Klaus Merten
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Klaus Merten (* 1940 in Potsdam) ist ein deutscher Kommunikationswissenschaftler.
An den Universitäten Aachen, Münster und Bielefeld studierte Merten Mathematik, Publizistik und Soziologie. Seinen Abschluss machte er 1970 als Dipl.-Soziologe in Münster. Von 1973-1978 arbeitete Merten als Wissenschaftlicher Assistent an der Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld. 1976 wurde er mit einer Arbeit über den Kommunikationsbegriff zum Dr. rer. soz. promoviert. Nach Gastprofessuren an den Universitäten Mainz, Gießen und Berlin folgte er 1979 einem Ruf als Professor für Methoden der empirischen Sozialforschung an die Universität Gießen, wo er zugleich Direktor des Instituts für Soziologie wurde. 1984 folgte er dem Ruf auf die Professur für empirische Kommunikationsforschung an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster, wo er – unterbrochen durch eine Gastprofessur 1990 an der Universität Tunis – bis zu seiner Emeritierung blieb. Klaus Merten ist Initiator des einjährigen Fernstudiengangs zum PR-Manager und gründete 2003 die com+plus GmbH, die diese Weiterbildung anbietet. Im Oktober 2008 machte Merten von sich Reden, indem er behauptete, die Profession Public Relations habe insgesamt eine "Lizenz zur Täuschung". Vom Deutschen PR-Rat wurde die Aussage zurückgewiesen.[1]
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Kommunikationsbegriffe nach Merten
1977 untersuchte Merten über 160 Begriffsbestimmungen von Kommunikation und entwickelte dabei ein eigenes Raster, das zwischen subanimalischer, animalischer, Human- und Massenkommunikation differenziert.
- Subanimalische Kommunikation ist die Kommunikation zwischen einzelnen Organismen. Teil der subanimalischen Kommunikation sind sowohl technische wie auch naturwissenschaftliche Phänomene wie etwa die gegenseitige Beeinflussung zweier magnetischer Substanzen.
- Animalische Kommunikation ist die Kommunikation zwischen tierischen Lebewesen, egal ob zwischen Tieren oder zwischen Mensch und Tier.
- Humankommunikation beschreibt ausschließlich die Kommunikation zwischen Menschen. Eine Besonderheit dieser Kommunikation ist die Verfügbarkeit des sprachlichen Kanals über und neben anderen - nonverbalen - Kommunikationskanälen.
- Massenkommunikation ist eine Art der Humankommunikation, die auf technische Hilfsmittel angewiesen (also indirekt) ist, in aller Regel einseitig ist und sich an ein disperses Publikum richtet.
- Computervermittelte (Gemeinschafts-)Kommunikation ist eine Kommunikationsform, die aus der Fusion von Telekommunikation, Computerisierung und herkömmlichen elektronischen Massenmedien entstanden ist.
[Bearbeiten] Preise und Auszeichnungen
- 1990 1. Preis der Thyssenstiftung für den Beitrag „Meinungsführer in der Mediengesellschaft“
- 1988 2. Preis der Fritz Thyssen Stiftung für Sozialwissenschaftliche Aufsätze (für einen Beitrag über das Kommunikationsmodell nach Lazarsfeld)
- 1977 Top Award International Communication Association (ICA)
[Bearbeiten] Publikationen
- Die Wirklichkeit der Medien. Eine Einführung in die Kommunikationswissenschaft mit Siegfried J. Schmidt und Siegfried Weischenberg, 1994
[Bearbeiten] Weblinks
- Literatur von und über Klaus Merten im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Persönliche Seite am Institut für Kommunikationswissenschaft
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ „Ein Audio-Interview mit Klaus Merten über die Ethik der PR“, pr-on-air.de, 22. März 2008
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Merten, Klaus |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Kommunikationswissenschaftler |
| GEBURTSDATUM | 1940 |
| GEBURTSORT | Potsdam |

