Kleiner Dambecker See

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

w1

Kleiner Dambecker See
Kleiner Dambecker See zwischen Naudin und Dambeck
Kleiner Dambecker See zwischen Naudin und Dambeck
Geographische Lage Landkreis Nordwestmecklenburg
Abfluss Aubach zum Großen Dambecker See
Orte am Ufer Dambeck, Naudin
Daten
Koordinaten 53° 47′ 19″ N, 11° 22′ 50″ O53.78861111111111.38055555555652.4Koordinaten: 53° 47′ 19″ N, 11° 22′ 50″ O
Höhe über Meeresspiegel 52,4 m ü. NHN
Fläche 42 haf5
Maximale Tiefe 2 mf10
Mittlere Tiefe 0,7 mf11
Dambecker see.png

Der Kleine Dambecker See liegt nördlich von Schwerin und westlich des Schweriner Außenseess in Mecklenburg-Vorpommern. Er ist Teil des Naturschutzgebietes Dambecker Seen und hat eine fast quadratische Form mit einem zergliederten Ufer. Nur nach Norden öffnet sich eine Bucht in Richtung des Bobitzer Ortsteiles Naudin. Das Nordostufer ist sehr sumpfig. Der See ist vollständig von einem Schilfgürtel umgeben. Im Süden grenzt er an den Großer Dambecker See. Im Norden führt die Bahnstrecke Lübeck–Bad Kleinen entlang.

Beschreibung[Bearbeiten]

Der Kleine Dambecker See entstand, wie auch der Große Dambecker See aus einer Toteishohlform, in der sich nach dem Abschmelzen des Eises ein offener See bildete. Dieser trocknete wieder aus und es bildete sich ein Versumpfungsmoor. Im 18. Jahrhundert entstand wieder ein offenes Gewässer. Um 1870 erhielt der See einen künstlichen Abfluss und das Seengebiet wurde großflächig entwässert. Die ehemalige Seefläche konnte so als Weideland genutzt werden. Die doch sehr aufwändige Grabenhaltung wurde in 1920er Jahren aufgegeben, so dass ein Versumpfungsprozess einsetzen konnte. Es entstanden so wieder großflächige Flachwasserbereiche mit starken Schilfbewuchs, die Ende der 1960er Jahre wieder etwa zwei Drittel des Gebietes bedeckten. Seit den 1970er Jahren bildeten sich auch wieder Freiwasserflächen.

Der See ist als Rastplatz für den Vogelzug der nordeuropäischen Gänse und als Brutplatz der Rohrdommel bekannt. See- und Fischadler, Tüpfelsumpfhuhn, Wasserralle, Drossel- und Schilfrohrsänger, Rohrschwirl und Bartmeise brüten hier. Auch Rotbauchunke und Moorfrosch gibt es in größeren Populationen.

Naturschutzgebiet Dambecker Seen[Bearbeiten]

Der Große und der Kleine Dambecker See sind zusammen als 204 Hektar umfassendes Naturschutzgebiet gesetzlich geschützt. Die Ausweisung erfolgte aufgrund der ornithologischen Bedeutung am 2. Juni 1947 mit zwei Erweiterungen in den Jahren 1967 und 1972. Der aktuelle Gebietszustand wird als gut eingestuft. Ein Feldweg zwischen Wendisch-Rambow und Dambeck ermöglicht Einblicke in das Gebiet.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern (Hrsg.): Dambecker Seen 53. In: Die Naturschutzgebiete in Mecklenburg-Vorpommern. Demmler-Verlag, Schwerin 2003, ISBN 3-91-015052-7, S. 472f.

Weblinks[Bearbeiten]