Kisselbach

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Dieser Artikel beschreibt die Ortsgemeinde in Rheinland-Pfalz. Für den gleichnamigen Bach im Rheingau-Taunus-Kreis siehe Kisselbach (Rheingau-Taunus-Kreis)
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Kisselbach
Kisselbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Kisselbach hervorgehoben
50.0522222222227.6105555555556400Koordinaten: 50° 3′ N, 7° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Hunsrück-Kreis
Verbandsgemeinde: Rheinböllen
Höhe: 400 m ü. NHN
Fläche: 9,13 km²
Einwohner: 565 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 62 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56291
Vorwahl: 06766
Kfz-Kennzeichen: SIM, GOA
Gemeindeschlüssel: 07 1 40 068
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Markt 1
55494 Rheinböllen
Webpräsenz: www.kisselbach.org
Ortsbürgermeister: Heinz-Ludwig Kub (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Kisselbach im Rhein-Hunsrück-Kreis
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Über dieses Bild
Gemeindehaus im Ortszentrum am Ufer des Simmerbachs.
Waldkapelle südwestlich des Ortes

Kisselbach ist eine Ortsgemeinde im Osten des Hunsrücks im Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Rheinböllen an.

Geographie[Bearbeiten]

Kisselbach liegt nordwestlich von Rheinböllen und dem Fuß des Soonwaldes und etwa 15 Kilometer entfernt vom Mittelrhein. Der Simmerbach fließt durch das Dorf. Zur Gemeinde gehören auch die Wohnplätze Grings-Mühle, Kesselhannesmühle und Ölmühle.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung findet Kisselbach als „Kisilbath“ in einer Grenzbeschreibung der Pfarrei Mörschbach aus dem Jahre 1006.[3] Hierbei könnte es sich jedoch auch lediglich um den Bach handeln, der sich östlich von Steinbach befindet und der noch heute Gemarkungsgrenze ist.[4]

Kisselbach war seit jeher durch den Simmerbach in zwei gleichnamige Ortsteile getrennt, der eine Teil gehörte zum Kurfürstentum Trier (Amt Oberwesel), der andere zur Kurpfalz bzw. zum Fürstentum Simmern. Mit der Besetzung des Linken Rheinufers im Jahre 1794 durch französische Revolutionstruppen wurden die Orte französisch, von 1798 bis 1814 gehörte er zum Kanton Simmern im Rhein-Mosel-Département. 1815 wurden die Orte auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Erst 1939 erfolgte die Zusammenlegung von Kisselbach diesseits und Kisselbach jenseits zu einer Gemeinde.[5] Seit 1946 ist der Ort Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Kisselbach bezogen auf das heutige Gemeindegebiet; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[6]

Jahr Einwohner
1815 410
1835 545
1871 541
1905 544
1939 478
Jahr Einwohner
1950 511
1961 504
1970 542
1987 530
2005 587

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Kisselbach besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[7]

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung lautet: „Unter goldenem Schildhaupt, darin ein schwarzer, rotfüßiger Adler, von Schwarz und Silber schräglinks wellengeteilt, oben ein nach links aufwärts schreitender, rotbezungter goldener Löwe, unten ein durchgehendes rotes Balkenkreuz.“

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Eine der Sehenswürdigkeiten ist die Waldkapelle zu Ehren der heiligen Maria, zu der an jedem 13. Tag des Monats von Mai bis Oktober eine Lichterprozession der katholischen Kirchengemeinde stattfindet.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Kisselbach

Vereine[Bearbeiten]

In Kisselbach gibt es einen Sportverein mit Tennisabteilung, eine Freiwillige Feuerwehr, einen Theaterverein sowie einen Gesangsverein der katholischen Kirche. Außerdem verfügt Kisselbach über einen eigenen Offenen Kanal.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Kisselbach liegt nahe an der A 61 Abfahrt Laudert/Kisselbach.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kisselbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 38 (PDF; 2,3 MB)
  3.  Heinrich Beyer: Urkundenbuch zur Geschichte der jetzt die Preussischen Regierungsbezirke Coblenz und Trier bildenden Mittelrheinischen Territorien. Band 1: Von den ältesten Zeiten bis zum Jahre 1169, Koblenz 1874, S. 337 f. Reg. 285 (Volltext in der Google-Buchsuche).
  4.  J. Heinzelmann: Der Weg nach Trigorium. In: Jahrbuch für westdeutsche Landesgeschichte. 21. Jahrgang, 1995, S. 65.
  5. Statistik des Deutschen Reichs, Band 450: Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I, Berlin 1939; Seite 284
  6. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  7. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen