Klangarkade

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Schematische Zeichnung einer Klangarkade

Klangarkaden, auch Schallluken genannt, sind rund- oder spitzbogige Arkadenöffnungen in den Wänden historischer Glockentürme in Höhe der Glockenstube(n), in der die Glocken in Glockenstühlen frei schwingend aufgehängt sind. Die Klangarkaden haben die Aufgabe, den von den Glocken erzeugten Klang weitestgehend ungehindert ins Freie gelangen zu lassen.

Meistens sind die Öffnungen von Klangarkaden an den sogenannten Klanglamellen zu erkennen, die vor allem die Aufgabe haben, die Glockenstube vor Schlagregen zu schützen, aber gleichzeitig die Klangöffnungen nur unwesentlich einzuengen. Es handelt sich dabei um flache Lamellen, die mit korrosionsbeständigem Blech allseitig bekleidet oder gänzlich aus Metall gefertigt sind. Sie werden zwischen den seitlichen Laibungen der Arkaden waagerecht verlaufend mit gleichen Abständen untereinander eingespannt, und sind nach außen abgeschrägt. Nicht selten bleiben Öffnungen auch ohne Klanglamellen.

Häufig finden sich auch paarweise Anlagen von Klangarkaden, sogenannter Zwillingsarkaden oder Biforien, die meistens in jeder der vier, auch sechs und vor allem acht Seiten des Kirchturms ausgespart sind.

Mittelalterliche Klangarkaden weisen meistens profilierte Gewände aus Werkstein auf, die sich vor allem in der Gotik im Bogenbereich zu einem kunstvoll geformten durchbrochenen Maßwerk entwickeln, wie es sonst auch bei Fenstern üblich war. In der Romanik werden diese Wandöffnungen häufig von Säulen mit Kapitellen und Basen flankiert und geteilt sowie von Archivolten überdeckt.

Es gibt auch Schallluken mit anderen Öffnungen, etwa in Gestalt eines Vierecks, die dann aber nicht mehr als Arkade bezeichnet werden.

Beispiele für Klangarkaden:

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schallluke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien