Klaaskuckuck

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Klaaskuckuck
Weiblicher Klaaskuckuck (Chrysococcyx klaas)

Weiblicher Klaaskuckuck (Chrysococcyx klaas)

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Kuckucksvögel (Cuculiformes)
Familie: Kuckucke (Cuculidae)
Gattung: Eigentliche Goldkuckucke (Chrysococcyx)
Art: Klaaskuckuck
Wissenschaftlicher Name
Chrysococcyx klaas
(Stephens, 1815)

Der Klaaskuckuck (Chrysococcyx klaas), auch Klaas-Kuckuck, ist eine afrikanische Kuckucksart.

Merkmale[Bearbeiten]

Wie bei anderen Vertretern der Gattung Chrysococcyx ist das Gefieder der Männchen oberseits auffallend grün-glänzend. Das Brustgefieder ist weiß. Der Geschlechtsdimorphismus ist stark ausgeprägt. Das Weibchen ist größer, ihre Brust ist braun-weiß gebändert und die Oberseite braun-grün glänzend gebändert. Der Klaaskuckuck wird etwa 18 cm groß.[1]

Verbreitung[Bearbeiten]

Der Klaaskuckuck ist ganzjährig in Zentralafrika, Mosambik, von der Westküste Afrikas in Guinea bis nach Äthiopien, sowie in der Kapregion Südafrikas zu finden. Während der Regenzeit brütet er auch in Namibia, im östlichen Südafrika sowie entlang der Sahelzone vom Senegal bis nach Eritrea, selten auch an der Westküste Saudi-Arabiens.[2] Aufgrund des großen Verbreitungsgebietes und der Häufigkeit der Art wird diese, obwohl keine Populationsgrößenschätzungen vorliegen, als nicht gefährdet angesehen.[3]

Lebensweise[Bearbeiten]

Klaaskuckucke leben in immergrünen Wäldern, Galeriewäldern und Trockenwäldern. Sie sind häufiger in offenen Savannenlandschaften zu finden, als ihr naher Verwandter, der Smaragdkuckuck. Die Nahrung besteht größtenteils aus Insekten, meist Raupen, die von Büschen und Bäumen gepickt werden. Es werden jedoch auch andere Insekten im Flug von einem Ansitz aus gefangen. Gelegentlich frisst der Klaaskuckuck auch Früchte.[2] Klaaskuckucke sind Brutparasiten, ihre Wirtseltern sind u.a. Nektarvögel und Grasmückenartige. Wie bei anderen Arten der Gattung Chrysococcyx werden Jungvögel teilweise von männlichen Klaaskuckucken zusätzlich gefüttert. Gründe für die Brutpflege sind nicht bekannt.[4]

Literatur[Bearbeiten]

  • Johannes Erritzoe, Clive F. Mann, Frederik Brammer, Richard A. Fuller: Cuckoos of the World (Helm Identification Guides). Christopher Helm Publishers Ltd, London 2012, ISBN 978-071-366-034-0.
  • Irby J. Lovette, Dustin R. Rubenstein and Wilson Nderitu Watetu: Provisioning of Fledgling Conspecifics by Males of the Brood-Parasitic Cuckoos Chrysococcyx klaas and C. caprius. In: The Wilson Journal of Ornithology. Vol. 118, Nr. 1, 2006, S. 99–101.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Erritzoe et al. S. 348
  2. a b Erritzoe et al. S. 349
  3. Chrysococcyx klaas in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2012. Eingestellt von: BirdLife International, 2012. Abgerufen am 24. August 2012
  4. Lovette et al. 2006

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Klaaskuckuck (Chrysococcyx klaas) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien