Klaus Richtzenhain

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Klaus Richtzenhain wird 800-Meter-Meister der DDR 1956

Klaus Richtzenhain (* 1. November 1934 in Berlin) ist ein ehemaliger deutscher Leichtathlet, der bei den XVI. Olympischen Sommerspielen 1956 in Melbourne den zweiten Platz im 1500-Meter-Lauf belegte, hinter dem Iren Ron Delany (Gold) und vor dem Australier John Landy (Bronze). Er nahm für die DDR in einer gemeinsamen Mannschaft beider deutscher Staaten an den Spielen teil.

Klaus Richtzenhain hatte 1951 als Lehrling in Dessau mit dem Lauftraining begonnen und war bereits ein Jahr später Landesmeister von Sachsen-Anhalt. 1955, für Leipzig startend, rückte er in die Weltspitze vor. 1956 galt er als zweitbester deutscher Läufer nach Siegfried Herrmann, der aber im 1500-Meter-Vorlauf mit einem Riss der Achillessehne ausschied. Nach seinem überraschenden zweiten Platz wurde er zum Fahnenträger der deutschen Mannschaft für die Abschlussveranstaltung bestimmt. Klaus Richtzenhain startete in Melbourne außerdem im 800-Meter-Wettbewerb, schied jedoch im Vorlauf aus.

Ein zweiter Olympiastart 1960 in Rom misslang durch Verletzungen. Nach dem Ende seiner Sportlerlaufbahn 1961 wurde er Ingenieur. Er lebt als Rentner in Erfurt.

Richtzenhain startete für den SC Lokomotive Leipzig (Trainer: Max Syring), ab Ende 1960 für den SC Turbine Erfurt (Trainer: Ewald Mertens). In seiner aktiven Zeit war er 1,78 m groß und wog 62 kg.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Klaus Richtzenhain – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien