Kirow (Kaluga)

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Stadt
Kirow
Киров
Wappen
Wappen
Föderationskreis Zentralrussland
Oblast Kaluga
Rajon Kirow
Bürgermeister Nikolai Sokolow
Gegründet 1745
Stadt seit 1936
Fläche 35 km²
Bevölkerung 31.882 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 911 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 200 m
Zeitzone UTC+3
Telefonvorwahl +7 (48456)
Postleitzahl 249444
Kfz-Kennzeichen 40
OKATO 29 405
Geographische Lage
Koordinaten 54° 5′ N, 34° 19′ O54.08333333333334.316666666667200Koordinaten: 54° 5′ 0″ N, 34° 19′ 0″ O
Kirow (Kaluga) (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Kirow (Kaluga) (Oblast Kaluga)
Red pog.svg
Lage in der Oblast Kaluga
Liste der Städte in Russland

Kirow (russisch Киров) ist eine Stadt in der Oblast Kaluga (Russland) mit 31.882 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geografie[Bearbeiten]

Die Stadt liegt etwa 160 km südwestlich der Oblasthauptstadt Kaluga bei der Mündung des Flüsschens Pessotschnaja in die Bolwa im Flusssystem des Dnepr.

Kirow ist Verwaltungszentrum des gleichnamigen Rajons.

Geschichte[Bearbeiten]

Gebäude der Stadtverwaltung

Kirow entstand 1745 als Siedlung Pessotschnja (nach dem Fluss; Name von russisch pessok für Sand) im Zusammenhang mit der Errichtung des Eisenwerkes Pessotschenski Sawod.

Im 19. Jahrhundert ließ der nunmehrige Besitzer des Eisenwerkes, Iwan Malzow, auch eine Fabrik für Fayencen errichten.

1936 wurde das Stadtrecht unter dem heutigen Namen, zu Ehren des 1934 ermordeten Sergei Kirow, verliehen.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Kirow am 4. Oktober 1941 von der deutschen Wehrmacht besetzt und am 11. Januar 1942 von der Westfront der Roten Armee im Rahmen der Rschew-Wjasmaer Operation zurückerobert.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1897 4.300
1939 15.313
1959 16.647
1970 29.355
1979 33.492
1989 35.962
2002 38.893
2010 31.882

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Bolwa bei Kirow

In Kirow sind die Gottesmutter-Geburts-Kirche (церковь Рождества Богородицы/zerkow Roschdestwa Bogorodizy) vom Ende des 18. Jahrhunderts und die Alexander-Newski-Kirche (церковь Александра Невского/zerkow Alexandra Newskogo) von 1893 erhalten.

In der Umgebung, bei den Dörfern Prudki, Wysselzy, Nagornoje und anderen, befinden sich Kurgane der Wjatitschen und Kriwitschen aus dem 10. bis 12. Jahrhundert.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die bedeutendsten Unternehmen der Stadt sind die aus den Werken des 18. und 19. Jahrhunderts hervorgegangenen Betriebe Kirowski sawod für Stahlwannen und -kessel sowie Kirowski stroifarfor, das heute Sanitärkeramik und Fliesen herstellt. Daneben gibt es Betriebe der Textil- und Lebensmittelindustrie sowie der Bauwirtschaft.

Die Stadt liegt an der Kreuzung der 1934 bzw. 1935 eröffneten Eisenbahnstrecken WjasmaBrjansk und SuchinitschiRoslawl. Die Station der Stadt heißt Fajansowaja (von russisch fajans für Fayence).

Durch Kirow führt die Regionalstraße R68 Brjansk–Ljudinowo–Kirow–Fernstraße A101.

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kirow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)