Kleincomputer robotron KC 87

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Kleincomputer robotron KC 87
VEB Robotron Margin.svg
Robotron-KC87-1a.jpg
Hersteller VEB Robotron-Meßelektronik „Otto Schön“ Dresden
Typ Heimcomputer
Veröffent-
lichung
Z 9001: 1984
KC 85/1: 1985
KC 87: 1987
Produktions-
ende
Z 9001: 1985
KC 85/1: 1987
KC 87: März 1989
Neupreis Z 9001.10: 1550 Mark[1]
KC 85/1.10: 1550 Mark[2]
KC 85/1.11: 1940 Mark[2]
KC 87/1.10: 3005 Mark (IAP)[2]
KC 87/1.11: 3390 Mark (IAP)[2]
Prozessor UA880D @ 2,5 MHz
Arbeitsspeicher 16 KB, auf 64 KB aufrüstbar
Grafik Textmodus, Vollgrafik optional
Sound Summer
Datenträger Steckmodule, Kompaktkassetten
Betriebssystem Z9001-OS (Version 1.1 - 1.3)[3] Optional: SCP (CP/M 2.2)
Vorgänger -
Nachfolger A 5105

Z 9001, KC 85/1 und KC 87 sind in der ehemaligen DDR vom VEB Robotron-Meßelektronik in Dresden hergestellte, untereinander kompatible Heimcomputer. Die pultförmigen Kompaktgeräte mit integrierter Tastatur basieren auf dem Z80-kompatiblen U880-Mikroprozessor und verfügten ab Werk jeweils über 16 KB Arbeitsspeicher (RAM).

Der ab 1987 hergestellte KC 87 wurde mit eingebauter Programmiersprache BASIC ausgeliefert, wohingegen diese bei den Vorgängermodellen Z 9001 und KC 85/1 erst nach Laden von Kompaktkassette oder mit Hilfe eines Erweiterungsmoduls genutzt werden konnte. Die auf verschiedene Einsatzbereiche abgestimmten Ausführungen der jeweiligen Computer differieren hauptsächlich in der Art der TV-Ausgabe und den Konfigurationsmöglichkeiten des im KC 87 verbauten BASIC für den Gebrauch von Vollgrafikbefehlen.

Trotz ähnlich lautender Bezeichnung unterscheiden sich Z 9001, KC 85/1 und KC 87 hinsichtlich Funktionalität und Design deutlich von den Modellen HC 900, KC 85/2, KC 85/3 und KC 85/4, die etwa im selben Zeitraum vom VEB Mikroelektronik in Mühlhausen produziert wurden.

Von Z 9001, KC 85/1 und KC 87 wurden zwischen Herbst 1984 und Frühjahr 1989 insgesamt etwa 30.000 Geräte ausgeliefert.[4]

Geschichte[Bearbeiten]

In den Zeiten des Kalten Krieges war den Ostblockstaaten der Zugang und die Einfuhr von Hochtechnologie, wozu zunächst Rechentechnik im Allgemeinen und später die Mikroelektronik im Speziellen zählte, durch das CoCom-Embargo weitestgehend verwehrt. Den vorhandenen Bedarf deckte man kurzerhand durch Nachentwicklung illegal beschaffter Technik mittels Reverse Engineering, wozu ganze Forschungs- und Industriekomplexe errichtet wurden. Im Laufe der Zeit konnte das kopierte Wissen um eigene Forschungsergebnisse insbesondere im naturwissenschaftlichen Grundlagenbereich und auf dem Gebiet industrieller Herstellungsverfahren erweitert werden. Dank dieser Anstrengungen verfügte die ehemalige DDR ab den späten 1960er Jahren über eigenentwickelte elektronische Großrechentechnik in Form des Robotron 300 zum Einsatz sowohl im militärischen als auch im wirtschaftlichen Bereich. Der erste in der DDR gefertigte Mikroprozessor, ein Nachbau des zu diesem Zeitpunkt bereits fünf Jahre alten Intel 8008, kam mit dem U808 im Herbst 1977 hinzu.[5]

Zur Befriedigung der ab Anfang der 1980er Jahre auch im Bildungs- und Privatsektor aufgekommenen Computernachfrage beschloss die Staatsführung eine verstärkte Ausweitung von Entwicklungs- und Produktionsaktivitäten auf den Konsumgüterbereich. Dabei sollten die zu entwickelnden Geräte im Gegensatz zu bereits existierender Unterhaltungselektronik wie dem seit 1980 produziertem Bildschirmspiel-Gerät BSS 01 und dem seit 1982 erhältlichen Schachcomputer SC 2 vor allem die Möglichkeit zur Programmierung durch den Benutzer bieten.[6]

Etablierte Hersteller von Elektronik und Rechentechnik wie der VEB Robotron in Dresden aber auch der VEB Mikroelektronik in Mühlhausen, deren Mitarbeiter ohnehin bereits an betriebsinternen Machbarkeitsstudien für Heimcomputer arbeiteten, griffen die staatlichen Direktiven zur Umsetzung eines solchen Prestigeobjektes nur allzu bereitwillig auf. So wurde das industriell geprägte „Erzeugnisprogramm Dezentrale Datentechnik“ des VEB Robotron ab Ende 1982 im Rahmen der jedem Kombinat obliegenden zusätzlichen Konsumgüterproduktion[A 1] innerhalb kürzester Zeit um entsprechende Planungen und Kapazitäten erweitert; das „Realisierungskonzept Heimcomputer auf Basis U 880“ startete nur wenig später im Januar 1983 im hauseigenen Zentrum für Forschung und Technik in Dresden.[7] Zur selben Zeit nahmen die Verantwortlichen des VEB Mikroelektronik in Mühlhausen, dem Hersteller des U880-Mikroprozessors, ebenfalls die Gelegenheit war und riefen ein ähnliches, jedoch von den Dresdener Bemühungen unabhängiges Jugendprojekt „Videocomputer“ zur Realisierung eines eigenen technisch jedoch besser ausgestatteten Gerätes ins Leben.[8][6] Dieses unkoordinierte Vorgehen beider Betriebe sorgte durch die damit hervorgerufene, in der DDR-Planwirtschaft nicht gern gesehene Konkurrenzsituation für Verwerfungen und Rechtfertigungen bis hinauf in höchste politische Kreise.[9] Es blieb jedoch bei beiden Vorhaben, wohl in der Annahme, dass ein Hersteller allein den riesigen Bedarf an Heimcomputern nicht würde decken können.[10] Der von beiden Einrichtungen jeweils zu entwickelnde Heimcomputer sollte den Anweisungen des Ministeriums für Elektrotechnik und Elektronik folgend, erschwinglich und robust mit kompakten Abmessungen sein.[11]

Entwicklung[Bearbeiten]

Mikroprozessor U880

Die staatlichen Planungsvorgaben für die zumeist jungen Ingenieure und Mitarbeiter der entsprechenden Entwicklergruppe („Jugendforscherkollektiv“) vom Zentrum für Forschung und Technik des VEB Robotron in Dresden sahen ein erweiterungsfähiges Kompaktgerät mit integrierter Tastatur und möglichst geringen Material- und Herstellungskosten vor. Die üblicherweise in den DDR-Privathaushalten vorhandene Heimelektronik wie Fernseher und Kassettenrekorder musste durch den Rechner verwendet werden können.[11]

Bei der Fertigung sollten im Sinne effizienter Produktionsabläufe einfachste Bauteile und -gruppen Verwendung finden. Aufgrund des CoCom-Embargos musste bei der Konstruktion auf integrierte Schaltkreise ausschließlich aus DDR- bzw. RGW-Produktion zurückgegriffen werden. Die engen Vorgaben bezüglich der geringen Herstellungskosten bei gleichzeitig geforderter Robustheit im Alltagseinsatz waren dabei nur durch eine Systemarchitektur realisierbar, die auf dem preisgünstigen und einsatzerprobten 8-Bit-Mikroprozessor U880 nebst standardisierten elektronischen Beschaltungsbausteinen basierte. Hochaufgelöste Rastergrafik („Vollgrafik“) und Schnittstellen für spezielle Peripheriegeräte fielen dem Kostendruck und fehlendem Platz im materialsparenden und daher klein zu dimensionierenden Gehäuse zum Opfer. Die Konzeption des Computers als modulares System mit Erweiterungsschächten („Bus-Expansionsinterface“) sah jedoch die einfache Nachrüstbarkeit einer hochwertigeren Grafikbaugruppe, die Möglichkeit des Anschlusses zusätzlicher Peripheriegeräte und beispielsweise den Ausbau des Arbeitsspeichers durch ebenfalls zu entwickelnde Steckmodule vor.[11] Die Überprüfung der im Zentrum für Forschung und Technik erarbeiteten Vorschläge insbesondere in Hinblick auf Realisierbarkeit und Optimierung der Material- und Kosteneffizienz erfolgte ab Mitte 1983 anhand von Prototypen im Dresdener Werk VEB Robotron-Meßelektronik, dem späteren Hersteller.[12]

Prototypen[Bearbeiten]

Ein Prototyp des Z 9001 (Modell 02/83). Ausgestellt in den Technischen Sammlungen Dresden.

Die ersten drei funktionell gleichen Prototypen mit der am Namen einer Mitarbeiterin angelehnten internen Bezeichnung SHAFY wurden am 1. Juli (Modell 01/83), am 9. September (Modell 02/83) und am 16. September 1983 (Modell 03/83) fertiggestellt. Diese teilweise noch erhaltenen Muster basieren auf handverdrahteten Lochrasterplatinen mit 2 KB Arbeitsspeicher, 4 KB Festwertspeicher mit CP/M-orientierter Systemsoftware[13], Zeichengenerator und einer vollwertigen Schreibmaschinentastatur.[14] Die Modelle 01/83 und 03/83 wurden zur Entwicklung von Software und für ausführliche Tests genutzt, um zukünftige kostenintensive Reklamationen und Reparaturen zu vermeiden. Das Modell 02/83 diente überwiegend Demonstrationszwecken.[15]

Nachdem sämtliche Tests positiv verliefen und die Produktion wirtschaftlich effizient umsetzbar schien, wendete man sich Ende 1983 umgehend der Planung der Serienproduktion zu. Sämtliche Arbeiten dieses „Entwicklung, Überleitung und Produktion des Heimcomputers Z 9001“ genannten Projektes wurden von den im Unternehmen wirkenden gesellschaftlichen Organisationen wie SED und FDJ massiv unterstützt („Initiativthema“) und durch Bereitstellung zusätzlicher Mitarbeiter („zentrales Jugendobjekt“) und neuer Verfahrensweisen („Parallelentwicklung“) gefördert. Eine zusätzlich vorgenommene Entbürokratisierung erlaubte die Optimierung des gesamten Prozesses, sodass dieser bereits nach elf Monaten abgeschlossen werden konnte.[16] Eine der wenigen der Kostenoptimierung für die Serienproduktion zum Opfer gefallenen Prototypenkomponenten war die Schreibmaschinentastatur. Sie wurde wegen zu hoher Kosten und aufgrund mangelnder Produktionskapazitäten durch eine neuartige, aber nicht ergonomische Tastatur auf Basis einer bei Taschenrechnern verwendeten Elastomer-Matte ersetzt. Daneben wurde die Größe des ab Werk zu verbauenden Arbeitsspeichers unter anderem durch zwischenzeitlich aufgekommene preisgünstigere Speicherbausteine von 2 KB auf 16 KB erhöht.[11]

Während der gesamten Entwicklungszeit und zu Beginn der Produktionseinführung wurden durch Abstimmungen mit den Ingenieuren des parallel vorangetriebenen Entwicklungsprojekts vom Mikroelektronik-Werk in Mühlhausen gemeinsame Standards zum einfachen Softwareaustausch zwischen beiden Heimcomputersystemen vereinbart und implementiert. Dies betraf in erster Linie die Benutzung ein- und desselben BASIC-Interpreters sowie ein standardisiertes Aufzeichnungsverfahren für die anzuschließenden Kassettenrekorder.[17]

Der serienreife, fortan Z 9001 genannte Computer wurde - wie auch das inzwischen fertiggestellte Konkurrenzprodukt HC 900 aus Mühlhausen auch - 1984 unter großem Aufsehen auf der internationalen Leipziger Frühjahrsmesse der Weltöffentlichkeit vorgestellt.[18][19]

Z 9001[Bearbeiten]

Da die Versorgung der Privathaushalte und Bildungseinrichtungen mit Farbfernsehgeräten Mitte der 1980er Jahre in der DDR nicht flächendeckend gegeben war, wurde dem durch zwei verschiedene Baureihen des Z 9001 Rechnung getragen. Die preiswerteren Grundmodelle mit der Bezeichnung Z 9001.10 verfügten lediglich über eine Schwarzweiß-Ausgabe, die der Reihe Z 9001.11 über Farbausgabe. Die Schwarzweiß-Geräte konnten durch einen später erhältlichen Aufrüstsatz durch Fachwerkstätten auf Farbausgabe umgestellt werden.

Die Herstellung der Computer erfolgte in mehreren Produktionsbereichen. Die von der Robotron-Niederlassung in Riesa gelieferten, vollständig bestückten Leiterplatten wurden in Radebeul (Werk I) und Pockau (Werk II) mit den dort gefertigten Gehäusen und Tastaturen zum Endprodukt zusammengesetzt, geprüft und ausgeliefert. Die dem Computer auf Kompaktkassette beigelegte, aber auch zusätzliche und separat bestellbare Software wurden durch den VEB Deutsche Schallplatten (Amiga) bereitgestellt.[20]

Die erste Serie ging anlässlich des 35. Jahrestages der Gründung der DDR im September 1984 in Produktion. Davon gelangten lediglich etwa 50 Exemplare in den freien Handel. Die restlichen der ersten 100 bis Dezember 1984 produzierten Geräte wurden an ein Schülerrechenzentrum in Dresden und an die Heinrich-Hertz-Spezialschule in Berlin geliefert.[21] Ab 1985 wurden die Geräte mit geringfügig überarbeiteter Leiterplatte (Serie 85) ausgeliefert und die Produktionszahlen erhöht. Das Sortiment der ab Computermarkteinführung erhältlichen RAM- und ROM-Erweiterungsmodule wurde um Druckerschnittstellen und eine verbesserte, externe Grafikbaugruppe[22] erweitert.[20]

KC 85/1[Bearbeiten]

KC 85/1 mit eingestecktem RAM-Erweiterungsmodul

Staatliche Entscheidungen verlagerten 1985 den Einsatzschwerpunkt der für den Privatgebrauch entwickelten Computer verstärkt auf den Bereich der Bildung und Wirtschaft. Damit einhergehend erfolgte die Umbenennung des Heimcomputers Z 9001 in Kleincomputer robotron KC 85/1 (kurz KC 85/1), das Mühlhausener Konkurrenzprodukt HC 900 erhielt den neuen Namen KC 85/2. Die technisch unveränderten KC-85/1-Geräte wurden erstmals auf der Leipziger Frühjahrsmesse vorgestellt und ab März 1985 in größeren Stückzahlen produziert und an Bildungseinrichtungen geliefert. Eine Kompatibilität zum ähnlich benannten, aber wesentlich teureren Gerät KC 85/2 des Herstellers VEB Mikroelektronik Mühlhausen besteht trotz des gemeinsamen BASIC-Dialekts und Datenspeicherformates nicht.

Beim Z 9001 und KC 85/1 war die Programmiersprache BASIC nicht im System-ROM enthalten, sondern musste von Kassette in den Arbeitsspeicher geladen werden. Dadurch standen in der Grundversion ohne Speichererweiterung nach dem Laden lediglich etwa 5 KB Arbeitsspeicher zur freien Verfügung, was die Einsatzmöglichkeiten der Rechner erheblich einschränkte. Die nötige Weiterentwicklung zur gemeinsamen Integration von Betriebssystem und BASIC-Interpreter im System-ROM sowie die damit verbundene Überarbeitung der Leiterplatte begannen im September 1985 mit dem Projekt „Z 9002“.[23]

KC 87[Bearbeiten]

Nach diversen ab 1985 im Rahmen des Projektes „Z 9002“ eingeleiteten und bis einschließlich 1987 vorgenommenen technischen Verbesserungen erhielt das aktualisierte Gerät aufgrund des großen Änderungsumfangs die Neubezeichnung Kleincomputer robotron KC 87. Die im Gerätenamen verwendete Zahl deutet dabei auf den angedachten Produktionsbeginn 1987 hin. Erste Muster waren der Öffentlichkeit bereits 1986 auf Messen in Dresden und Leipzig zugänglich. Bis zum Abschluss der Entwicklungsarbeiten im März 1987 wurden hauptsächlich Vorserienmodelle (KC 87.10 und KC 87.11) hergestellt und in erster Linie zu Demonstrations-, Test- und Entwicklungszwecken eingesetzt.[24]

Die reguläre Serienproduktion begann im April 1987. Die Varianten KC 87.20 und KC 87.21 verfügen über Konfigurationsmöglichkeiten des eingebauten BASIC-Interpreters zur Ansteuerung der separat erhältlichen Vollgrafikbaugruppe oder entsprechender Plotter. Sämtliche im Jahr 1987 produzierte Geräte waren ausschließlich für Bildungseinrichtungen und Betriebe gedacht. Ab 1988 gelangte von den jährlich 8.000 hergestellten Computern[24] erstmals ein Teil in den regulären Einzelhandel zur Versorgung der Bevölkerung über in RFT-Fachfilialen und Centrum-Warenhäuser zuvor hinterlegte „Kundenbedarfslisten“. Zur besseren Unterscheidung wurden die für den Vertrieb an „gesellschaftliche Bedarfsträger“ wie Bildungseinrichtungen und Betriebe gedachten Geräte fortan mit der Modellbezeichnung KC 87.30 bzw. KC 87.31 versehen. Die Produktion des KC 87 lief im März 1989 planmäßig zugunsten des Bildungscomputer robotron A 5105 (abgekürzt BIC A 5105) aus.[25]


Zusammenfassung der verschiedenen Variationen aller Modellreihen nebst Verkaufspreisen[2]
 
Modellbezeichnung Bildschirmausgabe Beschreibung Preis (Jahr)
Z 9001.10 schwarzweiß BASIC muss von Kassette geladen werden EVP 1550 M (1985)
Z 9001.11 farbig EVP 1940 M (1985)
KC 85/1.10 schwarzweiß BASIC muss von Kassette geladen werden EVP 1550 M (1985)
KC 85/1.11 farbig EVP 1940 M (1985)
KC 87.10 schwarzweiß BASIC im ROM IAP 3005 M (1987)
KC 87.11 farbig IAP 3390 M (1987)
KC 87.20 schwarzweiß BASIC im ROM, für Vollgrafikbefehle vorbereitet unbekannt
KC 87.21 farbig unbekannt
KC 87.30 schwarzweiß wie KC 87.20, aber für Wirtschaft unbekannt
KC 87.31 farbig wie KC 87.21, aber für Wirtschaft unbekannt


 

Technische Details[Bearbeiten]

Die Grundgeräte enthalten jeweils die elektronischen Baugruppen Rechnereinheit mit CPU (engl. Central Processing Unit), Speichereinheit, Tastatur, Bildschirmansteuerung, Peripherieanschlüsse und Stromversorgung. Die Rechner verfügen über vier Modulsteckplätze (herausgeführter Geräte-BUS), wobei der Stromverbrauch von eingesteckten Modulen bei der Dimensionierung des Computernetzteiles berücksichtigt wurde.[26] Zum Lieferumfang gehörten neben dem Grundgerät eine Programmkassette, ein Netzkabel, eine Netzsicherung, ein Antennenkabel bzw. RGB-Kabel zum Anschluss eines Fernsehgeräts und die aus Bedienungsanleitung, Programmierhandbuch sowie einem Anhang zum Programmierhandbuch bestehende Dokumentation.[27]


CPU[Bearbeiten]

Die Systemarchitektur basiert auf einem mit 2,5 MHz getakteten U880-Mikroprozessor. Es handelt sich um einen fast identischen, aber nicht autorisierten Nachbau des Z80-Mikroprozessors von Zilog.[28]

Die CPU hat Zugriff auf die jeweils ein Byte umfassenden Dateninhalte von maximal 65536 verschiedenen Adressen. Handelt es sich dabei ausschließlich um Arbeitsspeicher, so beträgt die höchstmögliche Speicherkapazität damit 65536 Bytes oder 64 Kilobyte (KB). Es hat sich aus Gründen der technischen Vereinfachung eingebürgert, für Adressen anstelle der vertrauten dezimalen Notation die hexadezimale zu verwenden und zur besseren Unterscheidbarkeit deren Zeichen ein $-Symbol voranzustellen: Der Adressraum von 0 bis 65535 entspricht im hexadezimalen System $0000 bis $FFFF.

Speicheraufteilung, RAM und ROM[Bearbeiten]

Der von der CPU benutzbare Adressraum unterteilt sich bei allen Geräten in Bereiche für das Betriebssystem, Arbeitsspeicher, Festwertspeicher in Form von EPROMs beim Z 9001 und ROMs beim KC 87, Erweiterungen und den Grafikspeicher.

Das 4 KB umfassende, an CP/M-80 orientierte Betriebssystem Z9001-OS befindet sich im obersten Speicherbereich ($F000-$FFFF). Es ist beim Z 9001 in zwei EPROMs untergebracht, beim KC 87 dagegen in einem ROM. Zum Vorhalten von Systemvariablen nutzt das Betriebssystem den untersten Bereich ($0000-$021F) des ab Werk 16 KB umfassenden Arbeitsspeichers.

Für den Anwender stehen etwa 15 KB RAM ($0220-$3FFF) zur freien Verfügung, bei Verwendung von maximal zwei RAM-Erweiterungsmodulen à 16 KB RAM ($4000-$BFFF) bis zu 47 KB. Beim Z 9001 bzw. KC 85/1 muss zur Programmierung mit BASIC die etwa 10 KB umfassende Programmiersprache von Kassette in den RAM-Speicher ($0300-$3FFF) geladen werden, sodass ohne RAM-Erweiterung lediglich 5 KB RAM für Programme verbleiben. Beim KC 87 ist das BASIC bereits im ROM ($C000-$DFFF) enthalten, womit die gesamten 15 KB RAM der Grundausstattung genutzt werden können. Für externe ROM-Module ist beim KC 87 der Speicherbereich $E000-$E7FF reserviert, beim Z 9001 dagegen von $C000-$E7FF. Der zur Textdarstellung benötigte Bildspeicher reicht bei Z 9001 und KC 85/1 von $EC00 bis $EFFF, im Falle von Farbausgabe ergänzt um entsprechenden Farbspeicher im Bereich $E800-$EBFF.[29]

Grafik, Ein- und Ausgabe[Bearbeiten]

Die Computer verfügen in der Grundausstattung lediglich über einen Zeichengenerator mit einem Textmodus von wahlweise 40 × 20 oder 40 × 24 Zeichen à 8 × 8 Bildpunkte. Der feste Zeichensatz stellt 128 alphanumerische und Steuerzeichen sowie 128 Grafiksymbole für Quasigrafiken bereit. Die Verwendung der Grafiksymbole erlaubt nach Angaben des Herstellers eine für viele (unter anderem wissenschaftliche) Anwendungen ausreichende Darstellung. Ein Vollgrafikmodus steht nicht zur Verfügung, dieser kann jedoch extern nachgerüstet werden. Die Schwarzweiß-Bildausgabe der Grundversionen KC 87.10, KC 87.20 und KC 87.30 erfolgt über den koaxialen HF-Antennenanschluss an einem handelsüblichen Fernsehgerät. Die Varianten KC 87.11, KC 87.21 und KC 87.31 mit einer ab Werk verbauten „Farbkarte“ ermöglichen über einen RGB-Anschluss die Darstellung von je acht Vorder- und Hintergrundfarben.[26][A 2]

Die beiden in den Rechnern enthaltenen Ein- und Ausgabebausteine U855-PIO (engl. Parallel Input Output) ermöglichen den Betrieb der Tastatur und die Benutzung von Joysticks („Spielhebel“), die Ansteuerung des Kassettenrekorders und eine programmierbare Tonerzeugung (einstimmig, mono). Die Tonausgabe erfolgt entweder über den im Computer eingebauten Lautsprecher oder einen externen Verstärker.[26]

Schnittstellen[Bearbeiten]

Zum Anschluss von Peripherie verfügen die Rechner über verschiedene Schnittstellen, die vom verbauten U855-PIO oder U857-CTC (engl. Counter Timer Circuit) angesteuert werden. Dazu zählen die Buchse mit digitalen Ein- und Ausgabekanälen für spezielle Anwendungen und ein Joystick-Anschluss mit fünfpoliger DIN-Buchse für die von Robotron produzierten Joysticks.[A 3] Des Weiteren stehen Steckplätze im Modulschacht für bis zu vier Erweiterungen bereit.



Peripherie[Bearbeiten]

Massenspeicher[Bearbeiten]

In Zusammenhang mit vor allem westlichen Heimcomputern der 1980er Jahre kamen als Massenspeicher hauptsächlich Kassettenrekorder und Diskettenlaufwerke, im professionellen Umfeld bei den Personalcomputern zunehmend auch Fest- und Wechselplattenlaufwerke zum Einsatz. Die preisgünstigste Variante der Datenaufzeichnung durch Audiokassetten hat den Nachteil geringer Datenübertragungsraten und damit langer Ladezeiten, wohingegen die wesentlich schnelleren und verlässlicheren Disketten- und Plattenlaufwerke sehr viel teurer in der Anschaffung waren oder im Falle der DDR kaum erhältlich waren. Bei Erscheinen des Z 9001 standen zur Datenaufzeichnung lediglich Kassettenrekorder oder auch Tonbandsysteme zur Verfügung. Diskettensysteme kamen erst einige Zeit nach Veröffentlichung des KC 87 ab Ende des Jahres 1988 hinzu.[30]

Kassettensysteme[Bearbeiten]

Alle Robotron-Kleincomputer verfügen über eine Kassettenschnittstelle zur Speicherung von Programmen und Daten auf Kompaktkassetten durch handelsübliche Kassettenrekorder mit in der Bedienungsanleitung vorgegebenen Mindestanforderungen an Kontaktbelegungen und den Frequenzgang. Speziell zum Gebrauch mit Computern wurden Geräte kleineren Ausmaßes, wie etwa die Typen Geracord, Datacord und später LCR-C DATA des Herstellers VEB Elektronik Gera, zum Kauf angeboten. Die mittlere Datenübertragungsrate beträgt etwa 1.000 Bit/s. Auf einer doppelseitig bespielten 60-Minuten-Audiokassette können 300 bis 360 KB Daten gespeichert werden.[31]

Diskettensysteme[Bearbeiten]

Gegen Ende des Jahres 1988 wurde für die KC-Computer ein vom Zentralinstitut für Kernforschung in Rossendorf bei Dresden entwickeltes Diskettensystem der Öffentlichkeit vorgestellt. Das System umfasst verschiedene Komponenten zum Anschluss an den Computer und ein Beistellgerät das zwei 5¼-Zoll-Laufwerksmechaniken beispielsweise vom Typ Diskettenspeicher K5601 enthalten kann. Die Anbindung zum Computer erfolgt über eine mitgelieferte Hardware-Schnittstelle (Interface). Dieses in den Erweiterungsschacht zu steckende Floppy-Modul enthält sämtliche Ansteuerungselektronik und wird durch ein 26-poliges Kabel mit dem Beistellgerät verbunden. Es erlaubt den Betrieb von maximal zwei Diskettenlaufwerken mit Speicherkapazitäten von bis zu 720 KB pro Diskette.[32]

Zum Ausführen der CP/M-kompatiblen Systemsoftware SCP wird zunächst der „Urlader“ von einem im Lieferumfang enthaltenen Steckmodul aufgerufen. Nach dem Laden von Diskette wird SCP gestartet, das Steckmodul abgeschaltet und damit der vom Ladeprogramm belegte Speicherplatz zur weiteren Nutzung freigegeben (Bootstrapping). Eine Voraussetzung zum Betrieb von SCP ist ein voll ausgebauter Arbeitsspeicher, der vor dem Laden der Systemdiskette durch das Einstecken eines mitgelieferten 64-KB-RAM-Modul bereitgestellt wird. Eine damit ebenfalls installierte 16 KB umfassende Speicherbank („Schatten-RAM“) erlaubt das schnelle Zwischenspeichern von variablen Systemdaten (RAM-Disk), was zu einer verringerten Anzahl von mechanischen Diskettenzugriffen und damit zu kurzen Ladezeiten führt.[32][33]

Tastatur[Bearbeiten]

Die integrierte alphanumerische Elastomer-Tastatur enthält 65 Tasten in schreibmaschinenähnlicher QWERTZ-Anordnung.[34] In das Tastaturfeld sind zwei Kontroll-Leuchtdioden (LED) eingelassen; die rote LED auf der rechten Seite leuchtet nach dem Einschalten des Rechners, die grüne LED auf der linken Seite zeigt die Umschaltung auf die Sonderzeichenbelegung der Tasten an.

Erweiterungen[Bearbeiten]

Die ausgelieferten Computer bieten lediglich eine Minimalausstattung an Hardware. Damit ist zwar ein eigenständiger Betrieb möglich, viele Aufgabenstellungen erfordern jedoch eine Aufrüstung. Abgesehen vom Bausatz zum Umrüsten der Computer-Grundvarianten auf Farbausgabe werden fast alle erhältlichen Erweiterungen am Expansionssteckplatz angeschlossen. Dabei stehen insgesamt vier Steckplätze für entsprechende Erweiterungsmodule zur Verfügung.[35] Aufgrund bestehender Inkompatibilitäten zwischen manchen Erweiterungen können nicht in allen Fällen die vier Steckplätze gleichzeitig belegt werden.

Im Folgenden sollen nur die wichtigsten und häufig eingesetzten Erweiterungsmodule ausführlicher beschrieben werden. Im Anschluss folgt eine tabellarische Auflistung aller von Robotron produzierten Erweiterungen mit einer kurzen Funktionsbeschreibung.

Speicheraufrüstungen[Bearbeiten]

Erweiterungsmodul mit 16 KB RAM (Typenbezeichnung 1.40.690003.5)
Das Innenleben des RAM-Erweiterungsmoduls

Zur Vergrößerung des Arbeitsspeichers stehen verschiedene unter anderem von Robotron produzierte Erweiterungsmodule zur Verfügung. Mit Erscheinen des Z9001 beschränkte sich aufgrund der hohen Herstellungskosten die Auswahl auf solche mit einer Speicherkapazität von lediglich 16 KB RAM (Typenbezeichnung 1.40.690003.5) und batteriegepufferten Versionen mit noch weniger, nämlich nur 4 KB RAM („SRAM“, Typenbezeichnung 2-4002). Der SRAM diente hauptsächlich dem Zwischenspeichern variabler Daten, die auch nach dem Abschalten der Computer beispielsweise durch Netzausfälle noch zur Verfügung stehen sollten. Nach Entnahme des SRAM-Moduls aus dem Schacht ist ein Transferieren der darin enthaltenen Daten auch nach mehreren Wochen Lagerzeit auch auf andere Computer leicht möglich. Ab 1989 war ein verbessertes SRAM-Modul mit einer Speicherkapazität von 10 KB erhältlich.[36] Bei Verwendung von Speichererweiterungen muss diesen manuell mithilfe von DIP-Schaltern jeweils ein zu belegender Adressbereich (entweder $4000-$7FFF oder $8000-$BFFF) zugeteilt werden.[26][37][38]

Daneben existieren weitere RAM-Module mit höherer Speicherkapazität von Drittherstellern oder Bastlern, die jedoch erst nach dem Sinken der Preise gegen Ende 1988 aufkamen. Das Diskettensystem von Rossendorf beispielsweise enthält ein RAM-Modul mit einer Speicherkapazität von 64 KB.[32]

Vollgrafikbaugruppe[Bearbeiten]

Diese Erweiterung ergänzt die Darstellungsmöglichkeiten des Computers um einen hochaufgelösten monochromen Pixelgrafikmodus mit 256 × 192 Bildpunkten („Vollgrafik“). Die Baugruppe besteht aus der in einem externen Gehäuse verbauten Elektronik mit RGB-Bildsignalerzeugung und eigenem Videospeicher sowie einem Flachbandkabel zum Anschluss an einen der vier Erweiterungsteckplätze. Das Baugruppenchassis ist derart konstruiert, dass der darauf abzustellende Computer durch entsprechende Haltezapfen nicht verrutschen kann. Ein mechanischer Umschalter ermöglicht wahlweise das Anzeigen der Vollgrafik oder der Zeichensatzmodi des Computers am angeschlossenen Bildausgabegerät. Zum Betrieb werden zusätzliche 32 KB Arbeitsspeicher in Form zweier 16-KB-RAM-Module und auf Kassette mitgelieferte Treiberprogramme benötigt.[22] Der Einsatz mit den von KC 87.20 und 87.21 verschiedenen Computern erfordert zudem das Plotter-Modul (Typenbezeichnung 1.40.690033.2), das die Ansteuerung der Pixelgrafik mit Hilfe von BASIC-Befehlen ermöglicht. Soll die Baugruppe mit den nicht farbfähigen Computervarianten betrieben werden, so sind einige modifizierende Handgriffe an der Erweiterung auszuführen.[39]

Anschluss von Druckern, Plottern und externen Tastaturen[Bearbeiten]

Die Computer verfügen ab Werk über keine hardwareseitige Druckerschnittstelle. Vielmehr müssen je nach Druckertyp entweder Treiberprogramme für den User-Port geladen oder Interfaces in Form von Erweiterungsmodulen nachgerüstet werden. Zu den erhältlichen Zusätzen zählen die beiden Drucker-Module zum Ansteuern der vom Büromaschinenwerk Sömmerda produzierten 9-Nadeldrucker der Typen K6303, K6311 und K6312 bzw. des Thermodruckers K6304. Ebenso existiert für den Betrieb der in der DDR erhältlichen tschechischen Plotter der Typen XY4131 und XY4141 ein entsprechendes Interface. Dieses Plotter-Modul ergänzt zudem den BASIC-Standardbefehlssatz der Computer KC 87.10 und KC 87.11 und nach kleineren Anpassungen auch den von Z 9001 und KC 85/1 um entsprechende Grafikbefehle.[40]

Viele in der DDR weitverbreitete mit einem Typenraddruckwerk ausgestattete elektronische Schreibmaschinen verfügen über die Möglichkeit, extern eingespeiste Daten drucken zu können. Sie wurden daher oft als preiswerte Ausgabesysteme insbesondere für Heimcomputersysteme eingesetzt. Zu den unterstützten Schreibmaschinen zählen die Baureihen S3000, Erika 3004, Erika 3005, Erika 3006, Erika 3015 und Erika 3016 vom Hersteller VEB Robotron Optima Büromaschinenwerk Erfurt sowie das Modell Erika 6005 vom VEB Mikroelektronik Erfurt. Diese Geräte erlauben bei Benutzung des Schreibmaschinen-Moduls (Typenbezeichnung 1.40.690021.1) zudem den Betrieb als komfortablere Ersatztastatur für den Computer.[41]

Sonstige[Bearbeiten]

Neben dem Einsatz im Bildungswesen zur Heranführung an die Programmierung wurden die Computer mangels Alternativen häufig zur Kleinautomatisierung in der Produktion insbesondere für einfache Regelungsaufgaben zum Einsatz in Gewächshäusern oder für kleinere Aufgaben in der Robotik genutzt. Die dabei zu regelnden physikalischen Größen wie etwa Temperatur und Druck müssen vor der Auswertung in eine für den Computer verarbeitbare Form gebracht, d.h. das analoge Signal des Messfühlers muss in ein digitales umgewandelt werden. Die dafür benötigte Analog-Digital-Umsetzer-Erweiterung („ADU-Modul“, Typenbezeichnung 1.40.690006.8) wurde häufig zusammen mit dem Eingabe-Ausgabe-Modul („E/A-Modul“, Typenbezeichnung 1.40.690009.2) zum Ansteuern beispielsweise von externen Stellgliedern eingesetzt.[42] Daneben dienten Computer mit ADU-Modul aber auch als Digital-Oszilloskop, das heißt zum Visualisieren sich zeitlich ändernder Messgrößen.[43]


Übersicht der von Robotron produzierten Erweiterungen

Typenbezeichnung Funktion Beschreibung Preis (Jahr)
1.40.690003.5 Speicherweiterung 16 KB RAM EVP 618 M
2-4002 4 KB SRAM Unbekannt
Unbekannt 10 KB SRAM Unbekannt
1.40.690002.7 10 KB ROM Unbekannt
1.40.690001.0 Programmiersprache BASIC EVP 785 M
1.40.690020.3 IDAS (Assembler Steckmodul) EVP 755 M
1.40.690026.0 Editor/Assembler EVP 368 M
1.40.690025.2 Druckerschnittstelle Nadeldrucker K6311 oder K6312 IAP 422 M
1.40.690006.8 Thermodrucker K6303 IAP 422 M
1.40.690021.1 Schreibmaschinenschnittstelle S6005 EVP 685 M
1.40.690023.6 EPROM-Brenner 2K-EPROMs Typ U2716C EVP 368 M
1.40.690009.2 Analog-Digital-Umsetzung Digitalisierung von bis zu vier Gleichspannungen im Bereich von -99 mV bis +999 mV EVP 662 M
1.40.690010.7 Eingabe / Ausgabe U855-basierte Schnittstelle mit 16 Ports EVP 400 M
1.40.690032.4 Spracheingabe Digitalisierung und Spracherkennung EVP 343 M
1.40.690033.2 Plotterschnittstelle Für den Plotter XY3130 oder das Vollgrafikmodul. EVP 174 M
1.40.690016.4 Farbzusatz Ergänzungssatz Farbe (für Fernseher) Unbekannt
1.40.690005.1 Farberweiterung Zum Einbau in den Computer Unbekannt
1.40.690007.6 Spielhebelzusatz Adapter und 2 Joysticks EVP 130 M


 

Software[Bearbeiten]

Bei der existierenden Software handelt es sich überwiegend um Eigenentwicklungen aus der DDR. Maschinennahe Portierungen von Programmen westlicher Z80-basierter Heimcomputersystem waren aufgrund technischer Unterschiede in der Regel sehr aufwändig und wurden lediglich von den in ihren Grafikmöglichkeiten ebenfalls sehr eingeschränkten Rechnern ZX80 und ZX81 vorgenommen. Die für den Z 9001 bzw. KC 87 erstellten höheren Programmiersprachen waren ebenfalls nicht mit denen westlicher Systeme kompatibel, da der Befehlssatz größtenteils auf die Einschränkungen der DDR-Computer optimiert wurde. Am einfachsten ist der Programmaustausch und die entsprechende Anpassung von Software mit den Rechnern der Reihe KC 85/2 bis KC 85/4, da diese über eine ähnliche Systemarchitektur und zudem über das identische Datenspeicherformat und denselben BASIC-Dialekt verfügen. Bei speziellen Aufgabenstellungen stellten vollständige Neuentwicklungen von Software oftmals die wirtschaftlichere Variante dar.[17][44]

Wie bei anderen Heimcomputern auch erfolgte der Vertrieb von Software auf verschiedenen Datenträgern. Die preiswerten Kompaktkassetten waren durch die starke mechanische Beanspruchung des Magnetbandes sehr anfällig für Fehler und ihr Einsatz war oft mit langen Ladezeiten verbunden. Bei den in der Herstellung vielfach teureren ROM-Modulen dagegen standen die darin enthaltenen Programme sofort nach dem Einschalten des Computers zur Verfügung, was insbesondere bei Systemsoftware und oft genutzten Anwendungen wie etwa Programmiersprachen von großem Vorteil war. Neben den mit fest verbauter Software ausgelieferten Modulen existiert zudem ein frei bestückbares ROM-Modul (Typenbezeichnung 690 002.7). Auf den darin befindlichen Sockeln finden bis zu fünf EPROMs à 2 KB Platz, die zuvor häufig mit dem ebenfalls von Robotron erhältlichen EPROM-Programmiergerät (Typenbezeichnung 1.40.690023.6) mit Daten versehen wurden.[45]

Die Verbreitung von Software sowie der Austausch von Erfahrungen erfolgten vor allem durch private Kontakte sowie über Zeitungsanzeigen, bei Messen, durch Abdruck von Programmen in Zeitschriften und durch Ausstrahlung im Rundfunk, wie beispielsweise in der Sendung Rem.[46] Von staatlicher Seite wurde die Erstellung von Software beispielsweise über die Gesellschaft für Sport und Technik (GST) mit ihrer Sektion Computersport gefördert. Zu deren Aktivitäten gehörte auch das Organisieren und Austragen von öffentlichen Wettkämpfen, den „Programmierolympiaden“.[47][48][49]

Beschränkungen der Weitergabe durch Urheberrechtsschutz oder Kopierschutzmechanismen existierten praktisch nicht; einige Programme boten sogar Funktionen zur Anfertigung von Kopien. Der Verkauf im Handel und ein damit verbundenes Verbot der Vervielfältigung spielten nur für die durch Robotron entwickelten Programme eine, wenn auch untergeordnete, Rolle. Ein kommerzielles Softwareangebot vergleichbar mit dem Heimcomputer-Markt in Westeuropa oder Nordamerika existierte weder für Anwendungssoftware noch im Spielebereich.[47]

Systemprogramme[Bearbeiten]

Einschaltmeldung des KC 87.X1

Zur Konfiguration der Computer-Hardware dient das im Festwertspeicher enthaltene Betriebssystem Z9001-OS, je nach Computertyp in geringfügig voneinander verschiedenen Versionen. Es basiert auf dem von Digital Research 1974 für Intel-8080- und Zilog-Z80-Referenzsysteme vorgestellten Betriebssystem CP/M-80. Vom Original unterscheidet es sich durch einige von den Robotron-Ingenieuren vorgenommene Modifikationen, wie etwa die Implementierung der Ansteuerung für die Kassettenschnittstelle oder die veränderte Speicherbelegung.[50][51]

Zum Betrieb des Rossendorf-Diskettensystems wurde 1988 eine eigens angepasste Version von CP/M 2.2 mit dem Namen SCP bereitgestellt, das mit dem Z9001-OS gemeinsam betrieben werden kann. Sein interner Aufbau und Befehlsumfang entspricht im Wesentlichen dem von CP/M. Durch diese weitestgehende Kompatibilität steht prinzipiell auch die umfangreiche CP/M-basierte Programmbibliothek für die Computer zur Verfügung. Viele dieser Programme wie z.B. Wordstar sind jedoch durch die eingeschränkten Grafik- und Tastaturmöglichkeiten von Z 9001 bzw. KC 87 nicht lauffähig, andere wie beispielsweise Turbo-Pascal erfordern zum einwandfreien Betrieb entsprechende Modifikationen. Ein weiterer Vorteil von SCP sind die mitgelieferten Druckertreiber, die einen Einsatz des User-Ports als softwareseitige Druckerschnittstelle ermöglichen. Damit entfällt die Benutzung eines Druckermoduls, wodurch ein Steckplatz des durch das Diskettensystem ohnehin fast vollständig belegten Erweiterungsschachtes für weitere Peripherie oder ähnliches frei bleibt. Neben der eigentlichen Systemsoftware enthält der SCP-Datenträger zudem das um Diskettenzugriffsbefehle erweiterte kompatible ZBASIC.[52][53]

Programmiersprachen[Bearbeiten]

Aufbauend auf der Systemsoftware kam dem benutzerspezifischen Einsatz der Computer in unterschiedlichsten Anwendungsgebieten wie in Bildungseinrichtungen aber auch in der Wirtschaft große Bedeutung zu. Aufgrund eines praktisch nicht vorhandenen Softwaremarktes in der DDR mussten anfänglich nahezu alle Themengebiete durch eigenentwickelte oder anzupassende Software abgedeckt werden. Für die Z-9001- und KC-85/1-Computer standen bei Erscheinen lediglich das von Kassette zu ladende BASIC und Assemblersprache zur Verfügung. Weitere Höhere Programmiersprachen kamen später hinzu, mit Aufkommen des Rossendorf-Diskettensystems auch leistungsfähige CP/M-basierte Compilersprachen wie Turbo-Pascal.

Assemblersprache[Bearbeiten]

Die mäßige Ausstattung der Computer, die Bearbeitung zeitkritischer Probleme („Echtzeitanwendungen“) oder das Einbinden eigenentwickelter und damit nicht standardmäßig unterstützter Hardware erforderte in vielen Fällen speichereffizientes und hardwarenahes Programmieren. Dies war bei U880-basierten Geräten ausschließlich durch die Verwendung von Assemblersprache mit entsprechenden Übersetzerprogrammen, den Assemblern, möglich. Zur Eingabe der Programmanweisungen („Sourcecode“) dient der häufig mitgelieferte Editor. Ebenfalls erhältliche Debugger vereinfachen die Fehleranalyse.[54]

Anfänglich war lediglich der wenig komfortable[A 4] SYPS-K-1520-Editor/Assembler (EDAS) auf Programmkassette (Typenbezeichnung R0121 bzw. 690 026.0) oder Steckmodul (Typenbezeichnung 690 023.6) erhältlich. Der später bei Erscheinen des KC 87 hinzugekommene Interpretative Dialogassembler (IDAS) erlaubte neben der üblichen Assemblierung des gesamten Quellcodes in einem Stück auch - einem Interpreter gleich - ein zeilenweises Abarbeiten. Diese Technik ist bei der ansonsten schwer zu beherrschenden Assemblerprogrammierung insbesondere für eine effiziente Fehlerdiagnose von großem Vorteil. Auch IDAS wurde mit zugehörigem Editor und einem Maschinensprachemonitor auf Kompaktkassette (Typenbezeichnung R0122 bzw. 690 027.7) oder Steckmodul (Typenbezeichnung 690 020.3) ausgeliefert. Für den Einsatz von IDAS mit Z 9001 und KC 85/1 waren kleinere Änderungen an der Platine des Steckmoduls vorzunehmen.[55]

Hochsprachen[Bearbeiten]

Die im Lieferumfang des Z 9001 enthaltene Kompaktkassette mit dem BASIC-Interpreter und weiteren Programmen

Weniger zeitkritische und hardwarenahe Anwendungen konnten mit den wesentlich übersichtlicheren und einfacher zu bedienenden, dafür aber in der Ausführung langsameren und weniger flexiblen Hochsprachen programmiert werden.

Interpretersprachen[Bearbeiten]

Mit dem Erscheinen des Z 9001 war gleichzeitig eine angepasste Version des K1520-BASIC-Interpreters des landwirtschaftlichen Institutes Dummersdorf erhältlich, der wiederum auf dem westlichen bereits in den späten 1970er Jahren veröffentlichtem Extended Microsoft BASIC basiert.[17] Der BASIC-Interpreter musste nach dem Start des Computers zunächst von der Grundkassette (Typenbezeichnung R 0111) in den mit 16 KB ohnehin nur spärlich vorhandenen Arbeitsspeicher eingelesen werden, womit die Nutzungsmöglichkeiten auf kleinere Programmierprojekte beschränkt blieben. Später wurde der BASIC-Interpreter auch als Steckmodul (Typenbezeichnung 1.40.690001.0) angeboten, was in Zusammenhang mit der maximal möglichen Speicheraufrüstung die Realisierung auch umfangreicherer Programmieraufgaben beispielsweise im Produktionseinsatz ermöglichte.

Das vom niederländischen Rundfunk entwickelte internationale Projekt BASICODE, das eine Vereinheitlichung der BASIC-Dialekte verschiedener Heimcomputer anstrebte, fand auch in einem entsprechenden Zusatzprogramm für den KC 87 bzw. eines mit BASIC-Modul nachgerüsteten Z 9001 seinen Niederschlag. [56]

Compilersprachen[Bearbeiten]

Neben dem einsteigerfreundlichen BASIC waren im Bereich der Software-Entwicklung auch anspruchsvollere Compiler-basierte höhere Programmiersprachen wie KC-Pascal (als Steckmodul PASMOD), Pretty C und Forth verfügbar.[26] Die Vorteile dieser Sprachen liegen in der Geschwindigkeit der von ihnen erzeugten ausführbaren Programme, allerdings um den Preis erhöhter Hardwareanforderungen. Mit Pretty C erstellte Anwendungen erzielen beispielsweise für bestimmte Spezialfälle bis zu 30fach höhere Ausführungsgeschwindigkeiten als vergleichbare Programme in BASIC, erfordern jedoch auch – damals kostenintensive – Aufrüstungen des Arbeitsspeichers auf mindestens 32 KB.[57]

Stand dem Anwender ein Diskettensystem mit CP/M-kompatiblem Betriebssystem SCP zur Verfügung, konnte nach diversen Modifikationen ein Großteil der CP/M-basierten Programmiersprachen wie ZBASIC oder Turbo Pascal genutzt werden.

Anwendungen und Spiele[Bearbeiten]

Vom Hersteller Robotron wurden vor allem einfache Spiele sowie Programme für den Bildungsbereich angeboten und durch den VEB Robotron-Vertrieb Berlin, Abt. VD, vertrieben.[26] Mit Script war eine hinsichtlich ihrer Funktionalität für damalige Verhältnisse sehr umfangreiche Textverarbeitung erhältlich. Insbesondere durch Hobby-Programmierer entstand eine Vielzahl von Adaptionen und Portierungen von Arcade-Spieleklassikern wie beispielsweise Tetris, Pac-Man und Boulder Dash, aber auch von bekannte Brett- und Kartenspielen wie Schach, Skat, Poker oder Monopoly.

Zeitschriften[Bearbeiten]

Spezielle Zeitschriften für den KC 87 oder für alle DDR-Kleincomputer gab es nicht. Die Zeitschriften Funkamateur, Jugend + Technik, Mikroprozessortechnik und Practic veröffentlichten regelmäßig Neuigkeiten, Berichte, Bastelanleitungen zum Selbstbau von Zusatzhardware oder die Auf- und Umrüstung der Rechner sowie Programme zum Abtippen.

Auch nach der Deutschen Wiedervereinigung wurde innerhalb der Anhängerschaft von DDR-Rechentechnik der Interessenaustausch in privaten Publikationen und ab den späten 1990er Jahren zudem in Internetforen weiter gepflegt. Am bekanntesten ist die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift KC-News des 1991 gegründeten KC-Club. Die Internetseite des KC-Clubs bietet eine Anlaufstelle für Probleme und Fragen rund um die Computer der KC-Baureihe, die bei den seit 1995 jährlich deutschlandweit stattfindenden Treffen vertieft werden können.[58][59]

Emulation[Bearbeiten]

Nach dem Ende der Heimcomputerära Anfang der 1990er Jahre und mit dem Aufkommen leistungsfähiger und erschwinglicher Rechentechnik Mitte der 1990er Jahre wurden von engagierten Enthusiasten verstärkt Programme zum Emulieren von Heimcomputern und deren Peripherie entwickelt. Zum Spielen alter Klassiker verschiedenster Heimcomputersysteme reicht mithilfe der Emulatoren ein einzelnes modernes System mit Datenabbildern („Images“) der entsprechenden Heimcomputerprogramme. Das Aufkommen der Emulatoren setzte damit u.a. ein verstärktes Transferieren von sonst möglicherweise verlorengegangener Software auf moderne Speichermedien in Gang, womit ein wichtiger Beitrag zur Bewahrung digitaler Kultur geleistet wird.[60]

Zur Emulation von Z 9001, KC 85/1 und KC 87 wurde der unter Windows und Linux lauffähige KCemu entwickelt.[61]

Rezeption[Bearbeiten]

Zeitgenössisch[Bearbeiten]

Bei der erstmaligen Vorstellung der Rechner auf der Leipziger Frühjahrsmesse 1984 stießen sowohl HC 900 als auch Z 9001 auf reges Interesse. Die positive Aufnahme durch das Messepublikum fand kurz darauf auch in euphorischen Zeitungsreportagen ihren Niederschlag. Staatlich kontrollierte Zeitschriften wie Jugend + Technik, Mikroprozessortechnik und Funkamateur feierten den Z 9001 als ausbaufähige „leistungsfähige Datenverarbeitungsanlage“ zum „Steuern von Geräten der Heim- und Hobbytechnik“, als „frei programmierbare Erfassungs-, Verarbeitungs- und Steuerzentrale für Versuchs- und Demonstrationsanordnungen“ und als Voraussetzung für „vielseitige Bildschirmspiele zur kreativen Unterhaltung“.[1]

Nach Vorstellung des KC 87 einige Jahre später wird dieser seitens der DDR-Presse wesentlich nüchterner als „Computer gut zur Heranführung praktisch aller Bevölkerungsgruppen an Probleme der Anwendung der Computertechnik“ und durch „einfache Modifizierbarkeit für verschiedene Aufgaben durch Steckmodule“ als vielseitig einsetzbar charakterisiert, wobei „durch die Begrenzungen des Speicherplatzes und der Rechengeschwindigkeit natürlich Grenzen gesetzt sind“.[26]

Von westlicher Seite wird die Technik der auf der Leipziger Frühjahrsmesse 1984 vorgestellten Geräte etwas zurückhaltender beurteilt und eher auf wirtschaftliche Aspekte gestützt auf Befragungen von interessierten Messebesuchern eingegangen. In diesen Interviews werden die Rechner von DDR-Besuchern durchweg als schwer zu beschaffen und zu teuer eingestuft; eine zukünftige Verbreitung in Privathaushalten wird bezweifelt.[18]

Retrospektiv[Bearbeiten]

In jüngerer Zeit werden die in der DDR entwickelten und produzierten Rechner, darunter insbesondere Kleincomputer und Videospielautomaten, wieder verstärkt in den Medien allen voran im Internet wahrgenommen und auch in speziellen Museen ausgestellt.[A 5] Dabei werden Z 9001, KC 85/1, KC 87 und die Mühlhausener Rechner KC 85/2 bis 85/4 als vollständige Eigenentwicklungen charakterisiert, obwohl es sich bei vielen elektronischen Einzelkomponenten wie etwa dem U880-Mikroprozessor und bei der Systemsoftware um Kopien westlicher Vorbilder wie dem Z80-Mikroprozessor von Zilog mit seinem CP/M-Betriebssystem handelt.[62][63] Darüber hinaus wird den Konstrukteuren der DDR-Computer technische und planerische Weitsicht bescheinigt. Trotz „komplizierter ökonomischer Bedingungen“ und „konkreter Materialbedingungen“ seien die Geräte technisch zuverlässig konstruiert und durch den Benutzer leicht beherrschbar, was „besonders von jungen Leuten mit viel Begeisterung aufgenommen und dabei sehr schöpferisch genutzt wurde.“[64] Gleichzeitig besteht kein Zweifel daran, dass der technologische Rückstand der Computer gegenüber den Produkten westlicher Industrieländer zum Zeitpunkt ihres Erscheinens stets etwa drei bis fünf Jahre betrug: als die Produktion des KC 85/1 in der DDR aufgenommen wurde, waren im westlichen Ausland bereits erschwingliche 16-Bit-Computer wie Atari ST oder Commodore Amiga für Privathaushalte erhältlich. Im direkten Vergleich zu den westlichen Z80-basierten Computern wie etwa dem Sinclair Spectrum wird den meisten DDR-Kleincomputern hinsichtlich „Anwendungsbreite, Verarbeitungsleistung und Anschlussmöglichkeiten“ mindestens Gleichwertigkeit bescheinigt. Diese Möglichkeiten hätten jedoch durch im Handel nur „selten käuflich erwerbbare Peripherie, ungeeignete Tastaturergonomie, teilweise fehlende Graphikfähigkeit und begrenzte Software“ nicht voll ausgeschöpft werden können.[65][66] Das nach der Wende kurzfristig besiegelte Produktionsende für DDR-Kleincomputer wird von allen Autoren einhellig auf die fehlende Konkurrenzfähigkeit durch nicht aufholbaren hard- und softwareseitigen Rückstand zurückgeführt.[65][67]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Das Wirtschaftssystem der ehemaligen DDR verpflichtete alle produzierenden Betriebe zur Entwicklung und Herstellung von Konsumgütern, die bis zu zehn Prozent der gesamten Produktion ausmachten.
  2. In der DDR erhältliche Farbfernsehgeräte mussten zum Betrieb über RGB mit einem Standardbausatz nachgerüstet werden.
  3. Ein Umbau des Anschlusses am Joystick oder der Eigenbau eines entsprechenden Adapters zur Verwendung von Joysticks westeuropäischer Hersteller mit neunpoligem D-Sub-Stecker ist möglich.
  4. Beispielsweise sind Makrodefinitionen nicht möglich.
  5. Das Computerspielemuseum in Berlin zeigt in seiner ständigen Ausstellung beispielsweise einen Videospielautomaten aus DDR-Produktion.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Jugend + Technik, Heft 8, August 1984, S. 587.
  2. a b c d e Robotron Informationsbroschüre: Verkaufseinheiten des Kleincomputer KC 85/1 u. KC 87. Abgerufen am 8. Februar 2014
  3. Ulrich Zander: Heimcomputer Z9001, KC85/1 und KC87 Programme - Betriebssystem. Abgerufen am 8. Februar 2014.
  4. Klaus-Dieter Weise: Erzeugnislinie Heimcomputer, Kleincomputer und Bildungscomputer des VEB Kombinat Robotron. 2005, S. 37.
  5. Klaus-Dieter Weise: Erzeugnislinie Heimcomputer, Kleincomputer und Bildungscomputer des VEB Kombinat Robotron. 2005, S. 14.
  6. a b Klaus-Dieter Weise: Erzeugnislinie Heimcomputer, Kleincomputer und Bildungscomputer des VEB Kombinat Robotron. 2005, S. 23.
  7. Klaus-Dieter Weise: Erzeugnislinie Heimcomputer, Kleincomputer und Bildungscomputer des VEB Kombinat Robotron. 2005, S. 22.
  8. Jugend + Technik, Heft 5, 1984, S. 329 - 333.
  9. Peter Salomon: Die Geschichte der Mikroelektronik-Halbleiterindustrie in der DDR. Funkverlag Bernhard Hein e.K., 2003, ISBN 3-936124-31-0, S. 90.
  10. Klaus-Dieter Weise: Erzeugnislinie Heimcomputer, Kleincomputer und Bildungscomputer des VEB Kombinat Robotron. 2005, S. 24.
  11. a b c d Klaus-Dieter Weise: Erzeugnislinie Heimcomputer, Kleincomputer und Bildungscomputer des VEB Kombinat Robotron. 2005, S. 28.
  12. Klaus-Dieter Weise: Erzeugnislinie Heimcomputer, Kleincomputer und Bildungscomputer des VEB Kombinat Robotron. 2005, S. 27.
  13. Klaus-Dieter Weise: Erzeugnislinie Heimcomputer, Kleincomputer und Bildungscomputer des VEB Kombinat Robotron. 2005, S. 29.
  14. Ulrich Zander: Heimcomputer Z9001, KC85/1 und KC87 - Historisches. Abgerufen am 8. Februar 2014.
  15. Klaus-Dieter Weise: Über die Entstehung der Prototypen der Robotron-Heimcomputer. 2005, S. 12 ff.
  16. Klaus-Dieter Weise: Erzeugnislinie Heimcomputer, Kleincomputer und Bildungscomputer des VEB Kombinat Robotron. 2005, S. 31.
  17. a b c Klaus-Dieter Weise: Erzeugnislinie Heimcomputer, Kleincomputer und Bildungscomputer des VEB Kombinat Robotron. 2005, S. 30.
  18. a b Computerwoche: Elektronik-Kombinate zeigen Anwenderlösungen - Erste Heimcomputer in der DDR. Ausgabe vom 6. April, 1984
  19. Jugend + Technik, Heft 5, 1984, S. 330 ff.
  20. a b Klaus-Dieter Weise: Erzeugnislinie Heimcomputer, Kleincomputer und Bildungscomputer des VEB Kombinat Robotron. 2005, S. 32.
  21. Klaus-Dieter Weise: Erzeugnislinie Heimcomputer, Kleincomputer und Bildungscomputer des VEB Kombinat Robotron. 2005, S. 36.
  22. a b Volker Pohlers: Homecomputer DDR - Grafikzusatz. Abgerufen am 8. Februar 2014.
  23. Klaus-Dieter Weise: Erzeugnislinie Heimcomputer, Kleincomputer und Bildungscomputer des VEB Kombinat Robotron. 2005, S. 43.
  24. a b Klaus-Dieter Weise: Erzeugnislinie Heimcomputer, Kleincomputer und Bildungscomputer des VEB Kombinat Robotron. 2005, S. 44.
  25. Klaus-Dieter Weise: Erzeugnislinie Heimcomputer, Kleincomputer und Bildungscomputer des VEB Kombinat Robotron. 2005, S. 44 f.
  26. a b c d e f g Mikroprozessortechnik: Robotron KC 87 – Der neue Kleincomputer im Überblick. VEB Verlag Technik, Heft 1, 1987.
  27. VEB Robotron-Meßelektronik "Otto Schön" Dresden: Kleincomputer robotron KC 87 Bedienungsanleitung. S. 5.
  28. Klaus-Dieter Weise: Erzeugnislinie Heimcomputer, Kleincomputer und Bildungscomputer des VEB Kombinat Robotron. 2005, S. 8.
  29. VEB Robotron-Meßelektronik "Otto Schön" Dresden: Kleincomputer Robotron KC 85/1 - Anhang zum Programmierhandbuch. S. 5 f.
  30. VEB Robotron-Meßelektronik "Otto Schön" Dresden: Kleincomputer robotron KC 87 Bedienungsanleitung. S. 9 f.
  31. VEB Robotron-Meßelektronik "Otto Schön" Dresden: Kleincomputer robotron KC 87 Bedienungsanleitung. S. 9 und S. 19.
  32. a b c VEB Robotron-Meßelektronik "Otto Schön" Dresden: Diskettenstation zum KC 85/1 und KC 87.
  33. F. Schwarzenberg: CP/M 2.2 auf KC 85/1 und KC 87.
  34. VEB Robotron-Meßelektronik "Otto Schön" Dresden: Kleincomputer robotron KC 87 Bedienungsanleitung. S. 13.
  35. VEB Robotron-Meßelektronik "Otto Schön" Dresden: Kleincomputer robotron KC 87 Bedienungsanleitung S. 20.
  36. VEB Robotron-Meßelektronik "Otto Schön" Dresden: 10k-Byte-SRAM-Erweiterungsmodul für Z9001/KC87 Abgerufen am 8. Februar 2014.
  37. VEB Robotron-Meßelektronik "Otto Schön" Dresden: Betriebsdokumentation SRAM-4-KB-Erweiterungsmodul 2-4002 Abgerufen am 8. Februar 2014.
  38. Mikroprozessortechnik, VEB Verlag Technik, Heft 8, 1988, S. 248.
  39. VEB Robotron-Meßelektronik "Otto Schön" Dresden: Bedienungsanleitung Grafik–Zusatz 690 035.7. 1984, S. 1 ff.
  40. Volker Pohlers: Homecomputer DDR - Plotter. Abgerufen am 8. Februar 2014.
  41. Erika-Elektronic: Schreibmaschinenmodul für den Heimcomputer Z 9001, KC 85/1 und KC 87 Abgerufen am 8. Februar 2014.
  42. Jugend + Technik, Heft 8, 1984, S. 587.
  43. Www.robotrontechnik.de: Kleincomputer aus Dresden. Abgerufen am 8. Februar 2014.
  44. LOAD-Magazin: Computer in der DDR. Verein zum Erhalt klassischer Computer e.V., Heft 2, 2013, S. 16.
  45. VEB Robotron-Meßelektronik "Otto Schön" Dresden: Kleincomputer robotron KC 87 Bedienungsanleitung. S. 15 f.
  46. Chip: Commodore 64 Ein Kult-Computer wird 30, 2012, S. 24.
  47. a b Login Magazin, Datalog Software AG München, Ausgabe 2, 2004, S. 8.
  48. Mikroprozessortechnik, VEB Verlag Technik, Heft 2, 1988, S. 62.
  49. Tom Schnabel: Kleincomputer in der DDR - Computermeisterschaften in der DDR. Diplomarbeit, Institut für Informatik/Fachbereich „Informatik und Gesellschaft“ der Humboldt-Universität zu Berlin, 1999
  50. Bernd Schindler: Heimcomputer Z 9001. rfe 1984, Heft 3, S. 148 f.
  51. VEB Robotron-Meßelektronik „Otto Schön“ Dresden Betriebssystem KC 85/1 (Z 9001) S. 3.
  52. F. Schwarzenberg: CP/M 2.2 auf KC 85/1 und KC 87. Abgerufen am 8. Februar 2014.
  53. Mikroprozessortechnik, VEB Verlag Technik, Heft 10, 1987, S. 311 ff.
  54. VEB Robotron-Meßelektronik "Otto Schön" Dresden: Editor/Assembler zum Heimcomputer Robotron Z 9001
  55. VEB Robotron-Meßelektronik "Otto Schön" Dresden: Beschreibung IDAS-Modul 690 020.3
  56. Jürgen Lübcke, Reinhard Villbrandt: BASIC-Interpreter für K1520. Radio Fernsehen Elektronik, Verlag Technik Berlin, Heft 1, 1982, S. 14-16.
  57. Mikroprozessortechnik, VEB Verlag Technik, Heft 6, 1988, S. 174.
  58. Homepage des KC-Club. Abgerufen am 8. Februar 2014.
  59. Load-Magazin, Verein zum Erhalt klassischer Computer e.V., Heft 2, 2013, S. 16 f.
  60. Andreas Lange: Was Archive, Museen und Bibliotheken von Gamern lernen können – und umgekehrt. Abgerufen am 23. Februar 2014.
  61. Load-Magazin, Verein zum Erhalt klassischer Computer e.V., Heft 2, 2013, S. 17.
  62. Chip: Commodore 64 Ein Kult-Computer wird 30, 2012, S. 24.
  63. Klaus-Dieter Weise: Erzeugnislinie Heimcomputer, Kleincomputer und Bildungscomputer des VEB Kombinat Robotron. 2005, S. 12 f.
  64. Tom Schnabel: Kleincomputer in der DDR - Schlußbetrachtung Diplomarbeit, Institut für Informatik/Fachbereich „Informatik und Gesellschaft“ der Humboldt-Universität zu Berlin, 1999
  65. a b Klaus-Dieter Weise: Erzeugnislinie Heimcomputer, Kleincomputer und Bildungscomputer des VEB Kombinat Robotron. 2005, S. 17.
  66. Axel Salheiser: Parteitreu, plangemäß, professionell? VS Verlag für Sozialwissenschaften, 1. Auflage, 2009, ISBN 978-3-531-16943-9, S. 102.
  67. Load-Magazin, Verein zum Erhalt klassischer Computer e.V., Heft 2, 2013, S. 11.

Weblinks[Bearbeiten]

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