Kishi Nobusuke

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Kishi Nobusuke im Dezember 1956

Kishi Nobusuke (jap. 岸 信介; * 13. November 1896 in Yamaguchi; † 7. August 1987) war japanischer Politiker. Er war Vorsitzender der Regierungspartei LDP und vom 1957 bis 1960 der 37. Premierminister von Japan.

Während des Krieges war Kishi von 1941 bis 1943 Minister für Handel und Industrie im Kabinett Tōjō. Nach dem Krieg wurde er als mutmaßlicher Kriegsverbrecher der Klasse A im Sugamo-Gefängnis inhaftiert und im Dezember 1948, ohne das je eine Anklage erfolgte, freigelassen.

Familie[Bearbeiten]

Geboren als Satō Nobusuke (佐藤 信介)[1] wurde er von der Kishi-Familie adoptiert. Er heiratete deren Tochter und seine Cousine Yoshiko, mit der er zwei Kinder hatte.[2] Er ist der ältere Bruder von Premierminister Satō Eisaku, Schwiegervater von LDP-Generalsekretär Abe Shintarō und Großvater von Abe Shinzō, Premierminister von September 2006 bis September 2007.[3] Abe Shinzōs jüngerer Bruder Kishi Nobuo (eigentlich Abe) ist ebenfalls LDP-Politiker und seit 2004 Abgeordneter im Oberhaus.

Ehrungen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 岸信介. In: デジタル版 日本人名大辞典+Plus. Abgerufen am 16. Dezember 2011 (japanisch).
  2.  Encyclopedia of World Biography. 2. Auflage. 9, Gale Research, ISBN 0-7876-2549-3, S. 1955.
  3. Stammbaum der Abe/Satō/Kishi/Yoshida-Familie
Japanische Namensreihenfolge Japanischer Name: Wie in Japan üblich, steht in diesem Artikel der Familienname vor dem Vornamen. Somit ist Kishi der Familienname, Nobusuke der Vorname.