Kitten Natividad

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Kitten Natividad im Juni 2007

Kitten Natividad (* 13. Februar 1948 in Ciudad Juárez, Chihuahua, Mexiko als Francesca Isabel Natividad) ist ein bekanntes mexikanisch–amerikanisches Pin-up-Modell der 1970er Jahre, die durch ihr Mitwirken in einigen Filmen von Russ Meyer berühmt wurde. Im Gegensatz zu anderen Busenwundern dieser Zeit ist sie nicht nur einer kleinen Fangemeinde bekannt geblieben, sondern wurde im Lauf der Jahre zu einer Ikone der modernen Pop-Kultur.

Biografie[Bearbeiten]

Kitten Natividad wurde als Francesca Natividad am 13. Februar 1948 in Ciudad Juárez in Mexiko – unweit von El Paso, am Ufer des Rio Grande – geboren. Sie war das älteste von neun Geschwistern, bei ihrer Geburt war die Mutter erst sechzehn Jahre alt.[1] Nach wenigen Jahren in Mexiko siedelte die Familie nach El Paso in den USA um.

Als junge Frau arbeitete Kitten Natividad als Dienstmädchen im Haushalt der Schauspielerin Stella Stevens, wo sie auf Partys verschiedenen Hollywood-Stars begegnete und beschloss, selbst einmal berühmt zu werden. In dieser Zeit führte sie eine erste kurze Ehe. Nachdem sie in verschiedenen, schlecht bezahlten Jobs in Los Angeles gearbeitet hatte, wurde sie 1969 zunächst Burlesque-Tänzerin und Go-go-Girl, später Stripperin. Bald darauf nahm sie ihren Künstlernamen Kitten an, da ihr gesagt worden war, Frances klinge nicht lasziv genug. Ihr Manager regte sie 1973 dazu an, an dem Wettbewerb der „Miss Nude Universe“ teilzunehmen, den sie auch gewann.[2][3][4][1][A 1] In den folgenden Jahren trat sie in verschiedenen Nachtclubs als Stripperin auf und gelangte bald zu nationalem Ruhm innerhalb der Szene.

Den Filmregisseur Russ Meyer, der 1975 einen solchen ihrer Auftritt in einem Club sah, lernte sie durch eine Freundin kennen.[1][5][A 2] Bald darauf trennte Natividad sich von ihrem zweiten Ehemann und begann eine insgesamt mindestens sechs Jahre andauernde Beziehung mit Meyer,[6][4][7][3][1][A 3] der sie zunächst 1976 als Erzählerin in seinem Film Up! (Drüber, drunter und drauf) einsetzte und sie hernach in der Doppelrolle als Lola Langusta / Lavonia zur Hauptdarstellerin von Beneath the Valley of Ultravixens machte. Zuvor bestand Meyer jedoch darauf, dass sie sich ihren mexikanischen Akzent abtrainierte. Mit Hilfe eines Sprachtrainers gelang ihr dies,[6] indem sie sich einen Südstaatendialekt angewöhnte, der ihren Akzent überdeckte.

Zu dieser Zeit war Natividad ein beliebtes Model in Erotikmagazinen, in denen sie u. a. zusammen mit Candy Samples, Uschi Digard und Patty Plenty posierte. Ihre Auftritte als Stripperin wurden immer aufwändiger und gerieten zu regelrechten Shows. Nach ihrer Zeit mit Russ Meyer trat sie in einer Reihe von Szenen in Spielfilmen, Rockvideos und Pornofilmen auf.

Natividad hatte sich aus beruflichen Gründen und Russ Meyer zuliebe[6] eine übergroße Brust aufbauen lassen. 1999 unterzog sie sich im Rahmen einer Brustkrebs-Behandlung einer beidseitigen Brustrückbildung (Mastektomie)[8] mit anschließender Brustrekonstruktion. Inzwischen hat sich Kitten Natividad weitgehend in den Ruhestand zurückgezogen.

Filmografie[Bearbeiten]

  • 1972: Polizeirevier Los Angeles-Ost (The New Centurions)
  • 1976: Deep Jaws
  • 1976: Drüber, drunter und drauf (Up!)
  • 1979: Im tiefen Tal der Superhexen (Beneath the Valley of the Ultra-Vixens)
  • 1979: Die Frau in Rot (The Lady in Red)
  • 1979: Sheer Panties
  • 1980: The Gong Show Movie
  • 1980: Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug (Airplane!)
  • 1980: John Holmes and the All Star Sex Queens
  • 1982: Titillation
  • 1982: Die unglaubliche Reise in einem verrückten Raumschiff (Airplane II: The Sequel)
  • 1982: Sizzle
  • 1982: Electric Blue 5
  • 1983: Eat at the Blue Fox
  • 1983: Die Klassenfete (My Tutor)
  • 1983: Eroticise
  • 1983: Big Busty 3
  • 1984: Wrestling Classics 2
  • 1984: Let’s Talk Sex
  • 1984: Wild Life (The Wild Life)
  • 1984: Police Patrol – Die Chaotenstreife vom Nachtrevier (Night Patrol)
  • 1984: Electric Blue 11
  • 1985: Ten Little Maidens
  • 1985: Takin’ It Off
  • 1985: Knast Total – Hier sitzen sie richtig (Doin’ Time)
  • 1985: Bodacious Ta’ Ta’s
  • 1986: Bad Girls IV
  • 1986: Das Geheimnis des Grabmals am Nil (The Tomb)
  • 1986: Stiff Competition
  • 1987: Thanks for the Mammories
  • 1987: Takin’ It All Off
  • 1987: The New Adventures of Beans Baxter (Fernsehserie, eine Folge)
  • 1990: Und wieder 48 Stunden (Another 48 Hrs.)
  • 1990: The Girl I Want
  • 1991: Villa Wonnehügel (Big Boob Lottery)
  • 1991: Sarah Young’s Private Fantasies 4
  • 1991: Titillation 3
  • 1991: Cum to Dinner
  • 1991: 40 the Hard Way
  • 1992: Eddie Presley
  • 1992: Inside Out II
  • 1992: Kitten Cums Back
  • 1992: Fresh Tits of Bel Air
  • 1993: Beach Bunnies (Buford’s Beach Bunnies)
  • 1994: The Slice
  • 1995: Talking Blue
  • 1995: Red Lips
  • 1995: La cage aux zombies
  • 1996: United Trash – Regie: Christoph Schlingensief
  • 1996: Wild Wild Chest 3
  • 1997: Zombie Gang Bangers
  • 1997: Cafe Flesh 2
  • 1997: Die 120 Tage von Bottrop – Regie: Christoph Schlingensief
  • 1998: Manche mögens anders (The Treat)
  • 1998: Cum Stoppers 13
  • 2001: The Double-D Avenger
  • 2001: Night at the Golden Eagle
  • 2005: Faster Pussycat Fuck! Fuck!
  • 2005: Pornstar Pets – Regie: Margie Schnibbe
  • 2008: Rock N Porn
  • 2009: Busty Mature Vixens 5
  • 2009: Nightbeats
  • 2009: Sugar Boxx

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Von dritter Seite und entgegen Natividads eigenen Angaben ist mehrfach nachzulesen, sie habe nicht 1973, sondern sowohl 1970 als auch 1971 den Titel „Miss Nude Universe“ errungen.
  2. Natividad selbst macht zur Identität dieser Freundin unterschiedliche Angaben – mal ist von Shari Eubank, ein anderes mal von Barbarella Catton die Rede.
  3. Zur Dauer ihres Verhältnisses mit Russ Meyer gibt es widersprüchliche Aussagen, so berichtet Natividad selbst von einem Zeitraum von zwölf Jahren, an anderer Stelle ist von fünfzehn Jahren die Rede – einigen Angaben zufolge soll sie allerdings bis zu drei mal verheiratet gewesen sein – so u. a. auch zwischen 1981 und 1987.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Biography for Kitten Natividad. Nach eigenen Angaben auf kittenklub.com
  2. Kitten Natividad. Auf streetswing.com
  3. a b Miss Nude Universe. Auf vegasretro.com
  4. a b Kitten Natividad. Auf lanasbigboobs.com
  5. Michaela Simon: "Er war so mutig, in die Welt hinauszuschreien, dass er Titten liebt". Am 12. Januar 2014 auf heise.de
  6. a b c Return of the Ultravixens!. Am 22. Juli 2001 auf guardian.co.uk
  7. Kitten Natividad Biography. Auf imdb.com
  8. KITTEN NATIVIDAD UNDERGOES BREAST SURGERY. Am 27. Oktober 1999 auf business.avn.com

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kitten Natividad – Sammlung von Bildern