Klause (Wasserbau)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Klause an einem südlichen Zufluss des Leinbachs im Pfälzerwald

Als eine Klause bezeichnet man ein Wehr, das zum Aufstauen von Gewässern für die Flößerei (regional auch: Trift) errichtet wurde.

Wenn die Flößer im Staubecken, gegebenenfalls auch zusätzlich entlang des Unterlaufs, genügend gefällte Baumstämme oder Schnitt- oder Scheitholz angesammelt hatten, wurde der Verschluss der Klause geöffnet und das gestaute Wasser einschließlich des Holzes abgelassen. Mit dem künstlichen „Hochwasser“ wurde das Holz über weite Strecken mitgeschwemmt und von den Flößern geführt, ehe man es an einer Landestelle aus dem Wasser holte.

Das ungewollte Verlegen eines Gewässers durch Treibholz bezeichnet man heute noch als „Verklausung“. Sie kann leicht zu Hochwasser führen.

Klausen waren vom Ende des Mittelalters bis etwa in die 1960er Jahre in Betrieb (z. B. die Erzherzog-Johann-Klause an der Grundache (Tirol) oder die Prescenyklause an der Salza in der Steiermark).

Begriffe[Bearbeiten]

Klause am Kraxenbach bei Ruhpolding
Theresienklause in der Almbachklamm (nahe Berchtesgaden)

Der Begriff Klause wird auch häufig mit dem gestauten Gewässer gleichgesetzt.

Im Schwarzwald wird das Synonym Kluse verwendet. Beide Bezeichnungen sind aus dem mittelhochdeutschen Kluse, und damit aus dem lateinischen cl(a)usum (dt. verschließen) abgeleitet.

Frühere Klausen[Bearbeiten]

Baulich sind von früheren Klausen in der Regel nur noch Spuren zu finden. Ihre frühere Existenz hat sich jedoch oft in Gewann-Namen niedergeschlagen.

Klusen im Schwarzwald[Bearbeiten]

Klausen (auch Wooge genannt) im Pfälzerwald[Bearbeiten]

Klausen in Bayern[Bearbeiten]

Klausen in Österreich[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM, Google oder Bing