Kitee

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Kiteen kaupunki
Wappen Karte
Wappen von Kitee Lage von Kitee in Finnland
Basisdaten
Staat: Finnland
Landschaft: Nordkarelien
Verwaltungsgemeinschaft: Mittelkarelien
Geographische Lage 62° 6′ N, 30° 9′ O62.130.149722222222Koordinaten: 62° 6′ N, 30° 9′ O
Fläche: 1.724,40 km²[1]
davon Landfläche: 1.253,59 km²
davon Binnengewässerfläche: 470,81 km²
Einwohner: 11.048 (30. Sep. 2014)[2]
Bevölkerungsdichte: 8,8 Ew./km²
Gemeindenummer: 260
Sprache(n): Finnisch
Website: kitee.fi

Kitee [ˈkitɛː] (schwed. Kides) ist eine Stadt in der finnischen Landschaft Nordkarelien mit 11.048 Einwohnern (Stand 30. September 2014).

Geografie[Bearbeiten]

Kitee liegt in der ostfinnischen Landschaft Nordkarelien 68 Kilometer südlich von Joensuu an der Grenze zu Russland. Kitee ist die südlichste Gemeinde Nordkareliens. Nachbarstädte und -gemeinden sind Parikkala im Süden, Savonlinna im Westen, Rääkkylä im Nordwesten sowie Tohmajärvi im Norden. Im Osten liegt die Staatsgrenze zu Russland (Republik Karelien).

Das administrative Stadtgebiet von Kitee umfasst eine Fläche von 1.724,4 Quadratkilometern. Mehr als ein Viertel des Stadtgebiets besteht aus Binnengewässern. Die größten Seen sind der Orivesi im Westen, der Puruvesi im Südwesten und der Pyhäjärvi im Südosten. Die Kernstadt Kitee liegt am Ufer des kleineren Kiteenjärvi-Sees.

Zur Stadt Kitee gehören außer der Kernstadt zwei weitere Siedlungszentren (taajama; Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2011):[3]

  • Kernstadt (4.948 Einwohner)
  • Kesälahti (1.037 Einwohner)
  • Puhos (231 Einwohner)

Geschichte[Bearbeiten]

Das Gebiet von Kitee gehörte ab dem 15. Jahrhundert zum Einflussbereich von Nowgorod und war orthodox. 1617 kam es im Frieden von Stolbowo unter schwedische Herrschaft. Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Kitee wurde 1630 gegründet. Als 1656 ein Krieg zwischen Schweden und Russland ausbrach, erhob sich die orthodoxe Bevölkerung gegen die schwedische Herrschaft. Der Aufstand wurde aber niedergeschlagen und viele Orthodoxe flohen nach Russland. Nach dem Zweiten Weltkrieg musste der Ostteil von Kitee an die Sowjetunion abgegeben werden. Seit 1992 ist Kitee eine Stadt. Zum Jahresbeginn 2013 wurde die Nachbargemeinde Kesälahti eingemeindet.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Staatsstraße 6 in Kitee

Der größte Arbeitgeber von Kitee ist ein Sägewerk des Holzkonzerns Stora Enso. Ein weiterer bekannter Konzern, der in Kitee ansässig ist, ist der Textilhersteller Marimekko. Im Bereich der Landwirtschaft ist Kitee ein wichtiges Zentrum der Milchproduktion. Bis ins 19. Jahrhundert wurden in Kitee Schiffe gebaut. Das erste Dampfschiff Finnlands entstand 1833 in der Werft von Puhos.

Kitee ist über die Staatsstraße 6 und die Eisenbahnstrecke Helsinki-Joensuu mit dem Süden Finnlands verbunden. Von Puhos besteht ein Wasserweg ins Saimaa-Seengebiet und über den Saimaa-Kanal zur Ostsee.

Sport[Bearbeiten]

Heimspiel von Kiteen Pallo im Rantakenttä-Stadion

Eine der Spitzenmannschaften im Pesäpallo, der finnischen Variante des Baseball, ist der dreimalige finnische Meister Kiteen Pallo aus Kitee.

Söhne und Töchter[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Maanmittauslaitos (finnisches Vermessungsamt): Suomen pinta-alat kunnittain 1. 1. 2013. (PDF; 199 kB)
  2. Väestörekisterikeskus (finnisches Bevölkerungsregister): Bevölkerung der finnischen Gemeinden am 30. September 2014.
  3. Tilastokeskus (finnische Statistikamt): Taajama- ja haja-asutusalueväestö iän ja sukupuolen mukaan kunnittain 31.12.2011.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kitee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien