Klaus-Michael Bonsack

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Klaus Bonsack am Start der Spießbergbahn, auf der er 1969 DDR-Meister im Einsitzer wurde

Klaus-Michael Bonsack (* 26. Dezember 1941 in Waltershausen) ist ein ehemaliger deutscher Rennrodler.

Bonsacks sportliche Karriere begann auf der Spießbergbahn der unweit seines Heimatortes gelegenen Rennrodel-Hochburg Friedrichroda. Bei den Olympischen Spielen 1968 in Grenoble wurde der für die DDR startende Bonsack mit Thomas Köhler Olympiasieger im Doppelsitzer. 1964 wurde er bei Olympischen Spielen in Innsbruck Zweiter im Einsitzer. Bei den Olympischen Winterspielen 1972 in Sapporo gewann er die Bronzemedaille im Doppelsitzer mit Wolfram Fiedler. Bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 1972 in Sapporo war er Fahnenträger der DDR-Mannschaft.

Bonsack startete für den SC Traktor Oberwiesenthal und gewann insgesamt elf DDR-Meistertitel. Der gelernte Schlosser (1964 tätig im VEB Waggonbau Gotha) studierte an der Ingenieurschule in Schmalkalden. Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn arbeitete er im wissenschaftlichen Zentrum des Schlitten- und Bobsportverbandes der DDR. 1990 übernahm Bonsack die Trainerposition beim österreichischen Rodelverband und trainierte unter anderem Doris und Angelika Neuner.

Ihm wurde im Juni 1964 der Vaterländischen Verdienstorden in Bronze verliehen.[1] 1968 erhielt er für seinen Olympiasieg den Vaterländischen Verdienstorden in Silber[2] und nach den Olympischen Winterspielen 1972 diesen Orden in Gold.[3]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Neues Deutschland, Ausgabe vom 17. Juni 1964, S. 4: Hohe Auszeichnungen verliehen – Vaterländischer Verdienstorden.
  2. Neues Deutschland, 30. August 1968, S. 4
  3. Berliner Zeitung, 15. April 1972, S. 4