismar.

Hafen von Kirchdorf mit Fähre im Hintergrund

Literatur[Bearbeiten]

  • Friedrich Schlie: Die Kunst- und Geschichts-Denkmäler des Grossherzogthums Mecklenburg-Schwerin. II. Band: Die Amtsgerichtsbezirke Wismar, Grevesmühlen, Rehna, Gadebusch und Schwerin. Schwerin 1898, Neudruck Schwerin 1992, S. 222(227ff.). ISBN 3910179061
  • Heinrich Trost (Hg.): Die Bau- und Kunstdenkmale in der mecklenburgischen Küstenregion. Mit den Städten Rostock und Wismar. Bearbeitet von Gerd Baier u.a., Henschel, Berlin 1990, ISBN 3-362-00523-3, S. 99–101.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Heinrich Trost (Hg.): Die Bau- und Kunstdenkmale in der mecklenburgischen Küstenregion. Mit den Städten Rostock und Wismar. Bearbeitet von Gerd Baier u.a., Henschel, Berlin 1990, ISBN 3-362-00523-3, S. 99–101. Seite 99