Kleiner Moskauer Eisenbahnring

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Kleiner Moskauer Eisenbahnring
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Strecke nach St. Petersburg
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Bahnstrecke Moskau–Sawjolowo
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Bahnhof, Station
2 Wladykino-Moskowskoje
Brücke über Wasserlauf (groß)
Lichoborka
Brücke über Wasserlauf (groß)
Jausa
Bahnhof, Station
6 Rostokino
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Strecke nach Jaroslawl
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Bahnhof, Station
10 Belokamennaja
Bahnhof, Station
14 Tscherkisowo
Bahnhof, Station
18 Lefortowo
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Strecke nach Kasan
               
               
21 Andronowka
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Strecke nach Nischni Nowgorod
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Nowoproletarskaja
               
Strecke nach Kursk
               
               
               
Boinja
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25 Ugreschskaja
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Simonowo
Bahnhof, Station
28 Koschuchowo
Brücke über Wasserlauf (groß)
Moskwa — Danilow-Brücke
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Strecke nach Pawelez
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Bahnhof, Station
33 Kanattschikowo
Tunnel – Anfang
   
34 Ploschtschad Gagarina
Tunnel – Ende
Brücke über Wasserlauf (groß)
Moskwa — Andreasbrücke
   
36 Worobjowy Gory
Brücke über Wasserlauf (groß)
Moskwa — Luschniki-Brücke
   
37 Potylicha
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Strecke nach Kiew
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Haltepunkt, Haltestelle
39 Kutusowo
Brücke über Wasserlauf (groß)
Moskwa — Dorogomilowoer Brücke
               
Strecke nach Smolensk
               
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Bahnhof, Station
42 Presnja-Towarnaja
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Oktjabrskije Kasarmy
   
44 Wojennoje Pole
Bahnhof, Station
46 Serebrjany Bor
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Strecke nach Riga
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Haltepunkt, Haltestelle
50 Bratzewo
Bahnhof, Station
52 Lichobory

Der Kleine Moskauer Eisenbahnring (russisch Малое кольцо Московской железной дороги) ist eine 54 Kilometer lange, nicht elektrifizierte Ringbahnstrecke in Moskau, Russland. Sie gehört der Moskauer Regionaldirektion der Russischen Staatsbahnen und wird gegenwärtig nur für den Güterverkehr genutzt. Kurz- bis mittelfristig ist jedoch eine Elektrifizierung und ein Ausbau für den Personenverkehr geplant.

Beschreibung[Bearbeiten]

Westliches Teilstück des Rings; hinten links sind die im Bau befindlichen Bürotürme der Moskau City zu sehen
Ehemaliges Empfangsgebäude des Bahnhofs Kutusowo

Bei der Strecke handelt es sich um einen vollständig geschlossenen Eisenbahnring, der ausschließlich auf dem Stadtgebiet Moskaus, mit Ausnahme des westlichen Abschnitts allerdings weit außerhalb des Stadtzentrums, verläuft. Die Bezeichnung „Kleiner Eisenbahnring“ soll die Strecke von einer anderen Ringstrecke im Großraum Moskau abgrenzen, nämlich dem sogenannten Großen Moskauer Eisenbahnring, der die Stadt weit außerhalb dieser auf dem Gebiet der Oblast Moskau umgeht. Von Anfang an wurde der Ring als Ergänzung bzw. Entlastung für die in Moskau beginnenden überregionalen Eisenbahnlinien konzipiert, so dass das Eisenbahnnetz innerhalb Moskaus zusammen mit dem Kleinen Ring eine kombinierte radial-ringförmige Struktur aufweist, was für die Moskauer Stadtplanung seit jeher eine traditionelle Verknüpfung ist (vgl. Boulevardring, Gartenring, Dritter bzw. Vierter Verkehrsring sowie MKAD).

Erste Planungen zur Errichtung des Moskauer Eisenbahnringes gab es bereits in den 1870er-Jahren, jedoch kam es erst einige Jahrzehnte später zur Realisierung des Projekts nach einem Entwurf des Ingenieurs P.I.Raschewski. Nachdem dieser 1897 eine Baugenehmigung erhielt, vollzog sich die Verlegung der Strecke samt Errichtung der zugehörigen Infrastruktur im Zeitraum vom Frühjahr 1902 bis Juli 1907. Unter anderem wurden dabei vier Eisenbahnbrücken über die Moskwa sowie insgesamt 15 Bahnhöfe errichtet. Die heute zum größten Teil noch erhaltenen (und denkmalgeschützten) Empfangsbauten der Bahnhöfe wurden in einem einheitlichen Stil unter Beteiligung des bekannten Architekten Alexander Pomeranzew erbaut.

Von der am 20. Juli 1908 erfolgten regulären Inbetriebnahme des Rings bis 1930 wurden auf der Strecke sowohl Güter als auch Personen befördert. Es verkehrten in regelmäßigen Zeitabständen dampflokbetriebene Züge, die vor allem von Arbeitern genutzt wurden, da die Ringstrecke zu einem beträchtlichen Teil durch industriell geprägte Stadtrandsiedlungen verlief. Fahrgästen standen dabei Wartesäle und Fahrkartenschalter in den Empfangsgebäuden der Bahnhöfe zur Verfügung. Anfang des 20. Jahrhunderts stellten die Personenzüge des Kleinen Rings in Moskau ein wichtiges innerstädtisches Verkehrsmittel dar, da die Außenbezirke zur damaligen Zeit nur unzureichend vom Straßenbahnnetz erschlossen waren. Bis Anfang der 1930er-Jahre änderte sich dies jedoch allmählich: Das Straßenbahnnetz war erheblich gewachsen, es gab konkrete Pläne für den Bau der Metro, und auch der Güterverkehr benötigte im Zuge der Industrialisierung der Sowjetunion weitere Kapazitäten. Dies führte zur Einstellung des Personenverkehrs auf dem Kleinen Moskauer Eisenbahnring im Jahre 1930.

Pläne zur Wiederaufnahme des Personenverkehrs[Bearbeiten]

Bereits in den 1960er-Jahren gab es Erwägungen, den Kleinen Eisenbahnring wieder für den Personenverkehr zu nutzen. So wurde zu jener Zeit beim Bau des südlichen Astes der Kaluschsko-Rischskaja-Linie der Moskauer Metro der U-Bahnhof Leninski Prospekt in Betrieb genommen, bei dem ein zusätzlicher Ausgang als künftige direkte Umsteigemöglichkeit zur Ringbahn vorgesehen wurde. Seit den 1990er-Jahren wird ein Ausbau für den Personenverkehr erneut diskutiert, was sowohl auf den zurückgegangenen Güterverkehr auf dem Ring als auch auf den mangelnden Ausbau des Metronetzes zurückzuführen ist. Insbesondere fehlt in der Moskauer Metro eine größere Ringverbindung, die die radialen Linien unter Umgehung des Stadtzentrums verbinden würde. Daher sehen die aktuellen Pläne einen Ausbau des Rings für einen S-Bahn-ähnlichen Taktverkehr vor, der die U-Bahn ergänzen soll. Hierfür ist eine vollständige Elektrifizierung des Kleinen Eisenbahnrings vorgesehen. Außerdem sollen auf ihm insgesamt bis zu 30 Personenbahnhöfe und Haltepunkte erbaut und überall dort, wo es möglich ist, Verknüpfungspunkte mit der Metro eingerichtet werden. Nach dem Stand vom August 2009 soll der Ausbau des Rings im Jahre 2012 beginnen[1].

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://transday.ru/news/transport/11586-rekonstruktsiya-mkmzd.html

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kleiner Moskauer Eisenbahnring – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien