Kirchenhistoriker

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Als Kirchenhistoriker werden Historiker des Fachbereiches Kirchengeschichte bezeichnet. Meist sind diese Historiker Theologen.

Die Begründung der neuzeitlichen wissenschaftlichen Kirchengeschichtsschreibung erfolgte durch die Magdeburger Centurien, initiiert durch den Theologen Matthias Flacius (1520–1575). Hauptbearbeiter war Johannes Wigand (1523–1587).

Als Vater der modernen römisch-katholischen Kirchengeschichte gilt Kardinal Cesare Baronio, der im Auftrag des heiligen Philipp Neri bei den Oratoriumstreffen Referate hielt, aus denen später das Standardwerk der Annales wurde, die als Gegenentwurf zu den Zenturien angesehen werden können.

Keine Wissenschaftler im modernen Sinne sind die Verfasser der spätantiken und mittelalterlichen "Kirchengeschichten", die oft ebenfalls als Kirchenhistoriker bezeichnet werden.

Wichtige Kirchenhistoriker[Bearbeiten]

Neuzeit[Bearbeiten]

Kirchliche Zeitgeschichte[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Manfred Heim: Einführung in die Kirchengeschichte. 2. aktual. Aufl., C. H. Beck, München 2009, ISBN 3406582974
  • Kirchliche Zeitgeschichte. Internationale Halbjahresschrift für Theologie und Geschichtswissenschaft, seit 1988,
  • Heft 1/ 2009: "Geistes-Geschichten." Neue Perspektiven in der (Kirchen-) Geschichtsschreibung
  • Dirk Fleischer: Zwischen Tradition und Fortschritt. Der Strukturwandel der protestantischen Kirchengeschichtsschreibung im deutschsprachigen Diskurs der Aufklärung, 2 Bde., Waltrop 2006.
  • Dirk Fleischer: Protestantische Kirchengeschichtsschreibung im Zeitalter der Aufklärung, , in: Klaus Tanner (Hg.): Konstruktion von Geschichte. Jubelrede – Predigt – protestantische Historiographie, Leipzig 2012, S.117-39.