Kirche Hl. Cosmas und Damian (Futog)

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Die Kirche Hl. Cosmas und Damian in Futog

Die Kirche Hl. Cosmas und Damian (Serbokroatisch: Црква Светих Козме и Дамјана/Crkva Svetih Kozme i Damjana) in Futog ist eine Serbisch-orthodoxe Kirche in der Norserbischen Provinz Vojvodina. Die Kirche wurde 1776 erbaut und eingeweiht. Sie ist den Heiligen Ärzten Cosmas und Damian geweiht. Die Kirche gehört zur Eparchie von Batschka der Serbisch-Orthodoxen Kirche. Futog und die Kirche sind 10 km von Novi Sad, der Hauptstadt der serbischen Provinz Vojvodina, entfernt. In Futog steht auch eine katholische Kirche.

Lage[Bearbeiten]

Die Kirche befindet sich im Zentrum der nordserbischen Stadt Futog. Das Gotteshaus liegt fast direkt am Ufer der Donau, die Kirche und die im Hintergrund gelegenen Hänge der Fruška Gora sind sehr gut vom Ufer der Donau erkennbar. Nach einer großen Überschwemmung 1965, wo von die Kirche ebenfalls betroffen war, wurde ein kleiner Damm errichtet, der die Kirche vor dem Hochwasser schützt. Sie liegt an der Kreuzung der Straßen Ulica Cara Lazara und der Ulica Svetozara Markovića. Nahe der Kirche ist ein kleiner Wald, der auch von den Bewohnern von Futog als Park genutzt wird. Bei der Kirche befindet sich die kleine Serbisch-orthodoxe Mariä-Entschlafens-Kapelle aus dem Jahr 1935.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Kirche wurde 1776 erbaut. Bei der Renovierung im Jahre 1908 erhielt die Kirche ihr heutiges Aussehen. Auf den Gedenktafeln im Eingangsbereich der Kirche, unter dem Eingang des Kirchturms, sind die Stifter eingetragen, die Geld für den Wiederaufbau der Kirche gaben. Das meiste Geld für den Wiederaufbau gab der Graf Rudolf von Kotek, nämlich 3000 Kronen. Die meisten Geldspenden betrugen 300 bis 555 Kronen und wurden von der serbischen Bevölkerung aus Futog gespendet. Die Größe, die Schönheit und das luxuriöse Inventar der Serbisch-orthodoxen Kirche von Futog sprechen auf ihre eigene Weise vom ehemaligen Reichtum und Wichtigkeit von Futog für Nordserbien. Aus dieser Zeit stammt der Ausspruch: Als noch Novi Sad in der Nähe von Futog war. Im Kirchhof der Kirche befindet sich ein kleiner Friedhof, wo auch berühmte Bürger von Futog begraben sind. Zu den wichtigsten gehören die Gräber der Frau und Kinder vom serbischen Hajduken Jovan Jovanović Zmaj. Besonders das Grab seiner Tochter Smiljana Jovanović ist gut erhalten 2004 wurde die Kirche großflächig renoviert bzw. restauriert.

Architektur[Bearbeiten]

Der barocke Kirchturm der Kirche

Die monumentale Dimensionen und die schlanke Silhouette des Kirchturms dominiert das Stadtbild. Das Kirchenschiff ist als langgestrecktes Kreuz errichtet worden, mit einer halbrunder Apsis, einem strahlenartig flachen rechteckigen Chor. An der Westseite der Kirche ist ein barocker Kirchturm errichtet worden.

Der Innenraum der Kirche ist mit Pilastern und Säulen erbaut worden und in Buchten unterteilt. Im westlichen Teil des Kirchenschiffs wird der neue Chor von hohen dünnen eisernen Säulen getragen. Das Kirchenschiff wurde gewölbt, sodass ein Tonnengewölbe entstand. Mit Hilfe von weiteren Pilastern wurden auch die Längsseiten des Kirchenschiffes leicht gewölbt. An den Pilastern wurden Kapitelle mit charakteristischem plastischem Schmuck in Form von Vorhängen mit Quasten erbaut, was zu dieser Zeit ein wichtiges Element des Barock in Serbien war. Die Chöre sind außerhalb der dreieckigen Tympanon. Neun Säulen wurden an die Eingänge der Kirche im West-, Nord- und Südteil der Kirche errichtet, jeweils drei für eine Seite. Die Kirche ist mit barocken Fresken der byzantinischen Kunst bemalt. Auch der Erzpriesterthron und die Chöre sind mit Fresken bemalt. Der Stil der Wandmalerei mit ihren stilistischen Merkmalen, ist auf die Werkstatt des aus Mazedonien stammenden Malers Janko Holkozović zurückzuführen

Ikonostase[Bearbeiten]

Die Ikonostase der Serbisch-orthodoxen Kirche Hl. Cosmas und Damian zu Futog wurde von Arsenije Teodorović im Jahre 1799 errichtet. In diesem frühen Werk von Arsenije Teodorović, sind spürbare Einflüsse des Spätbarocks zu erkennen. Diesen Stil hatte schon Teodor Ilić Češljar beim Bau einer Ikonostase für eine andere Kirche verwendet. Diese Bauart von Ikonostasen wurde zu jener Zeit oft in Nordserbien angewendet. In der Kirche wird eine bedeutende Sammlung von Ikonen von Pavle Simić aufbewahrt, die aus dem 14. Jahrhundert stammt. Diese Sammlung wurde nach der Zerstörung der alten Mariä Verkündigung-Kapelle aus Vašarište in die Kirche gebracht. Auf dem Kirchengewölbe ist eine Zusammensetzung von Themen zur Allerheiligen Gottesmutter Maria gemalt, dies soll die schützende Rolle der Allerheiligen Gottesmutter für die Kirche und die Stadt Futog symbolisieren. Im Zusammenhang mit der Symbolik der Ikonen der Ikonostase vor dem Altar wurde ebenfalls das letzte Abendmahl im Kirchengewölbe gemalt, während im Westen der Kirche eine Wandmalerei des Jüngsten Gerichts als eine Warnung zu tugendhafteren Leben dienen soll.

Quellen[Bearbeiten]

45.23573219.720775Koordinaten: 45° 14′ 9″ N, 19° 43′ 15″ O