Klärgrube

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Schematische Darstellung einer Klärgrube; 1: Schachtdeckel, 2: Schaumschicht an der Oberfläche, 3: Zulauf, 4:  Sediment.

Eine Klärgrube ist die einfachste Form einer Abwasserbehandlung für einzelne Häuser.

Sie besteht aus einem Behälter, in dem sich die ungelösten Anteile des Abwassers absetzen. Das überstehende Wasser wird entweder regelmäßig von einem Saugwagen abgesaugt, in ein Gewässer abgeleitet oder versickert.

Vor 1990 war in vielen ostdeutschen Kleinstädten die Klär- oder Sickergrube eine häufige Form der Abwasserbehandlung.

In den letzten Jahrzehnten wird an vielen Orten der Anschluss möglichst aller Grundstücke an die öffentliche Kanalisation angestrebt, da die öffentlichen Kläranlagen meist eine gründlichere Abwasserreinigung ermöglichen. Auch können undichte oder schlecht gewartete Klärgruben das Grundwasser gefährden. Klärgruben finden sich daher zunehmend nur noch bei einzeln liegenden Gebäuden außerhalb von Ortschaften, wo der Bau eines eigenen Kanalanschlusses zu aufwändig wäre oder aus topographischen Gründen nicht möglich ist.

Aufwändigere Klärgruben bestehen aus drei Kammern. In einer gut gepflegten, modernen Drei-Kammer-Klärgrube wird das Abwasser anaerob zersetzt. Daher finden sich dort keine Kot- und Klopapierreste; diese Gruben können in ihrer Reinigungsleistung fast mit Kleinkläranlagen mithalten, abgesehen vom Nitratgehalt des geklärten Abwassers.

Eine Sonderform der Klärgrube ist die Sickergrube. Umgangssprachlich wird zwischen den beiden nicht unterschieden.

Keine Klärgruben sind Jauche- oder Güllegruben, die nur zur Lagerung von Jauche oder Gülle dienen.