Klewno

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Klewno
Klewno führt kein Wappen
Klewno (Polen)
Klewno
Klewno
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Landkreis: Kętrzyn
Gmina: Reszel
Geographische Lage: 54° 4′ N, 21° 11′ O54.06222222222221.177222222222Koordinaten: 54° 3′ 44″ N, 21° 10′ 38″ O
Höhe: 130 m n.p.m
Einwohner: 260 ([1])
Postleitzahl: 11-440 (Reszel)
Telefonvorwahl: (+48) 89
Kfz-Kennzeichen: NKE
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Danzig
Kaliningrad
Gemeinde
Gemeindeart: Schulzenamt
Verwaltung (Stand: 2007)
Dorfvorsteher: Krzysztof Wojciech Pikała
Adresse: Klewno 12
11-440 Reszel

Klewno (deutsch Klawsdorf) ist ein Dorf in Polen in der Woiwodschaft Ermland-Masuren. Das Dorf ist Sitz des gleichnamigen Schulzenamtes in der Gemeinde Reszel.

Geographie[Bearbeiten]

Das Dorf liegt etwa einen Kilometer nordöstlich vom Stadtzentrum Reszels etwa 130 Meter über dem Meeresspiegel. Kętrzyn liegt 13 Kilometer in östlicher Richtung von Klewno. Etwa 30 Kilometer nördlich verläuft die Staatsgrenze Polens zur russischen Oblast Kaliningrad.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Dorf wurde am 1. November 1336 auf dem Gebiet des prußischen Gebietes Lauchogede (pr. gedian: Gebüsch) lokalisiert. Der Name weist auf einen Bewuchs mit Ahornbäumen (lett. klava, lit. klevas)[2]. Die Gründer, Klausio und Susik erhielten 60 Hufe Land und eine Befreiung von Abgaben für zehn Jahre. Die Besiedlung ging nur sehr langsam voran und erst 1586 wurde das gesamte zur Verfügung stehende Land bewirtschaftet. Im 18. Jahrhundert trug das Dorf den Namen Clausdorf, dieser änderte sich aber in den folgenden Jahrhunderten zu Klawsdorf vom pruzzischen Namen Clawke oder Klawke.

1847 war Aleksander Droz Eigentümer des Dorfes. 1935 gab es eine Schule im Dorf mit zwei Lehrern und 118 Schülern.

Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Gegend und damit auch Klewno von der Roten Armee eingenommen. Als Ergebnis des Krieges wurde das Dorf Teil Polens. Am 17. Juli 1945 wurde es Sitz einer Landgemeinde mit elf Schulzenämtern. Das Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von 10.940 Hektar auf welchen 2.010 Menschen lebten. Gemeindevorsteherin wurde Aleksander Karpowicz. Noch im selben Jahr wurde der Gemeindesitz nach Reszel verlagert. 1976 wurden eine vierklassige Grundschule und ein Kulturraum eingeweiht. 1973 umfasst das Schulzenamt Klewno neben Klewno selbst die Siedlungen Mojkowo und Wólka Ryńska. Wólka Ryńska gehört heute zum Schulzenamt Robawy[3]. Nach einer Verwaltungsreform in ganz Polen ist das Dorf seit 1999 Teil der Wojewodschaft Ermland-Masuren.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

1783 wurden 35 Häuser im Dorf gezählt, 1820 waren es 44.


Jahr 1820 1848 1933 1939
Einwohnerzahl [4] 274 521 842 892


Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Von Reszel führt eine Straße nach Klewno welche hier endet.

Kiemławki Małe besitzt keinen eigenen Bahnanschluss. Die nächste Bahnstation befindet sich im zwölf Kilometer nördlich gelegenen Korsze bzw. im 13 Kilometer östlich gelegenen Kętrzyn.

Der nächste internationale Flughafen ist der Flughafen Kaliningrad etwa 100 Kilometer nördlich von Kiemławki Małe auf russischem Hoheitsgebiet. Etwa 180 Kilometer westlich liegt der Lech-Wałęsa-Flughafen Danzig, der der nächste internationale Flughafen auf polnischem Staatsgebiet ist. Der Flughafen Szczytno-Szymany liegt etwa 65 Kilometer südlich von Kiemławki Małe, dieser hat aber Ende 2006 seinen Flugbetrieb eingestellt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Tadeusz Swat: Dzieje wsi. In: Aniela Bałanda u. a.: Kętrzyn. Z dziejów miasta i okolic. Pojezierze, Olsztyn 1978, S. 193–194 (Seria monografii miast Warmii i Mazur).


Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Website der Gemeinde Reszel
  2. Przybytek, Rozalia, Hydronymia Europaea, Ortsnamen baltischer Herkunft im südlichen Teil Ostpreußens, Stuttgart 1993, S.117/ Gerullis, Georg: Die altpreußischen Ortsnamen, Berlin, Leipzig 1922,S.65
  3. BIP von Reszel
  4. Tadeusz Swat: Dzieje Wsi in „Kętrzyn: z dziejów miasta i okolic“, Olsztyn 1978, S. 193