Klassenlehrerprinzip

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Unter dem Begriff Klassenlehrerprinzip versteht man, dass eine Schulklasse in nahezu allen Fächern (zumindest in den Hauptfächern) von derselben Lehrkraft unterrichtet wird. Es wird vor allem an Grund- und Hauptschulen angewandt.

Vorteile für die Schüler[Bearbeiten]

  • Der Schüler hat in der Regel eine feste Bezugsperson über den Zeitraum von zwei Schuljahren.
  • Die Lehrkraft lernt die Schüler besser kennen und kann damit besser auf ihre Schwierigkeiten eingehen (innerschulisch und außerschulisch).
  • Die Klassengemeinschaft wird gestärkt.
  • Der Lehrplan in der Grund- und Hauptschule sieht Themenfelder vor, die in mehreren Fächern zur selben Zeit verwirklicht werden sollen (epochaler Unterricht).
  • Die Klassenlehrkraft kann besser auf fächerübergreifende Arbeitsweisen eingehen.
  • Projektorientierter Unterricht lässt sich verhältnismäßig einfach verwirklichen.

Nachteile für die Schüler[Bearbeiten]

  • Die Lehrkraft unterrichtet auch Fächer, in denen sie nicht explizit ausgebildet wurde.
  • Störungen im Lehrer-Schüler-Verhältnis können sich auf den gesamten Lernerfolg auswirken (nicht nur auf einzelne Fächer).
  • Weniger Abwechslung im Schulalltag, wodurch die Aufmerksamkeit und sozialen Kompetenzen gemindert werden können.
  • Ein Ausfall der Lehrkraft führt zu einer Neubesetzung (Mobile Reserve) in allen Fächern und damit zu Umstellungsproblemen bei den Schülern, während beim Wechsel der Lehrkraft in nur einem Fach die Kontinuität in den anderen Fächer gewahrt bleibt.