Kjalvegur

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Blick von der Kjölurroute auf den Gletscherschild Langjökull und das Bergmassiv Jarlhettur
Nach Hveravellir

Der Hochlandweg Kjölur, genauer ist die Bezeichnung Kjalvegur, ist mit etwa 160 km die zweitlängste und mittlere der Hochlandpassagen von Island.

Verlauf[Bearbeiten]

Lage der Kjölurroute
Zum Vergleich: Auf der Kjölur 1985, damals noch ohne Brücken

Sie beginnt im Haukadalur kurz hinter dem Wasserfall Gullfoss als Fortsetzung der Biskupstungnabraut und trägt die Nummer 35. Die Straße verläuft zwischen den Gletschern Langjökull und Hofsjökull. Schließlich endet sie im Norden an der Svínvetningabraut, Straße 731, deren kürzerer Teil zur Ringstraße und der längere Teil direkt nach Blönduós führt. Ursprünglich hatte diese Straße die Nummer F37. 1995 bekam sie die Nummer F35, die davor zur Kaldidalsvegur gehörte. Seit 2001 hat sie nur noch die Nummer 35, ist also keine Hochlandpiste (Fjallavegur) mehr. Trotzdem ist diese Straße über den Winter gesperrt.

Ungefähr in der Mitte der Strecke liegt Hveravellir, der Ort der heißen Quellen. Knapp 30 km südlich von Hveravellir biegt die Piste zu den Kerlingarfjöll nach Nordosten ab.

In etwa parallel zum Kjölur verläuft die Sprengisandur-Piste östlich des Hofsjökull durch das isländische Hochland.

Westlich der heutigen Piste verläuft der alte Kjalvegur. Er wird immer noch von Trekkingfreunden und Reitern benutzt.

Geschichte[Bearbeiten]

Nachdem im Oktober 1780 fünf Reiter mit ihren Pferden und über 150 Schafen hier (Beinahóll/Knochenhügel) in einem Schneesturm starben, geriet die Route für etwa 100 Jahre in Vergessenheit. Sie wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts wiederentdeckt und neu gekennzeichnet.

Heute erfreut sich die Route auch bei Touristen zunehmender Beliebtheit, weil keine Flüsse oder großen Bäche mehr durchquert werden müssen. Die Piste ist planiert oder aus Schotter. Im nördlichen Teil wurde der Fluss Blandá zu einem Wasserkraftwerk aufgestaut.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]