Klaus Bachler

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Dieser Artikel erläutert den Schauspieler Klaus Bachler; für den gleichnamigen Rennfahrer siehe Klaus Bachler (Rennfahrer).

Nikolaus Klaus Bachler (* 29. März 1951 in Fohnsdorf, Steiermark) ist ein österreichischer Theater- und Opernintendant und Schauspieler.

Leben[Bearbeiten]

Klaus Bachler studierte zunächst Schauspiel am Wiener Max-Reinhardt-Seminar. Nach dem Abschluss ging er an das Salzburger Landestheater und war an verschiedenen deutschen Bühnen engagiert. Von 1987 bis 1990 war er künstlerischer Betriebsdirektor des Berliner Schiller-Theaters und ging anschließend für zwei Jahre nach Paris.

1992 kehrte er nach Österreich zurück und wurde zunächst zum Intendanten der Wiener Festwochen ernannt (wo er u.a. in seiner letzten Saison das Kultstück „Alma - A Show Biz ans Ende“ initiierte), anschließend 1996 zum Intendanten der Wiener Volksoper. 1999 übernahm er von Claus Peymann das Wiener Burgtheater.

Zu Beginn der Spielzeit 2008/2009 übernahm Klaus Bachler die Intendanz der Bayerischen Staatsoper in München. Seither nennt er sich wieder nach seinem Geburtsnamen Nikolaus Bachler.[1]

Tätigkeit am Burgtheater[Bearbeiten]

Die Direktion Bachler stellte für das Burgtheater einen Paradigmenwechsel zur Direktion seines Vorgängers dar. Mit Bachler war ein Kulturmanager Direktor der wichtigsten Bühne Österreichs geworden, der das Theaterevent in den Vordergrund rückte, nicht der streitbare Regisseur, wie sein Vorgänger Peymann. Dafür engagierte er Regisseure wie Luc Bondy, Andrea Breth oder Peter Zadek.

Er verstand Theater als ein Medium mit gesellschaftlicher Verantwortung. Mit der 2007 gestarteten Aktion Kostenlos ins Theater! wurde Schulklassen die Möglichkeit geboten, kostenlos ausgewählte Vorstellungen besuchen zu können.

Auf dem Spielplan fanden sich moderne wie klassische Stücke in unterschiedlichen Inszenierungsstilen. Als Raum für experimentelles Theater und neue Ansätze hatten sich die Spielstätten Vestibül und Kasino etabliert.

Einen thematischen Schwerpunkt setzte Klaus Bachler mit dem bis 2008 laufenden Shakespeare-Zyklus, in dem mit modernen Interpretationen klassischer Shakespeare-Stücke, Lesungen und Vorträgen das Werk und die Zeit Shakespeares und seine Auswirkungen auf die heutige Zeit untersucht wurden.

Weitere Highlights abseits vom Spielplanbetrieb waren die MTV-Unplugged-Konzerte von Die Toten Hosen, veröffentlicht auf dem Album Nur zu Besuch im Jahr 2005, Produktionen von Christoph Schlingensief sowie die Aktion orgien mysterien theater von Hermann Nitsch, beide 2005.

Im April 2014 wollte ein von der Zeitschrift NEWS in Auftrag gegebenes Attest des unabhängigen Juristen Karl Newole den Vorgang der Untreue nicht ausschließen, weil Bachler 2009 in Wien volles Gehalt bezogen habe, obwohl er schon als Intendant der Münchner Oper tätig war.

Sonstiges[Bearbeiten]

Bachler ist als Vertreter der Intendanzen der Bayerischen Staatstheater Mitglied im Rundfunkrat des Bayerischen Rundfunks.[2] Vom Wiener Burgtheater wurde ihm 2009 die Ehrenmitgliedschaft verliehen.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nikolaus Bachler Lebenslauf auf den Seiten der Bayerischen Staatsoper
  2. Mitglieder des Rundfunkrats. Bayerischer Rundfunk, abgerufen am 23. Mai 2014.
  3. Ehrenmitglieder des Burgtheaters (Stand 2010) (abgerufen am 26. Juni 2014)