Klaus Jepsen
Klaus Jepsen (* 26. April 1936 in Schleswig; † 16. Januar 2005 in Berlin) war ein deutscher Schauspieler und Synchronsprecher.
Leben [Bearbeiten]
Jepsen absolvierte seine Schauspielausbildung bei Marlise Ludwig in Berlin. Dort gab er seinen Theater-Einstand am Schiller-Theater. Den Staatlichen Schauspielbühnen unter der Leitung Boleslaw Barlogs sollte er drei Jahrzehnte lang angehören. Dabei spielte Jepsen unter anderem an der Seite von Sir Peter Ustinov in dessen Komödie Beethovens Zehnte (1988; eine Aufzeichnung wurde von der ARD im selben Jahr ausgestrahlt) einen Ohrenarzt, der dem Geiste Beethovens (Ustinov) endlich wieder zu einem intakten Gehör verhilft.
Daneben war Jepsen auch als Schauspieler in Film und Fernsehen aktiv. So verkörperte er die Titelrolle in Der Umsetzer (1976) und hatte Auftritte in Werwölfe (über die Wirren am Ende des Zweiten Weltkrieges), in den Literaturverfilmungen Die neuen Leiden des jungen W. (1976) nach Ulrich Plenzdorf und Wanderungen durch die Mark Brandenburg nach Theodor Fontane oder neben Loriot in dessen Komödie Pappa ante Portas.
Seit Mitte der 1970er Jahre arbeitete Jepsen zudem umfangreich in der Synchronisation. Dabei lieh er seine Stimme prominenten Kollegen wie Danny DeVito (Schnappt Shorty! oder L.A. Confidential), Joel Grey (Kafka), Sir Ian Holm (in Das fünfte Element, als Jack the Ripper in From Hell) sowie Pete Postlethwaite in (Die üblichen Verdächtigen). Darüber hinaus prägte sich seine Stimme den Fernsehzuschauern durch zahlreiche Serienhauptrollen ein, zum Beispiel als Dr. Philip Watters (Hector Elizondo) in Chicago Hope – Endstation Hoffnung, als Principal Snyder (Armin Shimerman) in Buffy – Im Bann der Dämonen, als Rechtsanwalt Stuart Markowitz (Michael Tucker) in L.A.Law, als aggressiv-cholerischer SS-Major Wolfgang Hochstetter in Ein Käfig voller Helden oder als blasierter Chirurg Charles Emerson Winchester III. (David Ogden Stiers) in M*A*S*H.
Außerdem setzte er seine Stimme oft für Hörspiele ein, unter anderem für zahlreiche Produktionen des Labels KIOSK (Das Wirtshaus im Spessart, Ivanhoe oder Der Kurier des Zaren) oder als Professor Futura in der Neu-Auflage der Science-Fiction-Serie Jan Tenner. In der Hörspielserie Professor van Dusen glänzte er in zahlreichen Haupt- und Nebenrollen.
Um 1990 zog sich Jepsen aus gesundheitlichen Gründen fast vollständig von der Schauspielerei zurück und arbeitete nur noch als Synchronsprecher. Er starb nach langer Krankheit am 16. Januar 2005 in Berlin.
Film und Fernsehen (Auswahl) [Bearbeiten]
- 1961: Der Transport
- 1973: Die Werwölfe
- 1976: Die neuen Leiden des jungen W.
- 1976: Verdunkelung – Der Eisenbahnmörder
- 1977: Walter Hasenclever
- 1979: Kümmert euch nicht um Sokrates
- 1982: Wir haben uns doch mal geliebt
- 1985: Die Mitläufer
- 1986: Wanderungen durch die Mark Brandenburg
- 1987: Der elegante Hund
- 1988: Beethovens Zehnte (Theater-Aufzeichnung)
- 1988: Neapel sehen und erben
- 1991: Pappa ante Portas
- 1997: Sperling und sein Spiel gegen alle
Weblinks [Bearbeiten]
- Literatur von und über Klaus Jepsen im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Klaus Jepsen in der Internet Movie Database (englisch)
- Klaus Jepsen in der Deutschen Synchronkartei
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Jepsen, Klaus |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Schauspieler und Synchronsprecher |
| GEBURTSDATUM | 26. April 1936 |
| GEBURTSORT | Schleswig |
| STERBEDATUM | 16. Januar 2005 |
| STERBEORT | Berlin |