Kirowsk (Leningrad)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Stadt
Kirowsk
Кировск

Vorlage:Infobox Ort in Russland/Wartung/Flagge

Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Leningrad
Rajon Kirowsk
Bürgermeister Wadim Nekrassow
Gegründet 1929
Stadt seit 1953
Fläche 85 km²
Bevölkerung 25.650 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 302 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 20 m
Zeitzone UTC+4
Telefonvorwahl (+7) 81362
Postleitzahl 187340–187344
Kfz-Kennzeichen 47
OKATO 41 428
Website www.kirovsklenobl.ru
Geographische Lage
Koordinaten 59° 52′ N, 30° 59′ O59.86666666666730.98333333333320Koordinaten: 59° 52′ 0″ N, 30° 59′ 0″ O
Kirowsk (Leningrad) (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Kirowsk (Leningrad) (Oblast Leningrad)
Red pog.svg
Lage in der Oblast Leningrad
Liste der Städte in Russland

Kirowsk (russisch Кировск) ist eine Stadt in der Oblast Leningrad in Russland.

Kirowsk liegt 33 km östlich von Sankt Petersburg und 7 km südwestlich des Ladogasees an der Newa. Die nächstgelegene Stadt ist das neun Kilometer entfernte Schlüsselburg. In Kirowsk leben 25.650 Einwohner (Stand 14. Oktober 2010).[1] Die Stadt ist Verwaltungssitz des Rajons Kirowsk.

Geschichte[Bearbeiten]

Kirow-Denkmal in Kirowsk

Gegründet wurde der Ort am linken Ufer der Newa im Jahre 1929. Anlass der Gründung war der in der Frühsowjetzeit vorangetriebene Ausbau der Kraftwerke, um die Stromversorgung von Großstädten zu gewährleisten. Nahe dem heutigen Kirowsk wurde auf Initiative des Staatsmanns Sergei Kirow ein neues Heizkraftwerk zur Elektrifizierung Leningrads errichtet. Ursprünglich hieß die zugehörige Siedlung Newdubstroi (Невдубстрой). Das Kraftwerk wurde 1933 in Betrieb genommen.

Während des Zweiten Weltkriegs ereigneten sich wenige Kilometer vor der Siedlung im Januar 1943 heftige Kämpfe zwischen der Wehrmacht und der Sowjetarmee, die Teil der Operation zum Durchbruch der jahrelangen Leningrader Blockade waren. An diese Geschehnisse erinnert seit 1985 ein Museumskomplex am ehemaligen Schlachtfeld nahe der Stadt.

Im Jahre 1953 erhielt die Siedlung im damaligen Rajon Mga der Oblast Leningrad den Stadtstatus sowie ihren heutigen Namen zu Ehren Sergei Kirows, dessen Namen das Heizkraftwerk bereits seit 1934 trug. 1977 wurde Kirowsk Verwaltungszentrum des gleichnamigen Rajons.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1959 11.059
1970 12.043
1979 16.985
1989 23.655
2002 24.361
2010 25.650

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten]

Neben dem Heizkraftwerk (GRES) existieren in Kirowsk mehrere Industriebetriebe, darunter eine Fabrik für Schiffsbauanlagen und ein Stahlbetonwerk. Außerdem befindet sich in der Stadt ein neues Industriegebiet im Bau[2].

Kirowsk ist Ausgangspunkt der Automagistrale A120, die bei der Stadt von der Fernstraße M18 (St. Petersburg – Murmansk) abzweigt, und bis zur Ostsee bei Bolschaja Ischora führt. Ebenso verfügt die Stadt über einen Bahnhof, der ihren historischen Namen (Newdubstroi) trägt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. dp.ru, 27. Mai 2008

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kirowsk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien