Klaus Frings

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Klaus Frings (* 1936; † 17. April 1968 in München) war als Pressefotograf unter anderem für Associated Press und für den Axel-Springer-Verlag tätig. Er starb an Verletzungen, die er durch einen Steinwurf bei einer Demonstration nach dem Attentat auf Rudi Dutschke erlitten hatte.

Im April 1968 beschleunigten sich die Ereignisse in der Studentenbewegung. Am Gründonnerstag 1968 wurde der APO-Führer Rudi Dutschke auf dem Kurfürstendamm in West-Berlin niedergeschossen. Daraufhin fanden wegen Berichterstattung in den Springer-Blättern, die der Studentenbewegung kritisch gegenüberstand, Demonstrationen vor den Verlagshäusern in West-Berlin und verschiedenen Städten in der Bundesrepublik Deutschland statt, so auch in München. Diese Demonstrationen entwickelten sich teilweise zu bürgerkriegsartigen Straßenschlachten mit der Polizei und wurden als Osterunruhen bekannt.

Klaus Frings wurde durch einen Steinwurf an Ostermontag, den 15. April 1968, so schwer verletzt, dass er zwei Tage später starb, nachdem die behandelnden Ärzte seine Verletzung zuerst unterschätzt hatten. Bis heute ist ungeklärt, wer den Stein warf und somit für seinen Tod verantwortlich war. Denn an diesem Abend wurden sowohl von Studenten als auch von Polizisten Steine geworfen. Von Seiten der APO wurde die Polizei verantwortlich gemacht, die jedoch jede Verantwortung abstritt. Ein weiteres Todesopfer war der Student Rüdiger Schreck, der einen Tag nach Frings an den Folgen einer Schlagverletzung starb, die ihm vermutlich durch einen Polizisten zugefügt worden war.[1][2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zwei vergessene 68er-Opfer BR-online, 18. März 2008 (offline; archivierte Version im Internet Archive)
  2. Nick Thomas: Protest Movements in 1960s West Germany. A Social History of Dissent and Democracy, Oxford/New York 2003, S. 175.