Kirchzell

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Kirchzell
Kirchzell
Deutschlandkarte, Position des Marktes Kirchzell hervorgehoben
49.6166666666679.1833333333333192Koordinaten: 49° 37′ N, 9° 11′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Miltenberg
Höhe: 192 m ü. NN
Fläche: 63,86 km²
Einwohner:

2.298 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 36 Einwohner je km²
Postleitzahl: 63931
Vorwahl: 09373
Kfz-Kennzeichen: MIL
Gemeindeschlüssel: 09 6 76 131
Marktgliederung: 9 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Hauptstraße 19
63931 Kirchzell
Webpräsenz: www.kirchzell.de
Bürgermeister: Stefan Schwab (CSU)
Lage des Marktes Kirchzell im Landkreis Miltenberg
Aschaffenburg Landkreis Aschaffenburg Landkreis Main-Spessart Hohe Wart (Spessart) Gemeindefreies Gebiet Forstwald Hohe Berg Collenberg Dorfprozelten Altenbuch Wörth am Main Weilbach (Bayern) Sulzbach am Main Stadtprozelten Schneeberg (Unterfranken) Rüdenau Röllbach Obernburg am Main Niedernberg Neunkirchen (Unterfranken) Mönchberg Mömlingen Miltenberg Leidersbach Laudenbach (Unterfranken) Klingenberg am Main Kleinwallstadt Kleinheubach Kirchzell Hausen (bei Aschaffenburg) Großwallstadt Großheubach Faulbach Eschau (Unterfranken) Erlenbach am Main Elsenfeld Eichenbühl Bürgstadt Amorbach Amorbach Hessen Baden-WürttembergKarte
Über dieses Bild

Kirchzell ist ein Markt im unterfränkischen Landkreis Miltenberg. Der Ort im Odenwald liegt im Länderdreieck Bayern, Hessen und Baden-Württemberg.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Geografische Lage

Kirchzell ist die flächenmäßig größte Gemeinde im Landkreis Miltenberg und bewirtschaftet 1.300 ha Waldbestand. Die Gemeinde liegt im Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald. Das Buntsandsteingebiet wird von Waldbach, Gabelbach und Mud zum Main hin entwässert.

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Die politische Gemeinde Kirchzell hat 9 amtlich benannte Ortsteile[2]:

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

Städte in der näheren Umgebung sind:

[Bearbeiten] Geschichte

Kirchzell ist eine Gemeinde mit 1200-jähriger Geschichte. Kirchzell verdankt seine Gründung und seinen Namen der Benediktinerabtei in Amorbach. Im Jahre 1168 geriet das Kloster Amorbach und damit auch Kirchzell unter die Herrschaft der Herren von Dürn. Dieses Fürstengeschlecht errichtete am Preunschener Berg die Burg Wildenberg (auch Wildenburg), die ein Glanzstück des Burgenbaues der Stauferzeit war. 100 Jahre später verkauften die Edelherren von Dürn ihre Ländereien an den Erzbischof von Mainz. Im Jahre 1700 wurde Kirchzell als Mittelpunktgemeinde des „Kirchzeller Grundes“ das Marktrecht verliehen. Das mainzische Amt wurde im Reichsdeputationshauptschluss (1803) den Fürsten von Leiningen zugesprochen, 1806 durch Baden mediatisiert und 1810 an Hessen-Darmstadt abgetreten. Im Rezess Hessen/Bayern (Frankfurt 1816) fiel es schließlich an Bayern.

[Bearbeiten] Eingemeindungen

Die Marktgemeinde Kirchzell hat sich 1975 im Zuge der Gebietsreform mit den Gemeinden Watterbach, Ottorfszell und Preunschen mit den Ortsteilen Breitenbuch und Buch, sowie den Weilern Dörnbach, Breitenbach, Schrahmühle und Hofmühle zu einer Großgemeinde zusammengeschlossen.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Marktgemeinderat

Der Marktgemeinderat besteht aus 14 Mitgliedern, die sich wie folgt aufteilen:

[Bearbeiten] Wappen

Das Wappen zeigt eine Kirche als sprechendes Symbol, umgeben von einem Bischofsstab und dem Mainzer Rad. - Bischofsstab und Mainzer Rad weisen auf die Zugehörigkeit zu Kurmainz und zum Kloster Amorbach hin.

[Bearbeiten] Wirtschaft

Kirchzell hat folgende Verkehrsanbindungen:

  • ca. 45 km zum Autobahnanschluss A 81
  • ca. 50 km zum Autobahnanschluss A 3
  • ca. 51 km ICE Aschaffenburg
  • ca. 6 km Regionalbahn Amorbach
  • ca. 89 km zum Flughafen Frankfurt/Main

[Bearbeiten] Bildung und Kultur

[Bearbeiten] Museen

  • Waldmuseum im »Watterbacher Haus« im Ortsteil Preunschen. Das Watterbacher Haus ist ein sogenanntes Wohnstallhaus und gilt als eines der ältesten Bauernhäuser im Odenwald. Das „Firstständerhaus“ wurde um 1475 erbaut. Ursprünglich stand es in Watterbach. 1982 wurde es nach Preunschen versetzt. Im Waldmuseum wird die forstgeschichtliche Entwicklung des Odenwaldes, die Waldnutzung früherer Zeiten, die Korbmacherei und das Zapfenpflücken dargestellt.

[Bearbeiten] Bauwerke

Burg Wildenberg
  • Reste des Limes, einst Schutzwall der Römer gegen die Germanen
  • hochmittelalterliche Burgruine Wildenberg (auch Wildenburg) aus der Stauferzeit, auf der Wolfram von Eschenbach Teile seines Parzival geschrieben haben soll.
  • ältester Bildstock im Odenwald in Breitenbuch aus dem Jahre 1483, weitere historische Bildstöcke auch in den anderen Ortsteilen

[Bearbeiten] Musik

Kirchzell besitzt seit 1891 einen Gesangverein, der inzwischen aus vier Chören besteht.

  • Männerchor (seit 1891)
  • Frauenchor (seit 1999)
  • VoCapella (seit 2002)
  • Piccolino (seit 2005)
  • junger Chor

Männer- und Frauenchor, sowie VoCapella stehen unter der Leitung von Hermann Trunk. Piccolino wird von Carolin Czerny geleitet.

[Bearbeiten] Sport

  • Der 1908 gegründete TV Kirchzell spielt in der Saison 2009/10 in der Handball Regionalliga (Südwest).
  • Der FC Kickers Kirchzell wurde im Jahr 1922 gegründet und spielt in der Saison 2008/2009 in der Kreisklasse Aschaffenburg Gruppe 3.


[Bearbeiten] Literatur

  • Ernst Rockstroh: Gewitter über Kirchzell
  • Thomas Ratzka: 300 Jahre Marktrecht Kirchzell

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111123/184317&attr=OBJ&val=1692

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Kirchzell – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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