Kleinkunstbühnen in München

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Schild der Münchner Lach- und Schießgesellschaft
Eingang zum Teamtheater

Kleinkunstbühnen (Kabarett) in München bilden einen Schwerpunkt der freien Münchener Theaterszene. Einen Ruf weit über München hinaus besitzt die 1956 gegründete Lach- und Schießgesellschaft, der Spielort von Dieter Hildebrandt. Ebenso angestammt war auch der im originalen Stil der 70er Jahre belassene Heppel & Ettlich in Schwabing, der noch den Geist der Achtundsechziger atmete. Das Theater wurde 1976 von den beiden Neuköllnern Henry Heppel und Wolfgang Ettlich gegründet. Einige Größen der heutigen Comedy-Szene wie die Missfits, Helge Schneider und Piet Klocke begannen hier Ihre Karrieren. Auch Münchens Oberbürgermeister Christian Ude debütierte hier mit einem Soloprogramm; er spielt auch heute noch von Zeit zu Zeit mit der Gruppe Kabarest vor Publikum. Nach der Schließung der angestammten Spielstätte wird der Theaterbetrieb des Heppel & Ettlich in den Räumen des Kammertheater Schwabing fortgeführt; die alten Theaterräume übernahmen Susanne Rohrer und Christiane Brammer, die dort von Anfang Oktober 2009 bis Juni 2010 die Bühne - das Rohrer & Brammer - betrieben.

Inhaltsverzeichnis

Liste von Kleinkunstbühnen im Raum München [Bearbeiten]

Name Adresse Internet
Münchner Künstlerhaus Lenbachplatz 8, 80333 München
Schlachthof Zenettistraße 9, 80337 München Schlachthof
Substanz Ruppertstr. 28, 80337 München Substanz
Kleinkunstbühne im Augustiner Bürgerheim Bergmannstrasse 33, 80339 München Bürgerheim
Alte Kongresshalle Theresien Höhe 15, 80339 München
Stragula Bergmannstr. 66, 80339 München Stragula
Kranz Hans-Sachs-Straße 12, 80469 München Das Kranz
Theater im Fraunhofer Fraunhoferstraße 9, 80469 München Theater im Fraunhofer
Teamtheater Am Einlaß 4, 80469 München Teamtheater
Stadttheater Oblomow Hans-Sachs-Straße 12, 80469 München Stadttheater Oblomow
Das Schloss Schwere-Reiter-Straße 15, 80797 München Das Schloss
theather... und so fort Kurfürstenstraße 8, 80799 München theather... und so fort
Vereinsheim Occamstraße 8, 80802 München Vereinsheim
Rationaltheater Hesseloherstraße 18, 80802 München Rationaltheater
Lustspielhaus Occamstraße 8, 80802 München Lustspielhaus
Münchner Lach- und Schießgesellschaft Ursulastraße 9, 80802 München Münchner Lach- und Schießgesellschaft
Heppel & Ettlich Feilitzschstraße 12, 80802 München Heppel & Ettlich
Schwabinger Podium Wagnerstraße 1, 80802 München Schwabinger Podium
Goumac on Stage Ungererstr.131, 80805 München Goumac on Stage
Kulturhaus Milbertshofen Curt-Mezger-Platz 1, 80809 München
Eschengarten 80935 München
Theater-Platz Wirtshaus am Hart Sudetendeutsche Straße 40, 80937 München Theater-Platz Wirtshaus am Hart
Musikbühne Ars Musika im Stemerhof Plinganserstr. 6, 81369 München Ars Musika
Wirtshaus zum Isartal 81371 München
Spetakel München Pfeufferstr. 32, 81373 München Spetakel München
Mehlfeld (Restaurant & Kulturbühne) Guardinistr. 98 a, 81375 München
Giesinger Bahnhof Giesinger Bahnhofsplatz 1, 81539 München Giesinger Bahnhof
Theater Drehleier Rosenheimer Straße 123, 81667 München Theater Drehleier
Liederbühne Song Parnass 81675 München
Kulturhaus Perlach 81731 München-Perlach

Ehemalige Kleinkunstbühnen [Bearbeiten]

Die Elf Scharfrichter war das erste politische Kabarett in Deutschland und eines der ersten deutschen Kabaretts überhaupt. Die Premiere fand am 13. April 1901 im Rückgebäude der Gaststätte „Zum Goldenen Hirschen“ in der Türkenstraße 28 statt. Im Herbst 1904 erfolgte wegen finanzieller Probleme die Auflösung. Der Simplicissimus (Alte Simpl) in der Türkenstraße hatte eine erste Blütezeit zwischen 1903 und 1912 sowie eine zweite zwischen 1935 und dem Beginn des Zweiten Weltkrieges. Theo Prosel knüpfte an diese Tradition an, indem er 1946 den Neuen Simpl am Platzl eröffnete, der 1950 schließen musste. – Peter Paul Althaus war 1930 Mitbegründer des literarischen Kabaretts Der Zwiebelfisch in der Gaststätte Weißes Haus in der Barerstraße. 1947 trat er als Kabarettist im Schwabinger Brettl und 1948 im Monopteros(s) auf. Karl Theodor Langen war von 1950 bis 1961 Leiter der Katakombe.[1] Werner und Nanette Bald übernahmen sie 1965; sie bestand damals in der Adalbertstraße 33.[2] 1975 erhielt die Katakombe den Schwabinger Kunstpreis. Die Schwabinger Gisela eröffnete 1952 in der Schwabinger Occamstraße 8 das Lokal Bei Gisela, in dem sie als Chansonsängerin auftrat; seit 2006 befindet sich dort das Kleinkunstlokal Vereinsheim. Therese Angeloff gründete 1953 in der Leopoldstraße das literarisch-musikalisch-politische Kabarett Die Kleinen Fische.

Siehe auch [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. KATAKOMBE (im Bestandskatalog der Monacensia-Sammlung). Münchner Stadtbibliothek. Abgerufen am 16. Juni 2012.
  2. Tony Fekter: Bayern liegt in der Südsee, Berlin: epubli GmbH 2011, S.59