Klaus Bittermann

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Klaus Bittermann (* 1952 in Kulmbach), auch bekannt unter dem Pseudonym Artur Cravan, ist ein deutscher Autor und Verleger.

Leben[Bearbeiten]

Bittermann zog Anfang der 1970er-Jahre nach Nürnberg, um an der Universität Erlangen Philosophie, Soziologie und Politologie zu studieren. Schon als Student war er als Buchproduzent tätig. Er gab zunächst anonym nicht lizenzierte Nachdrucke libertärer „Klassiker“ heraus, z. B. in der Reihe „Sammlung unter der Hand” Étienne de La Boéties Schrift Von der freiwilligen Knechtschaft.

Seit 1979 betreibt er den Verlag Edition Tiamat, zunächst in Nürnberg, ab 1981 in Berlin. Er schreibt daneben als Satiriker u. a. für die taz, die Junge Welt und das „Kritische Tagebuch“ des WDR. Im Berliner Festsaal Kreuzberg veranstaltet er die Lesebühne Club der letzten Gerechten. Er ist Herausgeber zahlreicher Anthologien, u. a. des satirischen Who's who peinlicher Personen. Unter dem Pseudonym „Artur Cravan“ schrieb er eine Berlin-Krimi-Trilogie.

Schriften[Bearbeiten]

  • Das Sterben der Phantome. Verbrechen und Öffentlichkeit, Berlin 1988
  • Geisterfahrer der Einheit. Kommentare zur Wiedervereinigungskrise, Berlin – Amsterdam 1995
  • Strandgut der Geschichte, München 2001, ISBN 3-923646-78-X.
  • Noch alle Schweine im Rennen?, Mainz 2001, ISBN 3-930559-74-9.
  • In Schlucken-zwei-Spechte (Harry Rowohlt erzählt Ralf Sotscheck sein Leben von der Wiege bis zur Biege), Berlin 2002, ISBN 3-89320-053-3
  • The Crazy Never Die. Amerikanische Rebellen in der populären Kultur, Berlin 2011, ISBN 978-3-89320-153-2.
  • als (Hrsg.): Das Wörterbuch des Gutmenschen. Betroffenheitsjargon und Gesinnungskitsch. München 1998, ISBN 3-492226957.
  • als (Hrsg.): It's a Zoni. Zehn Jahre Wiedervereinigung. Die Ossis als Belastung und Belästigung. Berlin 2002, ISBN 3-89320-026-6.
  • als (Hrsg.): Literatur als Qual und Gequalle. Über den Kulturbetriebsintriganten Günter Grass. Berlin 2007, ISBN 3-89320-108-4.
  • als (Hrsg.): Unter Zonis: Zwanzig Jahre reichen jetzt so langsam mal wieder. Ein Rückblick. Berlin 2009, ISBN 978-3-89320-137-2.
  • The Crazy Never Die. Amerikanische Rebellen in der populären Kultur, Edition Tiamat/Verlag Klaus Bittermann, Berlin 2011 ISBN 978-3-89320-153-2.
  • Möbel zu Hause, aber kein Geld für Alkohol. Kreuzberger Szenen. Edition Tiamat, Berlin 2011, ISBN 978-3-89320-159-4.

Hörbuch[Bearbeiten]

  • Harry Rowohlt und Klaus Bittermann lesen aus „Alles schick in Kreuzberg“ und „Möbel zu Hause, aber kein Geld für Alkohol“, Edition Tiamat/Verlag Klaus Bittermann, Berlin 2013 ISBN 978-3-89320-184-6, 2 CD, 140 Min.

Weblinks[Bearbeiten]