Mater Ecclesiae

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Kloster Mater Ecclesiæ
Außenansicht

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Daten
Ort Vatikanstadt
Baujahr 1992
Koordinaten 41° 54′ 14″ N, 12° 27′ 4″ O41.9037512.451083333333Koordinaten: 41° 54′ 14″ N, 12° 27′ 4″ O
Kloster Mater Ecclesiæ (Vatikanstadt)
Kloster Mater Ecclesiæ

Das Kloster Mater Ecclesiae (lat. für Mutter der Kirche) liegt auf dem Gebiet der Vatikanstadt. Mater Ecclesiae ist eine der Anrufungen für die Gottesmutter. Papst Johannes Paul II. weihte das Kloster am 13. Mai 1994.

Lage und Geschichte[Bearbeiten]

Das Kloster entstand auf Initiative Johannes Pauls II. Es liegt in einem ruhigen Teil der vatikanischen Gärten in unmittelbarer Nähe und ist teilweise in die Mauerreste der Leoninischen Mauer eingebunden. Es besteht aus zwei Gebäudeteilen: einem westlichen mit der Kapelle sowie einem östlichen mit den Gemeinschaftsräumen und den zwölf Zellen der Schwestern.

Der Tag der Weihe des Klosters durch Johannes Paul II. war der 13. Jahrestag des Tages, an dem der Anschlag auf ihn verübt wurde. Johannes Paul II. war von dem Gedanken bewegt, innerhalb des Vatikans eine Gemeinschaft von Nonnen zu haben, die sich in besonderer Weise der Fürbitte und dem Gebet für den Papst und die römische Kurie widmen. Die Kapelle entstand bis 1994 ganz neu, das Klostergebäude durch einen Neubau ab 1992 auf einem ehemaligen Verwaltungsgebäude der vatikanischen Gendarmerie.

Eine Besonderheit ist, dass die Nonnen alle fünf Jahre von einem anderen Orden entsandt werden. Nach der Gründung 1994 bis 1999 lebte dort ein Konvent Klarissen, von 1999 bis 2004 Unbeschuhte Karmelitinnen und von 2004 bis 2009 Benediktinerinnen. 2009 bezogen Salesianerinnen das Kloster, mussten es aber im November 2012 vorübergehend für notwendige Renovierungen verlassen.

Die Schwestern versorgen den Haushalt des Papstes mit Obst, Gemüse und frischen Blumen. Notwendige Arbeiten an den päpstlichen Soutanen, Stickereien und andere Handarbeiten werden von den Nonnen erledigt. In den Gärten werden Tomaten, Paprika, Zucchini, Kohl, Kräuter und Minze angebaut. Aus den Früchten der Zitronen- und Orangenbäume kochen die Nonnen Marmelade. Was nicht für den Eigenbedarf oder vom päpstlichen Haushalt gebraucht wird, geben die Nonnen an kirchliche Krankenhäuser weiter. Die Rosen des Blumengartens werden auch für den Altarschmuck verwendet.

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Einzug Benedikts XVI.[Bearbeiten]

Papst Benedikt XVI. hatte sich nach seinem Amtsverzicht am 28. Februar 2013 zunächst in die päpstliche Sommerresidenz in Castel Gandolfo zurückgezogen. Nach Umbauten im Kloster Mater Ecclesiae kehrte Benedikt XVI. am 2. Mai 2013 in den Vatikan zurück und bezog das Klostergebäude – wo er von seinem Nachfolger Papst Franziskus empfangen wurde – zusammen mit seinen vier früheren Haushälterinnen (geweihte Jungfrauen der Laienvereinigung Memores Domini) und seinem Privatsekretär Erzbischof Georg Gänswein.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kloster Mater Ecclesia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Benedikt XVI. ist in den Vatikan zurückgekehrt kath.net vom 2. Mai 2013