Klassik Radio

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Klassik Radio
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Allgemeine Informationen
Empfang UKW, DAB+,
Kabel (analog und digital), Satellit (digital) und Webradio
Sendegebiet DeutschlandDeutschland Deutschland, Tirol (Österreich), Salzburg (Österreich)
Eigentümer Klassik Radio AG
Geschäftsführer Ulrich R. J. Kubak
Sendestart 28. Oktober 1990
Rechtsform Privatrechtlich
Homepage www.klassikradio.de
Liste der Hörfunksender

Klassik Radio ist ein in Deutschland in rund 300 Städten über UKW, deutschlandweit über Kabel, europaweit über Satellit sowie weltweit über das Internet empfangbares privates Hörfunkprogramm. Seit dem 1. August 2011 sendet der Sender auch digital im DAB+-Netz. Das Sendezentrum befindet sich in Hamburg. Die Klassik Radio GmbH & Co. KG ist ein Tochterunternehmen der Klassik Radio AG mit Sitz im Augsburger Hotelturm und die einzige börsennotierte Radiogesellschaft Deutschlands.

Klassik Radio bietet in erster Linie ein Musikprogramm, das durch halbstündliche Nachrichten sowie Neuigkeiten aus Wirtschaft, Börse, Medien und Kultur ergänzt wird.

Das Musikprogramm eignet sich sowohl als Tagesbegleitprogramm wie auch zum bewussten Zuhören. Es setzt sich hauptsächlich zusammen aus klassischen Musikstücken, Filmmusik und den New Classics. Vollständige Werke der Klassik werden nicht gespielt, sondern vielmehr ausgewählte Sätze, die unmittelbar eingängig sind.

Am späteren Abend ab 22:00 Uhr wechselt das Programm zur Lounge-Musik, d. h. Nu Jazz, Downbeat, Chillout, Ambient, World music etc. Das Programm gestalten DJ Nartak, das Produzententeam Levitation, Lichtmond und Schiller.

Positionierung und Kritik[Bearbeiten]

Aufgrund seiner Musikfarbe und Programm-Mixtur unterscheidet sich Klassik Radio von den zahlreichen Klassikwellen der ARD und dem Deutschlandradio, deren Musikprogramme traditionell den Charakter „ernster Musik“ aufweisen. Im Gegensatz dazu werden bei Klassik Radio keine ganzen Sätze oder Werke gespielt sondern lediglich Satzausschnitte. Diese sind bewusst so gewählt, dass insgesamt eine bessere Durchhörbarkeit des Programms entsteht. Zudem räumt der Sender der (klassischen) Filmmusik tagsüber und besonders abends relativ viel Platz ein. Der wohl größte Unterschied zu anderen Klassiksendern besteht jedoch bei der (nachts) gespielten Lounge-Musik. Insgesamt grenzt sich Klassik Radio mit diesem Programmkonzept bewusst von anderen Klassiksendern ab und wendet sich damit gezielt an eine vergleichsweise junge Hörerschaft ab 30 Jahre.

Diese Unterschiede werden häufig von Anhängern der öffentlich-rechtlichen Musikprogramme als Kritikpunkte an Klassik Radio angeführt. Das Format des Senders wird von ihnen als eine der Ursachen für Programmreformen bei den öffentlich-rechtlichen Kulturprogrammen in den letzten Jahren angesehen, die zu einer verbesserten Durchhörbarkeit in Verbindung mit einer verringerten „Ernsthaftigkeit“ der tagsüber gesendeten Programmstrecken geführt hätten. Im Zuge dessen hätten sich auch die Moderationsstile der öffentlich-rechtlichen Klassiksender in nicht begrüßenswerter Art und Weise verändert.

Hörer[Bearbeiten]

Laut Media-Analyse (ma 2014 Radio II) hat Klassik Radio in ganz Deutschland täglich 1,279 Mio. Hörer (Mo-Fr). In der Durchschnittsstunde hat der Sender 182.000 Hörer (Mo-Fr). Zum weitesten Hörerkreis (WHK) werden 4,509 Mio. Hörer gezählt.[1]

Sendegebiet[Bearbeiten]

Neben der bundesweiten Verbreitung im Kabel sendet Klassik Radio in Deutschland auf bisher 43 und in Österreich auf zwei terrestrischen UKW-Frequenzen. Empfangen werden kann Klassik Radio damit in über 300 Städten, aktuell in Regionen von Bayern, Baden-Württemberg, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Thüringen und Tirol. In Berlin, Hamburg und Schleswig-Holstein ist Klassik Radio dagegen landesweit per UKW zu empfangen. Ansonsten ist der Sender europaweit über die Satelliten Astra 1H (digital) und weltweit im Internet zu finden. Zusätzlich ist Klassik Radio seit dem Start des neuen Digitalradio-Standards seit August 2011 in ganz Deutschland über DAB+ empfangbar.

Seit Oktober 2008 ist Klassik Radio über UKW auch erstmals in Österreich im Großraum Innsbruck und seit November 2013 auch in Salzburg zu empfangen[2][3]. Der Empfang von Klassik Radio über das österreichische und schweizerische Kabelnetz hingegen hängt vom jeweiligen Kabelanbieter ab und ist von Region zu Region unterschiedlich.

Digitalradio DAB+[Bearbeiten]

Deutschland

UKW-Frequenzen[Bearbeiten]

Baden-Württemberg

Bayern

Berlin

Brandenburg

Hamburg

Hessen

Mecklenburg-Vorpommern

Niedersachsen

Schleswig-Holstein

Thüringen

Tirol (Österreich)

Salzburg (Österreich)

Satellitenempfang[Bearbeiten]

Digital

Satellit: Astra 1H 19,2° Ost Transponder 103
Downlinkfrequenz: 12,4605 GHz
Polarisation: horizontal
Symbolrate: 27,5 msymb/s
Fec: 3/4

Webradio[Bearbeiten]

Das Live-Programm von Klassik Radio kann auch über das Internet via Livestream empfangen werden. Zum mobilen Empfang des Streams werden kostenlose Apps für Smartphones zum Download angeboten. Zusätzlich lassen sich neben dem Live-Programm des Senders neun weitere, genrespezifische Streams auswählen:

  • Klassik Lounge Channel
  • Klassik Movie Channel
  • Klassik Opera Channel
  • Klassik Brazil Channel
  • Klassik Smooth Channel
  • Klassik Nature Channel
  • Klassik Kids Channel
  • Klassik New Classics Channel
  • Klassik Pure Bach Channel

Konzerte[Bearbeiten]

Seit 2006 veranstaltet Klassik Radio unter der Bezeichnung Klassik Radio in concert Konzerttourneen.

Die große Welt der Filmmusik (2006–2009)[Bearbeiten]

Im Jahr 2006 veranstaltete Klassik Radio in Zusammenarbeit mit den Hamburger Symphonikern die erste Filmmusik-Konzertreihe. Unter dem Dirigat von Frank Strobel spielten die Hamburger Symphoniker bekannte Titel aus verschiedenen Filmen, wie z.B. Casablanca, Der Pate, Vom Winde verweht oder Forrest Gump.

Im Jahr darauf gründete Klassik Radio mit dem Klassik Radio Pops Orchestra sein eigenes Orchester. Dieses setzt sich aus Musikern des City of Prague Philharmonic Orchestra zusammen. Künstlerischer Leiter der Tournee ist Nic Raine. "Klassik Radio"-Chefmoderator Holger Wemhoff moderierte von Beginn an durch das etwa 30 Stücke umfassende Programm, vereinzelt wurde er von seinem Kollegen Florian Schmidt vertreten.

Von jeder Tournee, die jeweils im Herbst und im Frühjahr mit demselben Programm unterwegs ist, werden Live-Aufnahmen für eine spätere Veröffentlichung auf CD gemacht.

The Best of Ludovico Einaudi (2007)[Bearbeiten]

Im Herbst 2007 veranstaltete Klassik Radio eine Konzerttournee mit dem italienischen Solo-Klavier-Künstler Ludovico Einaudi. In acht deutschen Städten präsentierte der Künstler einen Querschnitt seiner bis dato vier veröffentlichten Alben. Bei seinem Konzert in der Berliner Philharmonie entstanden Aufnahmen für eine spätere Live-CD.

Die Klassik Radio Proms (2008–2009)[Bearbeiten]

Ab Oktober 2008 war mit den Klassik Radio Proms die dritte Konzertreihe des Senders bundesweit auf Tour. Dabei wurden populäre Stücke aus dem Tagesprogramm live aufgeführt. Verfolgt wurde mehr oder weniger ein Crossover-Aspekt, der eine Mischung aus Filmmusik, bekannten Sätze aus Stücken der klassischen Musik und sogenannte "New Classic"-Titeln verfolgte. Aufgeführt wurde das rund 20 Titel umfassende Programm nach vom Klassik Radio Pops Orchestra, Dirigentin ist Agnes Nagorka, künstlerischer Leiter Generalmusikdirektor ist Marek Tracz. Moderiert wurde die Tour von "Klassik Radio"-Moderatorin Sandra Voss.

Auch von dieser Tournee wurden Live-Aufnahmen beim ersten Konzert in Hamburg gemacht, die für eine spätere CD-Produktion verwendet wurden.

Christmas Soundtracks (2009)[Bearbeiten]

Am 6. Dezember 2009 führte das Klassik Radio Pops Orchestra im Berliner Tempodrom die Weltpremiere der "Christmas Soundtracks" auf. Cassandra Steen unterstützte das Pops Orchestra dabei. Das Konzert konnte über einen Live-Stream mitverfolgt werden.

Es erfolgte ein Live-Mitschnitt des Konzertes, welcher anschließend auf CD veröffentlicht wurde.

Moderatoren[Bearbeiten]

  • Holger Wemhoff (Chefmoderator)
  • Sandra Voss
  • Stefanie Wittgenstein
  • Florian Schmidt
  • Clemens Benke
  • Bettina Zacher (Musikchefin)
  • Maria Willer
  • Johannes Weisz (Stv. Chefredakteur)
  • Thilo Winnefeld
  • Jörg Simsky
  • Linda Marschall
  • Fanny Rosenberg

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Werbeträgerreichweite und Sendernutzung laut ma 2014 Radio II
  2. Zulassung zur Veranstaltung von Hörfunk im Versorgungsgebiet "Innsbruck 95,5 MHz" (KOA 1.541/07-001)
  3. Zulassung zur Veranstaltung von Hörfunk im Versorgungsgebiet "INZING (Stieglreith) 95,1 MHz" (KOA 1.541/11-002) (PDF; 65 kB)

Weblinks[Bearbeiten]