Kleszczele

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Kleszczele
Wappen von Kleszczele
Kleszczele (Polen)
Kleszczele
Kleszczele
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Podlachien
Landkreis: Hajnówka
Fläche: 46,71 km²
Geographische Lage: 52° 35′ N, 23° 19′ O52.57666666666723.321388888889Koordinaten: 52° 34′ 36″ N, 23° 19′ 17″ O
Einwohner: 1345
(31. Dez. 2013)[1]
Postleitzahl: 17-250
Kfz-Kennzeichen: BHA
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DK66 Bielsk Podlaski–Weißrussland
DW685 Kleszczele–Hajnówka
DW693 Kleszczele–Siemiatycze
Schienenweg: Czeremcha–Białystok
Nächster int. Flughafen: Warschau
Gemeinde
Gemeindeart: Stadt- und Landgemeinde
Gemeindegliederung: 14 Schulzenämter
Fläche: 142,62 km²
Einwohner: 2722
(31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 19 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 2005073
Verwaltung (Stand: 2009)
Bürgermeister: Aleksander Sielicki
Adresse: ul. 1 Maja 4
17-250 Kleszczele

Kleszczele [klɛʂˈt​͡ʂɛlɛ] (litauisch Kleščelė) ist eine Stadt in Polen in der Wojewodschaft Podlachien. Sie ist Sitz der gleichnamigen Stadt- und Landgemeinde im Powiat Hajnowski.

Geografische Lage[Bearbeiten]

Die Stadt liegt im Osten Polens, etwa zehn Kilometer von der Staatsgrenze zu Weißrussland entfernt, am Oberlauf des Flusses Nurzec.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung des heutigen Kleszczele stammt aus dem 15. Jahrhundert. Stadtrecht erhielt der Ort 1523 von Sigismund I. Bis zum 16. Jahrhundert waren alle Bewohner aus Wolhynien und so gab es zu dieser Zeit zwei orthodoxe Kirchen. 1777 kam es zu einem großen Brand bei welchem nur 13 der 181 Wohnhäuser verschont wurden. Bis 1794 war die Häuserzahl auf 270 angewachsen.[2] Bei der Dritten Teilung Polens kam der Ort 1795 zum Königreich Preußen. Nach dem Frieden von Tilsit wurde Kleszczele Teil Russlands. 1873 erfolgte der Anschluss an das Schienennetz.[3] Nach Ende des Ersten Weltkrieges wurde der Ort Teil des wiederentstandenen Polens. Während des Zweiten Weltkrieges erfolgte die Besetzung durch die deutsche Wehrmacht. Am 20. Juli 1944 nahm die 65. Armee der Weißrussischen Front die Stadt ein und der Ort wurde wieder Teil Polens. 1950 verlor Kleszczele das Stadtrecht. 1993 wurde dem Ort wieder das Stadtrecht erteilt.[2]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Auf Initiative der Königin Bona Sforza wurden bereits um 1533 die Dörfer Dobra Woda, Babicze-Kuzawa, Trubianka, Nurzec-Czeremcha und Kośna-Daszewicze nach Kleszczele eingemeindet.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Nachfolgend die graphische Darstellung der Einwohnerentwicklung.[4]

Gemeinde[Bearbeiten]

Zur Stadt- und Landgemeinde gehören neben der Stadt Kleszczele folgende 14 Ortsteile mit einem Schulzenamt:

Biała Straż
Dasze
Dobrowoda
Gruzka
Kuraszewo
Piotrowszczyzna
Pogreby
Policzna
Repczyce
Saki
Suchowolce
Toporki
Zaleszany
Żuki

Weitere Ortschaften sind Dąbrowa, Kośna, Rowy und Sad.

Bauwerke[Bearbeiten]

orthodoxe Kirche
  • Eine orthodoxe Kirche aus dem Jahr 1870.
  • Ein hölzerner Glockenturm aus dem Jahr 1709
  • Das Bahnhofsgebäude von 1900

Verkehr[Bearbeiten]

Kreisverkehr der DK66 in Kleszczele

Durch die Stadt führt die Landesstraße 66 (droga krajowa 66). Diese führt nach etwa zwölf Kilometern in südöstlicher Richtung zum Grenzübergang nach Weißrussland. Nach 25 Kilometern in nördlicher Richtung führt die Straße durch Bielsk Podlaski wo sie nach Westen abknickt. Weiterhin beginnt in Kleszczele die Wojewodschaftsstraße 685 (droga wojewódzka 685) die in nordöstlicher Richtung nach Hajnówka führt. Die Wojewodschaftsstraße 693 beginnt ebenfalls in der Stadt und führt Richtung Südwesten. Sie mündet nach 35 Kilometern in Siemiatycze in die Landesstraße 19.

Es gibt Linienbusverkehr nach Białystok, Bielsk Podlaski und Hajnówka.[5]

Die Stadt ist an das Schienennetz angeschlossen. Es gibt eine Direktverbindung nach Białystok über Bielsk Podlaski. Hajnówka und Siedlce können über einen Umstieg im sieben Kilometer südlich gelegenen Czeremcha erreicht werden.

Der nächste internationale Flughafen ist der Frédéric-Chopin-Flughafen Warschau, welcher sich 170 Kilometer westlich befindet.

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kleszczele – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2013. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 9. Juli 2014.
  2. a b c Website der Stadt, Historia, abgerufen am 16. Januar 2010 (WebCite)
  3. Szukacz.pl, Kleszczele - Informacje dodatkowe, abgerufen am 16. Januar 2010
  4. Für 1533: Website der Stadt, Historia, abgerufen am 16. Januar 2010 (WebCite)
    Für 30. Juni 2009: Główny Urząd Statystyczny „LUDNOŚĆ - STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“, Stand vom 30. Juni 2009 (WebCite)
  5. Website der Stadt, Rozkład jazdy - komunikacja publiczna, abgerufen am 16. Januar 2010