Klaus Jensen (SPD)

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Klaus Jensen (* 14. Januar 1952 in Duisburg) ist ein deutscher Politiker (SPD), Oberbürgermeister der Stadt Trier und rheinland-pfälzischer Staatssekretär a. D.

Leben[Bearbeiten]

Nach Berufsausbildung zum Großhandelskaufmann in einem internationalen Handelshaus und Zivildienst bei der Arbeiterwohlfahrt in Duisburger Obdachlosensiedlungen absolvierte er ein Studium der Sozialarbeit mit dem Schwerpunkt Sozialplanung an der Fachhochschule für Sozialwesen in Düsseldorf. Der anschließende Berufseinstieg als Sozialplaner gelang in Trier, wo er drei Jahre für die Stadtverwaltung arbeitete. Er wurde schließlich Dozent der Universität Trier und freiberuflicher Sozialplaner. Im Jahr 1986 gründete er ein Unternehmen für Sozialplanung, das sich mit Standorten in Trier, Chemnitz, Erfurt und Mainz etablierte. Nebenbei absolvierte er eine Ausbildung zur Friedensfachkraft in der internationalen Mediation.

Nach siebenjähriger Tätigkeit als Berater mehrerer Bundesländer, Bundesministerien und der Europäischen Union berief man ihn 1994 zum Staatssekretär und Amtschef des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit in Rheinland-Pfalz. Daneben war er Landesbehindertenbeauftragter. 1999 ließ er sich nach Erkrankung seiner damaligen Ehefrau, die 2001 verstarb, in den einstweiligen Ruhestand versetzen.

Er arbeitete ab 1999 erneut freiberuflich als Unternehmensberater für Krankenhäuser, Wohlfahrtsverbände und öffentliche Verwaltungen, gab diese Tätigkeit jedoch auf, um Interessenskonflikte mit dem Amt seiner neuen Frau Malu Dreyer, rheinland-pfälzische Staatsministerin für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit, zu vermeiden. Er arbeitete anschließend als Stiftungsvorstand der Klaus Jensen Stiftung, die Projekte der Gewaltprävention, Mediation und Versöhnung im In- und Ausland unterstützt.

Klaus Jensen kandidierte am 24. September 2006 bei der Wahl zum Oberbürgermeister der Stadt Trier. Er trat als unabhängiger Kandidat an, wurde jedoch von SPD und Grünen unterstützt. Er gewann alle Wahlbezirke und errang mit 66,9 Prozent mehr als doppelt so viele Stimmen wie sein christdemokratischer Konkurrent Ulrich Holkenbrink (33,1 Prozent). Damit wird die Stadt erstmals seit Kriegsende nicht von einem CDU-Bürgermeister regiert. Jensen trat sein Amt am 1. April 2007 an.

Jensen engagiert sich im Verein „Für ein buntes Trier, gemeinsam gegen Rechts e.V.“, der wegen seiner Kooperation mit linksextremen Gruppierungen stark kritisiert wurde.[1]

Bei der Neuwahl des Trierer Oberbürgermeisters 2014 kandidierte Jensen aus Altersgründen nicht für eine zweite Amtszeit. Im Juni 2015 soll Jensen neuer Honorarkonsul Luxemburgs in Trier ernannt werden. Seine Zuständigkeit beschränkt sich auf die Assistenz luxemburgischer Staatsbürger, der Vertretung Luxemburger Interessen in kommerziellen und finanziellen Fragen sowie der Förderung der kulturellen Zusammenarbeit zwischen Luxemburg und der Region Trier[2].

Persönliches[Bearbeiten]

Klaus Jensen ist seit Juli 2004 mit der ehemaligen rheinland-pfälzischen Sozialministerin und heutigen Ministerpräsidentin des Landes Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer (SPD), verheiratet. Das Ehepaar lebt in einem Wohnprojekt für behinderte und nichtbehinderte Menschen nahe der Benediktinerabtei St. Matthias in Trier. Jensen hat drei Kinder aus erster Ehe mit Helene Hillesheim-Jensen († 2001).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. OB Klaus Jensen wegen Vereins-Vorsitz kritisiert. lokalo.de. Abgerufen am 27. Juni 2014.
  2. http://www.volksfreund.de/nachrichten/region/trier/Heute-in-der-Trierer-Zeitung-Luxemburg-bestaetigt-Trierer-Oberbuergermeister-wird-neuer-Honorarkonsul;art754,4077781