Klapphandy

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Sharp TM 200 aufgeklappt

Klapphandy ist ein allgemein gebräuchlicher Begriff für Mobiltelefone, bei denen das Display, ähnlich wie bei einem Notebook, auf die Tastatur geklappt wird. Mit dieser Bauweise (clamshell, engl. für Muschelschale) kann ein vergleichsweise großes Display sehr platzsparend untergebracht werden. Moderne Geräte verfügen meist über ein zweites Außendisplay, das den Benutzer über die wichtigsten Informationen wie beispielsweise eingegangene Anrufe und SMS oder den Ladestand des Akkus informiert. Als weitere Vorteil der Klapphandys werden der hervorragende Schutz des Displays, die Sicherheit gegen versehentliches Betätigen der Tasten sowie die einfache Rufannahme durch Aufklappen des Handys angeführt. Ein Nachteil der Bauart besteht jedoch darin, dass Klapphandys oft dicker sind als traditionelle "Riegelhandys".

Mobiltelefone mit Klappdisplay wurden von Motorola Mitte der 1990er Jahre mit dem Gerät StarTAC in den Markt eingeführt. Erste Modelle konnten sich aber nicht durchsetzen, auch wegen der anfänglich nicht sehr zuverlässigen elektrischen Verbindung zwischen Grundkörper und Klappe. In Japan stieß das Design mit Klappdisplay später jedoch auf große Akzeptanz, speziell für den dort sehr verbreiteten mobilen Datendienst i-mode.

Betrachtet man nur Handys mit klassischer Tastenbedienung, beherrschen Klapphandys in Asien und USA heute den Markt. In Europa werden hingegen die meisten Mobiltelefone mit Tastenbedienung im sogenannten Riegelformat verkauft, auch wenn hier Klapphandy-Modelle neben einer dritten Bauform, dem Schiebehandy ("'Slider'") immer noch angeboten werden. Alle diese klassischen Bauformen werden aber von Handys mit Touchscreen bedrängt, die den geringsten Platzbedarf haben, weil hier das Display gleichzeitig auch das Bedienfeld darstellt (Stand: 2012).