Klein Stein

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Klein Stein
Klein Stein führt kein Wappen
Klein Stein (Polen)
Klein Stein
Klein Stein
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Oppeln
Landkreis: Krapkowice
Gmina: Gogolin
Geographische Lage: 50° 32′ N, 18° 4′ O50.52722222222218.063611111111Koordinaten: 50° 31′ 38″ N, 18° 3′ 49″ O
Einwohner: 664
Telefonvorwahl: (+48) 77
Kfz-Kennzeichen: OKR

Klein Stein, polnisch Kamionek, ist eine Ortschaft in Oberschlesien. Klein Stein liegt in der Gemeinde Gogolin im Powiat Krapkowicki in der polnischen Woiwodschaft Oppeln.

Geografie[Bearbeiten]

Kalköfen bei Klein Stein um 1930
Die Kirche (2011)

Geografische Lage[Bearbeiten]

Klein Stein liegt sechs Kilometer nordöstlich vom Gemeindesitz Gogolin, zehn Kilometer nordöstlich der Kreisstadt Krapkowice (Krappitz) und 19 Kilometer südöstlich der Woiwodschaftshauptstadt Oppeln.

Nordöstlich von Klein Stein befindet sich der Flugplatz Oppeln-Kamień Śląski (Gross Stein).

Nachbarorte[Bearbeiten]

Nachbarorte von Klein Stein sind im Westen Goradze (Górażdże), im Norden Gross Stein (Kamień Śląski) und im Süden Gogolin.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde 1531 erstmals urkundlich als “Mini Kamyonek” erwähnt[1]. 1571 folgte eine Erwähnung als “Kamenekh”.

Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 stimmten 64 Wahlberechtigte für einen Verbleib bei Deutschland und 306 für Polen[2]. Klein Stein verblieb beim Deutschen Reich. 1933 lebten im Ort 734 Einwohner. 1938 wurde die Kapelle erbaut. 1939 hatte der Ort 795 Einwohner. Bis 1945 befand sich der Ort im Landkreis Groß Strehlitz.

In der Zeit des Zweiten Weltkrieges war hier das Lager Klein Stein (Konzentrationslager für jüdische Mischlinge) der Organisation Todt[3][4].

Ortseingang: „Kamionek/Klein Stein“ (2011)

1945 kam der bisher deutsche Ort unter polnische Verwaltung, wurde in Kamionek umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. 1950 kam der Ort zur Woiwodschaft Oppeln, 1999 zum Powiat Krapkowicki. Von 2004 bis 2005 wurde die Kapelle von 1938 umgebaut. Am 30. April 2010 erhielt der Ort zusätzlich den amtlichen deutschen Ortsnamen Klein Stein.

Vereine[Bearbeiten]

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kamionek – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Vgl. Internetseite der Gemeinde
  2. Vgl. Ergebnisse der Volksabstimmung in Oberschlesien von 1921
  3. http://www.slanskelisty.cz/sl/zpovidame-celebrity/160210jan.php
  4. http://www.artfact.com/auction-lot/german-forced-labor-camps-postal-history-41-u-111600c167