Kisljar
| Stadt
Kisljar
Кизляр
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Kisljar (russisch Кизляр) ist eine Kreisstadt mit 49.169 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010)[1] im südlichen Russland, Teilrepublik Dagestan.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
Kisljar liegt im Süden Russlands im Delta des Terek, unweit des Kaspischen Meeres und nur wenige Kilometer entfernt von der Grenze zur Teilrepublik Tschetschenien. Nächstgelegene Stadt ist Chassawjurt, 65 km südlich von Kisljar.
[Bearbeiten] Geschichte
Kisljar wurde erstmals 1609 erwähnt. Der Bau einer Festung an der Kaukasischen Linie im Jahre 1735 führte zu einer verstärkten Ansiedlung, so dass 1785 Kisljar zur Stadt erhoben wurde.
Während des Ersten Tschetschenienkrieges geriet Kisljar im Januar 1996 international in die Schlagzeilen, als eine Gruppe tschetschenischer Rebellen die Stadt überfiel. Dabei wurden insgesamt 78 Menschen getötet.
Im März 2010 erfolgten zwei Sprengstoffanschläge mit zwölf Toten.[2] Im Juni 2011 wurden zwei Männer deswegen zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt.[3]
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
- 1959 – 25.600
- 1970 – 29.700
- 1979 – 31.300
- 1989 – 39.700
- 1996 – 43.600
- 2002 – 48.500
- 2010 – 49.169
[Bearbeiten] Wirtschaft und Verkehr
In Kisljar gibt es elektrotechnische Betriebe und eine umfangreiche Lebensmittelindustrie.
Durch Kisljar verläuft die 1942 erbaute Bahnstrecke Machatschkala–Astrachan, in die hier die Kaukasusbahn (Rostow–Wladikawkas–Grosny–Kisljar) mündet. Die Bahnstrecke wurde im Herbst 1942 von einzelnen deutschen Vorausabteilungen und Fernspäheinheiten einige Tage lang unterbrochen, doch konnten sie schnell wieder zurückgedrängt und der Bahnverkehr wieder hergestellt werden. Damit ist die Bahnstrecke bei Kisljar der vermutlich östlichste Punkt (einige Kilometer von der Küste des Kaspischen Meeres entfernt), bis zu dem deutsche Soldaten im Zweiten Weltkrieg vorgedrungen sind.
[Bearbeiten] Kultur und Bildung
Die Stadt besitzt ein Heimatmuseum sowie eine medizinische und eine technische Hochschule.
[Bearbeiten] Weblinks
- Kisljar auf mojgorod.ru (russisch)
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ a b Predvaritel'nye itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Rosstat, Statistika Rossii, Moskau 2011, ISBN 978-5-902339-98-4 (Vorläufige Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010; russisch; Download).
- ↑ Anschläge in Kisljar: Opferzahl auf zwölf gestiegen, RIA Novosti. 31. März 2010. Abgerufen am 2. April 2010.
- ↑ Schwere Gefechte im Nordkaukasus: Mindestens zehn Tote. In: ORF. 22. Juni 2011, abgerufen am 22. Juni 2011 (deutsch).
Hauptstadt: Machatschkala
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