Kiss & Kill

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Filmdaten
Deutscher Titel Kiss & Kill
Originaltitel Killers
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2010
Länge 100 Minuten
Altersfreigabe FSK 12[1]
JMK 12[2]
Stab
Regie Robert Luketic
Drehbuch Bob DeRosa,
Ted Griffin
Produktion Scott Aversano,
Jason Goldberg,
Mike Karz,
Ashton Kutcher
Musik Rolfe Kent
Kamera Russell Carpenter
Schnitt Richard Francis-Bruce,
Mary Jo Markey
Besetzung
Synchronisation

Kiss & Kill (Originaltitel: Killers) ist eine Action-Filmkomödie aus dem Jahr 2010 von Regisseur Robert Luketic mit Katherine Heigl und Ashton Kutcher in den Hauptrollen.

Handlung[Bearbeiten]

Die alleinstehende Computerspezialistin Jen Kornfeldt, die sich erst vor kurzem von ihrem Freund getrennt hat, fliegt mit ihren Eltern nach Nizza, um dort Urlaub zu machen. Im Hotel, in dem sie untergebracht sind, trifft Jen auf Spencer Aimes, scheinbar ein wohlhabender Junggeselle. Tatsächlich ist Spencer ein Agent, der im Auftrag einer Regierungsorganisation Menschen tötet.

Im Hotelaufzug begegnen sich Jen und Spencer erstmals. Beide gehen zum Strand und verabreden sich für den Abend in einem Restaurant. Spencer holt unter Wasser ein Paket, in dem sich eine Bombe befindet, schleicht sich auf ein Schiff und befestigt die Bombe an einem Hubschrauber. Jen kauft sich währenddessen ein enges Kleid. Am Abend im Restaurant versteckt sich Jen vor ihren Eltern, da es ihr peinlich ist, mit ihren Eltern hier zu sein. Als Spencer seinen Chef Holbrook sieht, verlässt er Jen kurz unter einem Vorwand und erhält von Holbrook eine Nachricht. Als beide gemeinsam in Jens Hotelzimmer zurückkehren, küsst er sie und sie erzählt ihm die Wahrheit darüber, dass sie mit ihren Eltern hier ist. Während er versucht ihr seinen Job zu erklären, schläft sie jedoch ein. Die beiden verbringen die nächsten Tage zusammen und verlieben sich ineinander. Spencer gibt seinen gefährlichen Beruf auf, was seinem Chef Holbrook jedoch gar nicht gefällt.

Als Spencer und Jen wieder zuhause sind, heiraten sie und ziehen in einen beschaulichen Vorort. Drei Jahre später, kurz vor Spencers 30. Geburtstag meldet sich Holbrook und fordert ihn auf, ihn zu treffen. Spencer will seine Pistole mitnehmen, muss sie dann jedoch verstecken, weil sein Schwiegervater Mr. Kornfeldt ihn unvorbereitet abholt. Sie fahren gemeinsam zu Spencers Haus, wo man ohne sein Wissen eine Geburtstagsfeier mit zahlreichen Gästen arrangiert hat. Jen bekommt kurzfristig einen Auftrag und muss am nächsten Tag nach San Francisco reisen. Spencers Arbeitskollege Henry übernachtet bei den beiden. Nachdem am nächsten Morgen Jen fortgefahren ist, will Henry Spencer plötzlich töten und erklärt, dass ein Kopfgeld in Höhe von 20 Millionen US-Dollar auf ihn ausgesetzt ist. Der Plan geht fast auf, doch weil Jen ein schlechtes Gewissen hat, kehrt sie unerwartet nach Hause zurück und ist entsetzt, was dort geschieht. Spencer befiehlt ihr, eine Pistole zu holen. Sie schießt auf Henry. Sie können ihn überwältigen und fesseln ihn mit Klebeband an einem Stuhl. Spencer erklärt ihr alles, sie fliehen und sie erzählt ihm, dass sie wahrscheinlich schwanger ist. Sie werden von Henry im Auto bis auf eine Baustelle verfolgt, wo sie Henry nach einer weiteren Konfrontation umbringen. Danach fahren sie zum Hotelzimmer von Holbrook, den sie dort ermordet auffinden. Jen glaubt, dass sie schwanger ist, weshalb sie einen Schwangerschaftstest kaufen und dann zu Spencers Arbeitsstelle fahren.

Während Jen auf der Toilette den Schwangerschaftstest durchführt, taucht Spencers Arbeitskollegin Vivian auf und versucht ihn zu töten, doch Jen kommt zurück und kann ihn in letzter Sekunde retten. Jens Schwangerschaftstest war positiv, doch sie will nun Spencer aufgrund seines Jobs verlassen. Nun versucht ein als Paketbote getarnter Mann, Spencer zu ermorden, doch Spencers Arbeitskollegin Olivia taucht auf und überfährt den Angreifer, nur um Spencer selbst töten zu können und das Kopfgeld zu kassieren. Jen kommt mit einem Auto zurück und fährt Olivias Wagen in die Seite. Spencer schießt auf einen Tank neben ihrem Wagen und durch die folgende Explosion stirbt auch Olivia.

Jen und Spencer fahren zurück nach Hause, während dort gerade ein Stadtteilfest stattfindet. Auch Jens Freundin Kristen will Spencer umbringen. Spencer erschießt im oberen Stockwerk das Nachbarspaar Amanda und Kevin, die ebenso darauf angesetzt waren, ihn zu töten. Kristen wird nun ihrerseits vom plötzlich erscheinenden Mr. Kornfeldt erschossen. Jens Vater nimmt auch Spencer ins Visier. Es stellt sich heraus, dass er für die Regierung arbeitet. Mr. Kornfeldt erklärt, dass er eigentlich in dem Hubschrauber sitzen sollte, den Spencer bei seinen letzten Auftrag in die Luft gesprengt hatte. Daraufhin hat er die Killer in sein Leben eingeschleust. Nach Spencers Kontaktaufnahme zu seinen ehemaligen Chef Holbrook, hat er die Killer aktiviert, weil er glaubte, Spencer solle ihn wieder umbringen. Die gesamte Familie versöhnt sich nun und verspricht, sich von nun an ehrlich zu sein. Jen bekommt ihr Baby.

Der Film endet damit, dass Spencer und Jen an einem Abend ausgehen wollen. Da Mr. und Mrs. Kornfeldt solange als Babysitter im Haus bleiben, müsste sich Spencer auch keine Sorgen machen. Als Spencer als letzter das Kinderzimmer verlässt, aktiviert er trotzdem heimlich ein Alarmsystem um das Babybett, das den ganzen Raum durch Laserstrahlen absichert.

Hintergrund[Bearbeiten]

Produktion[Bearbeiten]

Kiss & Kill wurde in Atlanta, Douglasville, Marietta, Woodstock sowie in den Riverwood Studios in Senoia im US-Bundesstaat Georgia gedreht.[3] Weitere Aufnahmen, die Nizza darstellen, wurden in Villefranche-sur-Mer aufgezeichnet.[3] Die Dreharbeiten fanden um den 27. März 2009 statt.[4]

Ein nicht verwendetes, alternatives Ende zeigt Jen und Spencer wieder gemeinsam in Nizza, wie sie im Hotelbett liegen. Als das Zimmermädchen an die Tür klopft, richten beide erschreckt die Waffen auf die Tür und der Film endet.

Larry Joe Campbell hat eine kleinere Rolle im Film. Sänger Usher ist bei einem Gastauftritt als Manager eines Supermarktes zu sehen, der Jen bei der Auswahl eines Schwangerschaftstests berät.

Während der Dreharbeiten schlug Ashton Kutcher mit der Faust versehentlich einen Stuntman nieder.[5]

Veröffentlichung[Bearbeiten]

Der Film feierte seine Premiere am 1. Juni 2010 in Hollywood.[6] In den US-amerikanischen Kinos lief der Film am 4. Juni 2010 an.[6] In der Schweiz war der Film ab dem 23. Juni 2010 zu sehen.[6] In Deutschland und Österreich wurde er ab dem 5. August 2010 gezeigt.[6] Auf DVD erschien der Film in Deutschland am 2. Dezember 2010 mit einer FSK-12-Freigabe.

Budget und Einspielergebnisse[Bearbeiten]

Das Budget des Films wurde auf 75 Millionen US-Dollar geschätzt.[4] Am Eröffnungswochenende wurden in den USA über 15,8 Millionen US-Dollar eingespielt.[4] Insgesamt beliefen sich die Einnahmen in den USA auf über 47 Millionen US-Dollar.[4]

Deutsche Synchronfassung[Bearbeiten]

Die deutsche Synchronbearbeitung entstand bei Cinephon Synchron in Berlin.[7] Das Dialogbuch verfasste Michael Nowka, der zugleich die Synchronregie führte.[7]

In einer Szene fragt Spencer Jen, ob ihr Vater der Mann sei, der wie „Magnum“ aussieht. Dies ist ein Verweis auf die Serie Magnum, in der Tom Selleck den Privatdetektiv Thomas Magnum spielte. Dieser Satz kommt nur in der deutschen Synchronisation vor, im englischen Original sagt Asthon Kutcher „That is gorgeous moustache“ („Das ist ein prächtiger Schnauzbart“). Die Synchronisation der Rolle wurde von Norbert Langer übernommen, der Tom Selleck bereits in der Fernsehserie Magnum seine Stimme lieh.[7]

Darsteller Deutscher Sprecher[7] Rolle
Ashton Kutcher Marcel Collé Spencer Aimes
Katherine Heigl Antje von der Ahe Jen Kornfeldt
Tom Selleck Norbert Langer Mr. Kornfeldt
Catherine O'Hara Liane Rudolph Mrs. Kornfeldt
Letoya Luckett Julia Ziffer Amanda
John Atwood Frank-Otto Schenk Don Nootbar
Winston Story Claudio Maniscalco Eurocreep
Rob Riggle Torsten Münchow Henry
Martin Mull Eberhard Haar Holbrook
Mary Birdsong Anke Reitzenstein Jackie Vallero
Jean-Charles Fonti Christian Gaul Jean-Paul
Usher Raymond Sascha Rotermund Kevin
Casey Wilson Nana Spier Kristen
Kevin Sussman Stefan Krause Mac Bailey
Michael Daniel Cassady Dennis Schmidt-Foß Milo
Alex Borstein Almut Zydra Mrs. Baily
Lisa Ann Walter Peggy Sander Olivia Brooks
Larry Joe Campbell Hans Hohlbein Pete Denham
Katheryn Winnick Anja Stadlober Vivian

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Bei den Teen Choice Awards wurde Ashton Kutcher 2010 in der Kategorie Choice Movie Actor: Comedy ausgezeichnet, während der Film in der Kategorie Choice Movie: Comedy nominiert wurde.[8] Kutcher wurde 2011 für die Goldene Himbeere als schlechtester Schauspieler für seine Darstellung in Kiss & Kill sowie Valentinstag ausgezeichnet.[8] Im selben Jahr wurden Oliver Keller und Ken Clark in der Kategorie Best Fight für einen Taurus Award nominiert.[8]

Kritiken[Bearbeiten]

Der Film wurde überwiegend negativ aufgenommen. Rotten Tomatoes ermittelte aus 101 Stimmen insgesamt nur 11 Prozent positive Kritiken.[9]

„Die Story sprüht nicht gerade vor Originalität, und auch die verblüffenden Wendungen dürften erfahrene Kinogänger kaum überraschen. Dennoch ist „Kiss & Kill“ längst nicht so schlecht, wie die harschen Verrisse in der US-Presse vermuten lassen. Ob Ashton Kutcher als internationaler Topspion eine glaubwürdige Figur abgibt, ist so nebensächlich wie die Frage, ob die Handlung einer logischen Überprüfung standhält. Je absurder die Situationen, desto größer der Spaß fürs Publikum. Regisseur Robert Luketic („Die nackte Wahrheit“) hetzt seine Stars durch ein amüsantes Abenteuer, das sich selbst nicht ernst nimmt und gerade deshalb für ein unbeschwertes, erfrischend selbstironisches Kinovergnügen sorgt. Fazit: Beziehungsgespräche im Kugelhagel: Die actionreiche Romanze punktet mit gut aufgelegten Darstellern. Perfektes Sommerkino.“

Cinema[10]

„Die Charaktere von „Kiss & Kill“ sind so flach und klischeebeladen wie die Witze von Mario Barth. Brüste und Bizeps anstatt Dialogduelle und komisches Timing. Keine Eleganz, nirgends. Das Seidentuch in Kutchers Hemdausschnitt wirkt wie ein peinlicher Versuch. Während Katharine Hepburn ein Heben der Augenbraue genügt hätte, um klarzustellen, wo der Hammer hängt, findet Heigl vor lauter Geschrei nicht mal den Werkzeugkasten. Eigentlich sollte die anfangs vielversprechende Heigl nach Misserfolgen wie „Die nackte Wahrheit“ und „27 Dresses“ das hysterische Weibchen langsam mal leid sein.“

Stern[11]

„Mehr Killer-Parodie als romantische Komödie, reiht der Film lediglich Genre-Standards aneinander, die von den hölzernen Darstellern nicht mit Leben gefüllt werden.“

film-dienst[12]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung der FSK (PDF; 34 kB), abgerufen am 11. Mai 2013
  2. Kennzeichnung der Jugendmedienkommission.
  3. a b Internet Movie Database: Drehorte
  4. a b c d Internet Movie Database: Budget und Einspielergebnisse
  5. Internet Movie Database: Hintergrundinformationen
  6. a b c d Internet Movie Database: Starttermine
  7. a b c d Kiss & Kill in der Deutschen Synchronkartei, abgerufen am 31. Dezember 2012.
  8. a b c Internet Movie Database: Nominierungen und Auszeichnungen
  9. Killers auf Roten Tomatoes
  10. Cinema.de: Filmkritik
  11. Stern.de: Wollte mal und konnte nicht , 5. August 2010.
  12. film-dienst: Filmkritik